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Pressemitteilung Nr.417 vom 04.11.2009


Bevölkerung in Deutschland Ende März 2009 unter 82 Millionen


WIESBADEN – Im ersten Quartal 2009 ist die Zahl der Einwohner im wiedervereinigten Deutschland unter die 82-Millionen-Grenze gefallen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, lag die Zahl der Einwohner nach vorläufigen Ergebnissen am 31. März 2009 bei 81,9 Millionen. Zu Jahresbeginn hatte die Bevölkerungszahl rund 82,0 Millionen betragen. Im Jahr davor waren es am Ende des ersten Quartals 2008 noch 82,1 Millionen Personen.

Kurz nach der Wiedervereinigung Ende 1990 hatte Deutschland 79,8 Millionen Einwohner. Aufgrund der hohen Zuwanderung in Folge der Öffnung der osteuropäischen Länder und des Bürgerkriegs in Jugoslawien stieg die Einwohnerzahl rapide auf 82,0 Millionen Einwohner im Jahr 1996 an. Der höchste Bevölkerungsstand wurde 2002 mit 82,5 Millionen Einwohnern erreicht. Seitdem geht die Bevölkerung kontinuierlich zurück, da es mehr Sterbefälle als Geburten gibt und die rückläufige Zuwanderung, anders als in den 1990er Jahren, das Geburtendefizit nicht ausgleichen kann.  

Die Bevölkerungszahl ging zwischen März 2008 und März 2009 um 260 000 Personen zurück (– 0,3% der Bevölkerung). Dies ist ein deutlich größerer Rückgang als der zwischen März 2007 und März 2008 (– 124 000 Personen, – 0,2%) sowie in den Jahren davor. Hintergrund sind die verzeichneten hohen Fortzugszahlen, die jedoch teilweise auf die Bereinigung der Melderegister zurückzuführen sind: Wegen der bundesweiten Einführung der Steuer-Identifikationsnummer für jeden Bundesbürger werden seit 2008 umfangreiche Bereinigungen der Melderegister vorgenommen, die zu zahlreichen Abmeldungen von Amts wegen führen. In welchen Umfang der Rückgang der Bevölkerungszahlen auf die Bereinigungen zurückzuführen ist, kann nicht quantifiziert werden.

Eine abnehmende Bevölkerungszahl war in allen Bundesländern außer den Stadtstaaten Berlin und Hamburg zu verzeichnen. Da die Bereinigungen noch nicht überall abgeschlossen sind, können weitere Rückgänge in den kommenden Monaten – auch in den Stadtstaaten – nicht ausgeschlossen werden. Vor allem die östlichen Bundesländer waren, bezogen auf die dort lebende Bevölkerung, zwischen März 2008 und März 2009 von sinkenden Bevölkerungszahlen betroffen: Sachsen-Anhalt (– 1,3%), Mecklenburg-Vorpommern (– 1%), Thüringen (– 0,9%) sowie Sachsen (– 0,7%).

Bevölkerungsrückgänge dieser Größenordnung sind allerdings für diese Länder üblich. Auffällig sind dagegen die abnehmenden Bevölkerungszahlen in den Ländern Bayern, Baden-Württemberg sowie Schleswig-Holstein, in denen die Bevölkerung seit der Wiedervereinigung durchgehend gewachsen war. In den übrigen Bundesländern setzte sich der Rückgang der Bevölkerungszahlen, der zwischen 2007 und 2008 bereits beobachtet worden war, verstärkt durch die Bereinigung fort.
 
Bevölkerung nach Bundesländern

Land
Bevölkerung am ...
Veränderung
31.03.2007
31.03.2008
31.03.2009
2008 zu 2007
2009 zu 2008
insgesamt
Anzahl
%
Anzahl
%
Deutschland82 266 47182 142 13681 882 342– 124 335– 0,2– 259 794– 0,3
Baden-Württemberg10 739 68610 747 45610 744 383 7 7700,1– 3 0730,0
Bayern12 492 56812 516 67612 494 781 24 1080,2– 21 895– 0,2
Berlin3 404 7213 420 7863 429 525 16 0650,5 8 7390,3
Brandenburg2 544 1332 531 6972 517 726– 12 436– 0,5– 13 971– 0,6
Bremen 663 722 662 244 661 166– 1 478– 0,2– 1 078– 0,2
Hamburg1 757 0301 766 9451 775 333 9 9150,6 8 3880,5
Hessen6 071 9316 069 3336 060 841– 2 5980,0– 8 492– 0,1
Mecklenburg-Vorpommern1 689 9951 675 9581 659 023– 14 037– 0,8– 16 935– 1,0
Niedersachsen7 977 6127 963 2067 937 280– 14 406– 0,2– 25 926– 0,3
Nordrhein-Westfalen18 016 80517 977 81417 904 653– 38 991– 0,2– 73 161– 0,4
Rheinland-Pfalz4 050 5384 040 7464 020 917– 9 792– 0,2– 19 829– 0,5
Saarland1 041 7931 035 0901 027 700– 6 703– 0,6– 7 390– 0,7
Sachsen4 242 5034 211 5114 183 404– 30 992– 0,7– 28 107– 0,7
Sachsen-Anhalt2 435 0622 404 4622 373 485– 30 600– 1,3– 30 977– 1,3
Schleswig-Holstein2 833 2502 835 4612 830 889 2 2110,1– 4 572– 0,2
Thüringen2 305 1222 282 7512 261 236– 22 371– 1,0– 21 515– 0,9
Nachrichtlich       
Früheres Bundesgebiet
  (ohne Berlin-West)
65 644 93565 614 97165 457 943– 29 9640,0– 157 028– 0,2
Neue Länder
  (ohne Berlin-Ost)
13 216 81513 106 37912 994 874– 110 436– 0,8– 111 505– 0,9
Berlin3 404 7213 420 7863 429 525 16 0650,5 8 7390,3

  
Weitere Auskünfte gibt:
Claire Grobecker,
Telefon: (0611) 75-3178,
www.destatis.de/kontakt



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Version: 2.25.5 / 20.10.2008