In allgemeinbildenden Schulen niedrigste Schülerzahl seit 1992
Im Schuljahr 2007/08 besuchten rund 9,2 Millionen Schülerinnen und Schüler allgemeinbildende Schulen in Deutschland. Das sind 1,8% oder 172 000 weniger als im Vorjahr. Damit ist die niedrigste Schülerzahl in allgemeinbildenden Schulen seit 1992 zu verzeichnen. In den neuen Bundesländern (einschließlich Berlin) setzte sich mit einer Abnahme von 4,4% (– 63 300 gegenüber dem Schuljahr 2006/07) der seit dem Schuljahr 1995/96 anhaltende Trend der zurückgehenden Schülerzahlen fort, während im früheren Bundesgebiet ein Rückgang der Schülerzahlen erst seit dem Schuljahr 2004/05 zu beobachten ist. Im Schuljahr 2007/08 betrug die Abnahme im früheren Bundesgebiet 1,4% (– 108 700) gegenüber dem Vorjahr. Die Anteile von Jungen und Mädchen sind in den Schularten verschieden. Besonders hohe Anteile von Jungen finden sich in Sonderschulen (63,2%) und Hauptschulen (56,0%). Dagegen sind Jungen und junge Männer in Gymnasien mit 46,7% unterrepräsentiert.
In Ostdeutschland weniger Schüler in beruflichen Schulen
Berufliche Schulen besuchten im Schuljahr 2007/08 rund 2,8 Millionen Schülerinnen und Schüler in Deutschland; das sind 0,8% oder 20 900 mehr als im Vorjahr. Dabei stand einer Zunahme der Schüler im früheren Bundesgebiet von 1,8% (+ 38 900) ein Rückgang in den neuen Bundesländern (einschließlich Berlin) von 3,1% (– 18 000) gegenüber. Diese Entwicklung dürfte vor allem demographisch bedingt sein: Der zu Beginn der 90er Jahre einsetzende Geburtenrückgang in den neuen Ländern hat entsprechend rückläufige Absolventenzahlen der allgemeinbildenden Schulen und damit auch der Anfänger in beruflichen Schulen zur Folge. Von den Schülern in beruflichen Schulen sind 55% junge Männer. Ihr Anteil ist gegenüber dem Schuljahr 2006/07 nahezu unverändert geblieben. Die Spanne des Männeranteils reicht in den einzelnen Schularten von 41% in Berufsfachschulen bis zu 70% in Berufsgrundbildungsjahr in vollzeitschulischer Form.