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Gemeinschaftsstatistik über Einkommen und Lebensbedingungen (EU-SILC)

LEBEN IN EUROPA 2010: Ergebnisse für Hauptindikatoren

Ergebnisse aus LEBEN IN EUROPA 2010 zeigen, dass im Jahr 2009 15,6% der Bevölkerung in Deutschland armutsgefährdet waren. Die Armutsgefährdungsquote ist nach EU-Definition der Anteil der Personen, der mit weniger als 60% des mittleren Einkommens der gesamten Bevölkerung auskommen muss.
Für LEBEN IN EUROPA 2010 wurden in Deutschland 13 079 private Haushalte sowie 23 531 Personen ab 16 Jahren in diesen Haushalten befragt. Referenzjahr für die Ermittlung der Armutsgefährdungsquote ist bei LEBEN IN EUROPA jeweils das dem Erhebungsjahr vorausgegangene Jahr (hier: 2009).
Allein lebende Personen waren nach EU-Definition dann armutsgefährdet, wenn sie weniger als 11 278 Euro (oder 940 Euro monatlich) zum Leben hatten. Ein Haushalt mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern unter 14 Jahren war bei einem verfügbaren Jahreseinkommen von weniger als 23 684 Euro (oder 1 974 Euro monatlich) armutsgefährdet. Das hier genannte verfügbare Einkommen ist ein Nettoäquivalenzeinkommen, das sich aus dem gesamten Haushaltsnettoeinkommen durch Bedarfsgewichtung je nach Zusammensetzung des Haushalts ergibt. Näheres dazu finden Sie in den "Begriffserläuterungen für den Bereich LEBEN IN EUROPA". Durch Zahlung staatlicher Transferleistungen verringert sich die Armutsgefährdungsquote der Bevölkerung erheblich: Bundesweit lag die Armutsquote vor Sozialtransfers (außer Pensions- und Rentenzahlungen) bei 24,2% (nach Sozialtransfers: 15,6%).

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Version: 2.25.5 / 20.10.2008