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Zeitbudgeterhebung

Die Vorarbeiten für eine neue Zeitbudgeterhebung in 2012/13 haben begonnen. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, das die Ergebnisse für unterschiedliche Fachaufgaben benötigt, beteiligt sich wieder an der Finanzierung. Mit Ergebnissen ist in 2015 zu rechnen. 
Auf seiner diesjährigen Tagung hat der Statistische Beirat die Durchführung einer neuen Zeitbudgeterhebung ausdrücklich begrüßt und die Zeitbudgeterhebung zum Thema seiner diesjährigen Pressemitteilung „Wo bleibt die Zeit? Statistischer Beirat begrüßt geplante Zeitbudgeterhebung“ vom 28.06.2011 gemacht. Damit betont er die Relevanz dieser Erhebung und würdigt auch das Ergebnis der Arbeitsgruppe, die den Nutzerbedarf und die Machbarkeit im Vorfeld untersucht hat. 

Unbezahlte Arbeit

Von den unbezahlten Arbeiten nimmt die „Haus- und Gartenarbeit“ die weitaus meiste Zeit in Anspruch. Bei Frauen (63%) allerdings deutlich mehr als bei Männern (46%). Darunter sind wiederum das Kochen und Spülen (bei Frauen 24%; bei Männern 14%) und die Reinigung von Haus bzw. Wohnung (bei Frauen 18%; bei Männern 15% der Zeiten für unbezahlte Arbeit) die zeitaufwändigsten Tätigkeiten. Weiterhin gehören auch die Wäsche- sowie die Tier- und Pflanzenpflege zur Haus- und Gartenarbeit.
Auch das Einkaufen und die Haushaltsorganisation nehmen viel Zeit in Anspruch: Bei den Männern 26%, bei den Frauen 20%. Haus- und Gartenarbeit, Einkaufen und die Haushaltsorganisation bedeuten damit bei den Frauen 83% und bei den Männern 71% der unbezahlten Arbeit. Von der Zeit, die Männer insgesamt für unbezahlte Arbeit aufwenden, benötigen sie 7% für die Betreuung und Pflege von Kindern oder erwachsenen Haushaltsmitgliedern, bei Frauen ist dies ein Anteil von 10%. 
Ehrenamtliche Tätigkeiten und informelle Hilfeleistungen haben mit durchschnittlich 6% einen geringeren Anteil an den unbezahlten Arbeiten, die Frauen leisten. Bei Männern zeigt sich ein anderes Bild: Bei ihnen machen diese Aufgaben mit 12% einen doppelt so hohen Anteil an der unbezahlten Arbeit aus wie bei den Frauen. 
Männer und Frauen ab 65 Jahren verwendeten nach den Ergebnissen der letzten Zeitbudgeterhebung mehr Zeit für ehrenamtliche Aufgaben, Hilfeleistungen für andere Haushalte - wie zum Beispiel Kinderbetreuung oder Nachbarschaftshilfe - sowie für die Teilnahme an politischen oder sozialen Veranstaltungen als jüngere Menschen.

Männer ab 65 Jahren engagierten sich im Schnitt mehr als vier Stunden pro Woche für diese Tätigkeiten, bei ihren Altersgenossinnen waren es etwa dreieinhalb Stunden pro Woche. Der entsprechende Zeitaufwand bei den jüngeren Menschen bis 65 Jahre betrug etwa zweieinhalb Stunden sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen.

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Version: 2.25.5 / 20.10.2008