Am 31.12.2008 hatte Deutschland rund 82 002 000 Einwohner. Das waren 216 000 bzw. 0,3% weniger als im Jahr davor. Die Entwicklung der Bevölkerungszahl ergibt sich aus der Bilanzierung der Geburten und Sterbefälle einerseits und der Wanderungsbewegungen (Zu- und Fortzüge über die Bundesgrenze) andererseits. Der Bevölkerungsrückgang in 2008 ist auf ein Geburtendefizit von 162 000 Personen in Kombination mit einem Abwanderungsverlust von 56 000 Personen zurückzuführen. Seit der Wiedervereinigung hat es in Deutschland jedes Jahr mehr Sterbefälle als Geburten gegeben. Die Bevölkerung nahm jedoch bis 2002 mit Ausnahme des Jahres 1998 aufgrund eines hohen Zuwanderungsüberschusses zu. In den Folgejahren konnte der Zuwanderungssaldo das Geburtendefizit nicht mehr ausgleichen.
In 2008 wurde zum ersten Mal seit der Wiedervereinigung ein negativer Wanderungssaldo ausgewiesen. Es ist aber zu beachten, dass die Zahl der ermittelten Fortzüge für 2008 aufgrund von Bereinigungen überhöht ist. Die Fortzugszahlen werden auf Basis von Angaben zu Abmeldungen bei den Meldebehörden ermittelt. Wegen der bundesweiten Einführung der persönlichen Steueridentifikationsnummer für alle Einwohner Deutschlands sind ab 2008 umfangreiche Bereinigungen der Melderegister auch in Form von zahlreichen Abmeldungen von Amts wegen vorgenommen worden, welche sich zum Teil in der Statistik widerspiegeln.
Der Bevölkerungsrückgang verteilte sich auf die neuen (-108 000 bzw. -0,8%) und auf die alten Bundesländer (-123 000 bzw. -0,2%). Nur Berlin verzeichnete einen Bevölkerungszuwachs von 15 000 Personen.
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Version: 2.25.5 / 20.10.2008