Geburtenrückgang und Verschiebungen in der Altersstruktur
Im Jahr 2006 wurden in Deutschland 672 724 Kinder geboren, das waren 4,8% weniger als 2003 und 12,7% weniger als 1999. Damit hat sich in diesen Jahren auch die Zahl der Kinder und Jugendlichen im Alter bis zu 18 Jahren verringert. Waren es 1999 knapp 15,7 Mill. Minderjährige, betrug ihre Zahl im Jahr 2006 nur 14,4 Mill.. Gegenüber 1999 war die Zahl um 8,2% gesunken. Der Rückgang bezog sich gleichermaßen auf beide Geschlechter.
Der demografische Wandel wird in den Veränderungen der Altersstruktur der Bevölkerung sichtbar: die Zahl der Kinder und Jugendlichen sinkt, demgegenüber steigt die Zahl der älteren Menschen. Im Jahr 1999 hatten die Minderjährigen noch einen Anteil von 19,1% an der Gesamtbevölkerung, im Jahr 2006 waren es 17,5%. Dabei gab es leichte geschlechtsspezifische Unterschiede: der Anteil der Jungen und jungen Männer an der männlichen Bevölkerung sank von 20,1% im Jahr 1999 auf 18,3% im Jahr 2006, beim weiblichen Geschlecht lagen die Anteile etwas niedriger. So betrug der Anteil der Mädchen und jungen Frauen an allen Frauen im Jahr 1999 18,2%, im Jahr 2006 noch 16,7%.
In der Folge dieser Entwicklung stiegen die Anteile der einzelnen Altersgruppen an der Gesamtzahl der Kinder und Jugendlichen im Jahr 2006 mit zunehmendem Alter. Während der Anteil der 15- bis 17-Jährigen fast 20% betrug, hatten die unter 3-Jährigen nur einen Anteil von 14%.
Unterschiedliche Familienformen
Im Jahr 2005 wuchsen deutschlandweit 77,6% der Kinder und Jugendlichen bei verheirateten Eltern auf, 6,6% in einer Lebensgemeinschaft und 15,1% bei einem allein erziehenden Elternteil. Ein geringer Anteil der Minderjährigen lebte in einem eigenen Haushalt oder in einer Gemeinschaftsunterkunft wie z.B. in einem Heim (0,7%).