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Klassifikationen

Wir stellen verschiedene Klassifikationen als Download zur Verfügung. Unter der Rubrik Klassifikationsserver verlinken wir auf Online Suchsysteme, die auf nationaler Ebene die Suche nach Wirtschaftszweigen der Klassifikation der Wirtschaftszweige , Ausgaben 2003 (WZ 2003) und 2008 ((WZ 2008), sowie nach Gütern des Güterverzeichnisses für Produktionsstatistiken, Ausgaben 2002 (GP 2002) und 2009 (GP 2009 erlauben. Informationen zu einer Vielzahl inter- und supranationaler Klassifikationen finden sich auf einem Klassifikationsserver, der vom Statistischen Amt der Europäischen Gemeinschaften (Eurostat) betrieben wird.

Über den Nutzen von Klassifikationen


Bei der Beobachtung von Massenerscheinungen, wie sie statistische Erhebungen darstellen, fällt stets eine Fülle von Daten an, die notwendigerweise auf geeignete Art verdichtet werden muss, um ihre Präsentation und Analyse zu erleichtern bzw. erst möglich zu machen. Voraussetzung hierfür ist das Vorliegen verbindlicher Einteilungen der zu beobachtenden ökonomischen, sozialen oder sonstigen Tatbestände. Nur durch die verbindliche Anwendung einer bestimmten Klassifikation und deren Klassifizierungsregeln wird erreicht, dass Einzeldaten – abgesehen davon, dass diese aus Geheimhaltungsgründen, stichprobentheoretischen Überlegungen oder aufgrund anderer Ursachen gar nicht zugänglich gemacht werden können – von den verschiedenen Nutzern statistischer Angaben einheitlich gruppiert werden.

Für verschiedene Fragestellungen werden unterschiedliche Klassifikationen entwickelt. Hierzu zählen Klassifikationen zur Gliederung wirtschaftlicher Aktivitäten, von Waren und Dienstleistungen, sozioökonomischen Merkmalen, Regionalangaben usw. Zum Teil liegen für die Gliederung derselben Art von Tatbeständen, z.B. von Waren, verschiedene Klassifikationen vor, die dem jeweiligen Erhebungszweck entsprechend konzipiert sind. So erfassen sowohl das Warenverzeichnis für die Außenhandelsstatistik als auch das Güterverzeichnis für Produktionsstatistiken im Wesentlichen physische Erzeugnisse, wegen unterschiedlicher Verwendungs- und Analysezwecke jedoch in anderer Gliederung.

Neben der einheitlichen Anwendung einer Klassifikation bei der Erhebung, Aufbereitung und Analyse statistischer Daten auf nationaler Ebene hat in den vergangenen Jahren die Verwendung international vergleichbarer Klassifikationen stark an Bedeutung gewonnen. Daher werden bei nationalen statistischen Erhebungen inzwischen häufig Klassifikationen verwendet, die verbindlich auf internationalen oder EU -weiten Vorgaben aufbauen oder es kommen sogar unmittelbar internationale Klassifikationen zum Einsatz.

Ihre Aufgabe kann eine Klassifikation nur dann erfüllen, wenn sie so aufgebaut ist, dass sie die zu untersuchende Realität wirklichkeitsgetreu widerspiegelt. Damit ist die Notwendigkeit verbunden, Klassifikationen von Zeit zu Zeit zu revidieren oder sogar durch eine völlig neue Gliederung zu ersetzen. Allerdings unterbrechen solche Änderungen zwangsläufig die Kontinuität von Zeitreihen und erschweren oder verhindern damit die langfristige Analyse struktureller Veränderungen. Es gilt also, die Vorteile einer solchen Revision – Anpassung an die ökonomische Entwicklung, den sozialen oder gesellschaftlichen Wandel oder den technischen Fortschritt – und deren Nachteile – Bruch von Zeitreihen sowie Umstellungsarbeit und -kosten bei der Erhebung, Aufbereitung und Veröffentlichung statistischer Daten – gegeneinander abzuwägen. Hierbei sind aufgrund der Abhängigkeit von entsprechenden Arbeiten auf internationaler Ebene die nationalen Entscheidungsspielräume aber sehr beschränkt.




Weitere Auskünfte gibt:
Herr Matthias Greulich

Telefon:  +49 611 75 2280


 
Frau Dr. Silke Gehle-Dechant

Telefon:  +49 611 75 3492


 

 

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Version: 2.25.5 / 20.10.2008