– Es gilt das gesprochene Wort –
Sehr geehrte Damen und Herren,
heute kann ich Ihnen den nunmehr in seiner elften Auflage seit 1983 erscheinenden „Datenreport 2006“ vorstellen. Die Gemeinschaftsveröffentlichung mit der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb), dem Zentrum für Umfragen, Methoden und Analysen (ZUMA) und dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) ist fester Bestandteil deutscher Sozialberichterstattung. Die Publikation gibt Auskunft über Entwicklungen in zahlreichen Bereichen des Lebens: Über die Entwicklung der Bevölkerung in Deutschland, die Veränderungen im Bildungsbereich und in den sozialen Sicherungssystemen. Sie liefert Eckdaten aus der Wirtschaft und informiert über die Haushalte in Deutschland.
Die Hitliste der Datenreport-Downloads hat in den letzten Jahren ein Thema durchgängig angeführt: Das Thema „Bevölkerung“. Hier insbesondere die Ergebnisse zur Bevölkerungsstatistik und zur Bevölkerungsvorausberechnung mit der zentralen Aussage, dass die Bevölkerung in Deutschland in den nächsten Jahrzehnten immer älter wird. Heute möchten wir Ihr Interesse auf die heranwachsende Bevölkerung, die Jugend in Deutschland, richten. Denn sie ist es, der bei immer mehr älteren Menschen in vielerlei Hinsicht eine wachsende Bedeutung zukommt.
Wie sieht die Lebenssituation der jungen Menschen in Deutschland aus? Um dieser Frage nachzugehen, bietet der Teil I im Datenreport 2006 Ihnen zum Thema Jugend interessante Eckdaten, die wir aus den Bereichen Bildung, Erwerbsleben und Lebensformen zusammengestellt haben. Diese Informationen aus dem Datenreport haben wir teilweise um weitere Aspekte und Angaben aus aktuelleren Statistiken ergänzt. Einstellungen, Werthaltungen und subjektive Zukunftsaussichten der Jugendlichen werden im zweiten Teil des Datenreports aus sozialwissenschaftlicher Sicht beschrieben.
Im Jahr 2050 liegt der Bevölkerungsanteil der Jugendlichen nur noch bei 12%
Der Anteil junger Menschen an der Bevölkerung in Deutschland wird immer kleiner: Heute, im Jahr 2006, stellen die jungen Menschen im Alter von zwölf bis unter 25 Jahren rund 15% der Bevölkerung. Im Jahr 2020 wird nach der 10. Bevölkerungsvorausberechnung vom Juni 2003 dieser Anteil nur noch 13% betragen und im Jahr 2050 etwa 12%. Besonders anschaulich zeigt der so genannte Jugendquotient die Abnahme der Jugendlichen an der Gesamtbevölkerung: Die Zahl gibt das Verhältnis der unter 20-Jährigen bezogen auf die Zahl der 20- bis 59-Jährigen an. Im Jahr 2004 lag der Jugendquotient bei 37, das heißt auf 100 Menschen zwischen 20 und 59 Jahren kamen 37 unter 20-Jährige. Der Altersquotient, also das Verhältnis der 60-Jährigen und Älteren zu der Altersgruppe von 20 bis 59 Jahren, beträgt hingegen 46. Im Jahr 1955 hatte das Verhältnis von Jugend- und Altenquotient noch bei 55 zu 29 gelegen. In Zukunft wird der Anteil der Jüngeren weiter abnehmen: Im Jahr 2020 wird der Jugendquotient nach der Bevölkerungsvorausberechnung (Variante 5) nur noch rund 33 betragen. 2050 werden rechnerisch auf 100 Menschen zwischen 20 und 59 Jahren nur rund 34 unter 20-Jährige kommen, aber 78 über
60-Jährige.
1. Zur Bildungssituation der Jugend
Seit Jahren stabile Tendenz zu höheren Schulabschlüssen
Eine gute Schul- und Berufsausbildung ist für die Chancen auf dem Arbeitsmarkt seit jeher wichtig. Schon heute zeigt sich in Deutschland in bestimmten Bereichen ein Fachkräftemangel. Er könnte sich zuspitzen, wenn die Gruppe der potenziellen Arbeitnehmer kleiner wird. Deshalb ist es für die Volkswirtschaft umso entscheidender, dass die künftig verfügbaren Arbeitskräfte gut ausgebildet sind. Diese Grundlagen müssen bei den zukünftigen Arbeitnehmern, also der heutigen Jugend, gelegt werden:
Im Jahr 2004 haben insgesamt gut 986 300 Schülerinnen und Schüler in Deutschland einen Abschluss an allgemein bildenden Schulen gemacht. Davon haben 419 800 einen Realschulabschluss erworben, 246 200 einen Hauptschulabschluss, 226 400 die allgemeine Hochschulreife und 11 700 die Fachhochschulreife; 82 200 oder 8% der Schülerinnen und Schüler blieben ohne Abschluss. Junge Menschen nutzen verstärkt die Möglichkeit, allgemein bildende Abschlüsse an beruflichen Schulen nachzuholen. So erwarb 2004 fast die Hälfte (41 900) der Absolventen ohne Hauptschulabschluss diesen nachträglich an einer beruflichen Schule. Neben den insgesamt 238 100 Absolventen mit Hochschul- und Fachhochschulreife aus allgemein bildenden Schulen erreichten noch 148 800 Jugendliche diese Abschlüsse an beruflichen Schulen. Weitere 79 350 junge Menschen holten dort ihren Realschulabschluss nach.
Damit setzt sich ein schon länger zu beobachtender Trend fort: Seit Jahren streben immer mehr junge Menschen im Vergleich zu früheren Generationen einen höheren Schulabschluss an. Die Ergebnisse des Mikrozensus 2005 zeigen, dass die junge Generation im Vergleich zur Bevölkerung insgesamt und zu den älteren Jahrgängen über höhere allgemeine Bildungsabschlüsse verfügt. So gaben 36% der 20- bis 25-Jährigen an, die Fachhochschul- oder Hochschulreife erreicht zu haben (1991 waren dies 25%) gegenüber 22% der Bevölkerung insgesamt (1991: 15%); von den älteren Menschen ab 55 Jahren haben weniger als 20% einen solchen Abschluss. Umgekehrt haben knapp 42% der Bevölkerung insgesamt einen Haupt- oder Volksschulabschluss erreicht, aber nur 22% der 20- bis 25-Jährigen; von den 55- bis 60-Jährigen hat etwa die Hälfte die Hauptschule abgeschlossen.
Leichter Rückgang bei Jugendlichen ohne schulischen Abschluss
Neben der Tendenz zu höheren Abschlüssen gibt es im Bildungsbereich aber auch Entwicklungen, die in der Zukunft negative Folgen haben können. So verließ jeder zwölfte Jugendliche die Schule im Jahr 2004 ohne einen allgemein bildenden Abschluss. Vor allem ausländische Schülerinnen und Schüler sind betroffen: Während 18,1% der ausländischen Jugendlichen 2004 keinen Abschluss erhielten, waren es 7,4% der deutschen Altersgenossen. 1992 verließen 8,2% der Jugendlichen die Schule ohne Abschluss, bis 2001 stieg dieser Anteil auf fast jeden zehnten Abgänger (9,6%) an. Seither ist der Anteil der Schülerinnen und Schüler, die ohne einen allgemein bildenden Abschluss von der Schule abgehen, auf 8,4% im Jahr 2004 leicht gesunken.
Problematische Lehrstellen-Bilanz seit 2002
Trotz des von Wissenschaftlern prognostizierten und von vielen Unternehmen befürchteten künftigen Fachkräftemangels suchen viele Schulabgänger in Deutschland vergeblich eine Lehrstelle. Angebot und Nachfrage bei Ausbildungsplätzen haben sich seit 1995 uneinheitlich entwickelt. Nur in den Jahren 1995, 2000 und 2001 überstieg die Zahl der angebotenen Ausbildungsplätze die Nachfrage der Bewerber. Seit 2002 gab es immer mehr Bewerber als Plätze. Parallel dazu ist die Anzahl der Absolventen allgemein bildender Schulen seit 1995 nahezu kontinuierlich um ingesamt rund 14% gestiegen. Am Ende des Vermittlungsjahres 2004/05 standen den 591 100 jungen Menschen, die einen Ausbildungsplatz suchten, nur 562 800 Angebote gegenüber. Am 30. September 2005 gab es noch 12 600 offene Ausbildungsplätze und trotz überbetrieblicher Ausbildungsangebote und schulischer Bildungsgänge 40 900 junge Menschen, die keinen Ausbildungsplatz gefunden haben. Insgesamt wurden im Kalenderjahr 2005 559 061 Ausbildungsverträge in Deutschland abgeschlossen. Das waren 2,3% weniger als noch 2004.
In einer Ausbildung befanden sich im Jahr 2005 insgesamt rund 1,55 Millionen junge Menschen in Deutschland. Das waren 0,7% oder 10 600 weniger als 2004. Von allen Berufen war im Jahr 2005 die Ausbildung zum Kraftfahrzeugmechatroniker die am häufigsten gewählte; insgesamt 76 000 Auszubildende erlernten diesen Beruf. Knapp 75 000 dieser Azubis waren junge Männer. Damit lernten 8% aller männlichen Lehrlinge im Jahr 2005 den Beruf des Kraftfahrzeugmechatronikers. Der am häufigsten gewählte Beruf der weiblichen Auszubildenden war Bürokauffrau: 43 000 junge Frauen oder 7% aller weiblichen Auszubildenden absolvierten eine entsprechende Ausbildung.
Der schon bei den Schulen zu beobachtende Trend, dass ausländische Schüler im Durchschnitt verglichen mit deutschen Altersgenossen niedrigere Abschlüsse erreichen, setzt sich auf dem Ausbildungsmarkt fort. Von 1,55 Millionen Auszubildenden im Jahr 2005 hatten 67 600 oder 4,4% eine ausländische Staatsangehörigkeit. Der Ausländeranteil an allen Absolventen allgemein bildender Schulen lag im Jahr zuvor, 2004, dagegen bei 8,6%. Ersichtlich haben junge Ausländer auf dem Ausbildungsmarkt geringere Chancen als ihre deutschen Altersgenossen.
Nach repräsentativen Untersuchungen ist die Chance, eine qualifizierte Ausbildung zu erreichen, für deutsche Jugendliche ohne Migrationshintergrund doppelt so hoch wie für ausländische Jugendliche – selbst bei gleicher Fachleistung. Der Anteil der Personen mit Migrationshintergrund (Ausländer, Spätaussiedler, Eingebürgerte) liegt bei der Altersgruppe der unter 25-Jährigen bei 27,2%.
Immer mehr junge Menschen haben die Möglichkeit zu studieren
Für Anzahl und Qualifikation zukünftiger Fachkräfte ist besonders das Studium junger Menschen von zentraler Bedeutung. In Deutschland lag die Studienberechtigtenquote 2004 bei 42%. Das ist der Anteil der Abiturienten an allen Gleichaltrigen (18- bis 20-Jährige) in der Bevölkerung. Nach der Zielvorgabe des Wissenschaftsrates soll der Anteil der Abiturientinnen und Abiturienten eines Alterjahrgangs auf 50% gesteigert werden. Die Studienberechtigtenquote ist in den letzten Jahren bereits deutlich um 9 Prozentpunkte gestiegen: 1993 erwarben erst knapp 33% aller Schulabgänger eine allgemeine Hochschulreife oder eine Fachhochschulreife. Allerdings nehmen nicht alle zum Studium berechtigten Absolventinnen und Absolventen ein Studium auf. Von den studienberechtigten Schulabgängern des Jahrgangs 2000 haben sich bis 2004 knapp drei Viertel (73%) für ein Hochschulstudium entschieden.
Die Zahl der Ersteinschreibungen ist innerhalb der letzten zehn Jahre deutlich gestiegen: Die Studienanfängerquote, also der Anteil der Studienanfänger an der altersspezifischen Bevölkerung, lag im Jahr 2004 bei 37%, das waren rund 7 Prozentpunkte mehr als vor zehn Jahren. Studienanfänger an deutschen Hochschulen waren 2004 im Durchschnitt 22,1 Jahre alt.
Insgesamt waren an den deutschen Hochschulen im Wintersemester 2004/2005 1,96 Millionen Studierende eingeschrieben und somit 3% weniger als im Wintersemester zuvor. Der Rückgang ist vor allem auf die Einführung von Gebührenregelungen in Hessen und Nordrhein-Westfalen zurückzuführen, die dort zu erheblichen Rückgängen bei den Langzeit- und Zweitstudierenden geführt haben. Die am stärksten besetzten Studienfächer waren im Wintersemester 2004/2005 Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften: 31% aller Studierenden hat sich in einem Fach aus diesem Bereich eingeschrieben. An zweiter Stelle lagen Sprach- und Kulturwissenschaften (21%) vor der Fächergruppe Mathematik/Naturwissenschaften (18%). Von allen Studienanfängern im Jahr 2004 schrieben sich 12% für ein Bachelorstudium und 2% für ein Masterstudium ein. Diese in Deutschland relativ neuen Studienabschlüsse sind vor fünf Jahren eingeführt worden.
2. Zur Erwerbssituation der Jugend
Die Jugendarbeitslosigkeit ist ein europäisches Problem
Will man die Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland mit der in anderen Ländern vergleichen, muss man die Ergebnisse der Erhebung nach dem Konzept der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) betrachten. Das ILO-Konzept berücksichtigt anders als die Bundesagentur für Arbeit zum Beispiel auch Schüler und Studenten, die zwar nicht bei der Bundesagentur als arbeitslos gemeldet sind, aber einen Job suchen. Nach internationaler Definition lag im
zweiten Quartal 2006 die Jugenderwerbslosenquote, also die der 15- bis 24-Jährigen, in Deutschland bei 15,2%. Ein Jahr zuvor, im zweiten Quartal 2005, hatte der Anteil der Erwerbslosen an allen Erwerbspersonen in diesem Alter noch bei 16,8% gelegen.
Die Jugenderwerbslosigkeit ist ein europäisches Problem. Im Durchschnitt der 25 Mitgliedstaaten der Europäischen Union lag die Jugenderwerbslosenquote im zweiten Quartal 2006 höher als in Deutschland – nämlich bei 17,3%. Am stärksten betroffen waren Polen mit 33,7% und die Slowakei mit 27,9%, aber auch in Finnland suchte mehr als ein Viertel (26,0%) der arbeitswilligen jungen Menschen vergeblich nach einer Tätigkeit. Deutlich besser waren die Aussichten für die 15- bis 24-Jährigen in einigen Nachbarländern: In den Niederlanden lag die Jugendarbeitslosigkeit bei 6,4%, in Dänemark bei 7,2% und damit nur etwa halb so hoch wie in Deutschland. Auch in Österreich war die Jugendarbeitslosigkeit mit 8,7% deutlich niedriger als hierzulande.
3. Zur Lebenssituation der Jugend
Immer mehr Jugendliche wachsen bei Alleinerziehenden und Lebensgemeinschaften auf
Die Lebensgewohnheiten der jungen Menschen in Deutschland verändern sich. So wachsen anteilig immer weniger Jugendliche bei verheirateten Ehepaaren, sondern bei Alleinerziehenden oder Lebensgemeinschaften auf. Im Jahr 2005 lebten in diesen alternativen Familienformen 880 000 der 3,8 Millionen Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren, das ist ein Anteil von 23%. 1996 lebten nur 17% der Jugendlichen in alternativen Familienformen. Die Zahl der 14- bis
17-Jährigen, die von allein erziehenden Müttern und Vätern betreut werden, stieg seit 1996 um 200 000 auf 696 000 im Jahr 2005. Damit wuchsen 2005 gut 18% der Jugendlichen bei Alleinerziehenden auf. Nach wie vor wachsen Jugendliche allerdings am häufigsten in einer traditionellen Familie auf: 2005 zogen Ehepaare 77% oder 2,9 Millionen der in Familien lebenden 14- bis 17-Jährigen groß.
Junge Erwachsene entscheiden sich immer häufiger für das Alleinleben
Der Anteil der allein lebenden jüngeren Bevölkerung im Alter von 20 bis unter 35 Jahren ist deutlich gestiegen: Lebten im Jahr 1991 noch 15% dieser Altersgruppe alleine in einem Haushalt, so waren es 2004 bereits 22%. Andererseits lebt ein großer Teil der jungen Menschen nach wie vor im Elternhaus und das auch zum beachtlichen Teil noch mit Mitte 20. Vor allem ein großer Anteil der Söhne scheint das „Hotel Mama“ zu schätzen. So wohnte 2004 mit 24 Jahren immer noch fast die Hälfte, nämlich 47%, der männlichen Bevölkerung dieses Alters, als „lediges Kind“ im Elternhaus. Bei den jungen Frauen lag der Anteil 2004 bei 44%. Mit 30 Jahren wohnten von allen Söhnen dieses Alters noch 14% und mit 40 Jahren immerhin noch 5% bei den Eltern. Auch in diesem Alter waren die Anteile der Frauen geringer: Mit 30 Jahren gehörten lediglich 5% und mit 40 Jahren nur noch 1% der Frauen als "lediges Kind" dem elterlichen Haushalt an.
Mit der Eheschließung und dem Nachwuchs warten junge Menschen länger als früher
Junge Erwachsene in Deutschland wählen neben der Ehe zunehmend andere Formen des Zusammenlebens. So stieg seit 1996 die Zahl der nicht ehelichen Lebensgemeinschaften von 1,8 Millionen auf 2,4 Millionen in 2004 an. Der Anteil der Paare, bei denen beide unter 35 Jahre alt sind, betrug 2004 bei den nicht ehelichen Lebensgemeinschaften 40%.
Daneben steigt seit Beginn der 1970er Jahre auch das Heiratsalter für Ledige oder erstmals Heiratende in Deutschland kontinuierlich an: Männer, die im Jahr 1971 eine Ehe eingingen, waren im Durchschnitt 25 Jahre alt, Frauen knapp 23 Jahre. 1990 waren Männer bei der Eheschließung knapp 28 Jahre, Frauen knapp 26 Jahre alt. Der Trend hält bis heute an: Im Jahr 2004 waren ledige Männer im Durchschnitt 32 Jahre und ledige Frauen 29 Jahre alt, als sie die Ehe vor einem Standesamt schlossen. Im Unterschied zu früher hält der „Bund fürs Leben“ heute seltener ein Leben lang. Bleiben die durchschnittliche Ehedauer und die heutige Scheidungshäufigkeit wie sie derzeit sind, so ist damit zu rechnen, dass im Laufe von 25 Jahren 42% der Ehepaare wieder geschieden werden – oder andersherum: 58% verheiratet bleiben.
Angestiegen ist in den zurückliegenden Jahren auch das durchschnittliche Alter verheirateter junger Mütter bei der Geburt des ersten Kindes in der Ehe. 1970 waren Frauen im früheren Bundesgebiet bei der Entbindung des ersten Nachwuchses im Durchschnitt 24 Jahre alt. 1990 lag das durchschnittliche Alter der Mütter bei der Geburt des ersten Kindes in den alten Bundesländern bei knapp 27 Jahren. Im wiedervereinigten Deutschland setzte sich diese Entwicklung fort: Im Jahr 2004 lag das durchschnittliche Alter verheirateter junger Mütter bei der Geburt des ersten Kindes bei knapp 30 Jahren.
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Version: 2.25.5 / 20.10.2008