Gesundheit
Niemals zuvor hatte Gesundheit einen so hohen Stellenwert wie heute. Das Auftreten neuer Krankheiten, ein zunehmendes Gesundheitsbewusstsein in der Bevölkerung und Fragen der Finanzierbarkeit von Gesundheitsleistungen haben das Gesundheitswesen in den letzten Jahren zunehmend in den Mittelpunkt öffentlichen Interesses gerückt. Mit dem Interesse stieg auch der Bedarf an aufeinander abgestimmten statistischen Informationen an. Der Informationsbedarf ist dabei insbesondere vor dem Hintergrund der komplexen institutionellen Struktur des deutschen Gesundheitswesens offenkundig geworden.
Das Informationssystem der Gesundheitsberichterstattung des Bundes trägt diesem Interesse auf sehr nutzerfreundliche Art und Weise Rechnung. Es führt alle relevanten Informationen aus dem Gesundheitsbereich in einer gemeinsamen Datenbank zusammen und macht sie online recherchierbar. Die Daten können zum Teil individuell gestaltet und zum Weiterverarbeiten herunter geladen werden. Aussagekräftige Kennziffern stehen im Mittelpunkt, erläuternde Texte und Grafiken runden das Angebot des Informationssystems ab. Die Pflege und Weiterentwicklung des Systems ist Aufgabe des Statistischen Bundesamtes. Es arbeitet im Rahmen der Gesundheitsberichterstattung des Bundes eng mit dem Robert Koch-Institut in Berlin zusammen.
Zentraler Bestandteil des Online-Informationssystem der Gesundheitsberichterstattung des Bundes sind die Gesundheitsinformationen, die die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder in ihren Statistiken aufbereiten.
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Als Gesundheitsausgaben werden sämtliche gesundheitsbezogenen Ausgaben eines Berichtsjahrs bezeichnet. Diese Ausgaben werden nach Ausgabenträgern (öffentliche Haushalte, gesetzliche und private Versicherungen, Arbeitgeber sowie private Haushalte und private Organisationen ohne Erwerbszweck), Leistungsarten (ärztliche Leistungen, pflegerische und therapeutische Leistungen, Waren etc.) und Einrichtungen (Arztpraxen, Krankenhäuser etc.) dargestellt.
Das Gesundheitspersonal umfasst alle im Sektor Gesundheitswesen Tätigen. Die Beschäftigten werden nach Alter, Geschlecht, Beruf, Einrichtung und Art der Beschäftigung differenziert betrachtet. Mit der Gesundheitspersonalrechnung wurde gleichzeitig die Möglichkeit geschaffen, die Angaben zum Beschäftigungsumfang direkt mit den Ergebnissen der Gesundheitsausgabenrechnung in Beziehung zu setzen.
Die Krankheitskosten zeigen, wie stark die deutsche Volkswirtschaft durch bestimmte Krankheiten und deren Folgen belastet wird. Methodisch knüpft sie an die Ergebnisse der Gesundheitsausgabenrechnung an. Als Schnittstelle dienen die verschiedenen im Gesundheitswesen tätigen Einrichtungen. Die dort im Zusammenhang mit der medizinischen Behandlung einer Patientin/eines Patienten erfassten Ressourcen werden in einem mehrstufigen Verfahren Top-Down den hinter diesen Behandlungsanlässen stehenden Krankheiten zugeordnet. Die in Anspruch genommenen Leistungen werden dabei gleichzeitig nach Alter und Geschlecht gegliedert.
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Informationen zum allgemeinen Gesundheitszustand der Bevölkerung sowie zum Gesundheitsverhalten liefert der Mikrozensus. Im Rahmen dieser jährlichen Haushaltsbefragung werden in mehrjährigem Abstand auch Fragen zum Gesundheitszustand, zum Rauchverhalten und zu Körpermaßen gestellt. Aufgrund des gleichzeitig erhobenen umfassenden sozioökonomischen Fragenkatalogs bietet der Mikrozensus Auswertungsmöglichkeiten zu vielfältigen Fragestellungen.
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Fragen zur Gesundheit im Mikrozensus
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Seit 1991 stehen für alle Bundesländer vergleichbare Daten für die Krankenhäuser und Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen zur Verfügung. Die Grunddaten weisen im Wesentlichen die personelle und sachliche Ausstattung der Krankenhäuser und Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen am 31.12. jeden Jahres sowie die Patientenbewegungen als Zu- und Abgänge während des Berichtsjahres nach. Ab dem Berichtsjahr 1993 werden jährlich Daten zu den Krankenhausaufenthalten der vollstationären Patientinnen und Patienten erhoben. Diese Daten umfassen unter anderem die Hauptdiagnose der vollstationär Behandelten, Geburtsmonat und -jahr, Geschlecht, Zugangs- und Abgangsdatum, Behandlungs- und Wohnort sowie die Angabe, ob im Zusammenhang mit der Hauptdiagnose eine Operation durchgeführt wurde. Im dritten Themenkomplex dieser Statistik - dem Kostennachweis - werden die Selbstkosten der Krankenhäuser nach Hauptkostenarten erhoben. Die fallpauschalenbezogene Krankenhausstatistik (DRG-Statistik) ergänzt seit 2005 die Diagnosestatistik insbesondere um Angaben zu Operationen und medizinischen Prozeduren sowie abgerechneten Fallpauschalen der vollstationär versorgten Patientinnen und Patienten.
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Die Erhebungen zur Bundesstatistik über Schwangerschaftsabbrüche finden mit einer vierteljährlichen Periodizität statt. Jeweils zum Ende eines Quartals haben die Inhaber der Arztpraxen und die Leiter der Krankenhäuser, in denen die Eingriffe durchgeführt werden, die durchgeführten Schwangerschaftsabbrüche dem Statistischen Bundesamt direkt zu melden.
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In der Todesursachenstatistik werden alle Sterbefälle der Wohnbevölkerung Deutschlands nach der zugrunde liegenden Todesursache ausgewiesen. Durch die Integration der Todesursachenstatistik in die Statistik der natürlichen Bevölkerungsbewegung wird für jeden Sterbefall eine enge Verzahnung der medizinischen und der demografischen Informationen ermöglicht. Für Auswertungen stehen dadurch neben der Todesursache auch die Angaben zum Alter, Geschlecht, Familienstand und zur Nationalität der Verstorbenen sowie bei Säuglingssterbefällen zum Geburtsgewicht und zur Legitimität zur Verfügung. Ziel der Statistik ist die Abbildung der gesundheitlichen Lage der Bevölkerung sowie die Gewinnung von Anhaltspunkten, durch welche präventiven und medizinisch-kurativen Maßnahmen die Lebenserwartung der Bevölkerung erhöht werden kann. Da die Todesursachenstatistik die am weitesten zurückreichende medizinische Statistik ist, kommt der Betrachtung von zeitlichen Entwicklungen und regionalen Unterschieden der todesursachenspezifischen Sterblichkeit besondere Bedeutung zu.
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