Die Methodenberichte informieren über neue mathematisch-statistische Methoden, die zur Lösung aktueller Aufgaben der amtlichen Statistik entwickelt worden sind.
Es handelt sich schwerpunktmäßig um die Aufgabenfelder Stichprobenplanung und -analyse, Komponentenzerlegung von ökonomischen Zeitreihen sowie Sicherung der statistischen Geheimhaltung bei Einzeldaten und in Tabellen. In jedem Heft der Schriftenreihe wird ein aktuelles Thema behandelt. Jährlich werden in unregelmäßiger Folge ein bis zwei Hefte veröffentlicht.
Heft 3/2004: Komponentenzerlegung und Saisonbereinigung ökonomischer Zeitreihen mit dem Verfahren BV4.1
Schriftenreihe Methodenberichte. Als Hilfsmittel zur Begutachtung der konjunkturellen Lage veröffentlicht das Statistische Bundesamt für eine Vielzahl ökonomischer Zeitreihen u.a. die Ergebnisse von Zeitreihenanalysen nach dem Berliner Verfahren. In diesem Heft werden die mathematischen Modelle und Schätzmethoden der neuesten Verfahrensversion BV4.1 ausführlich beschrieben. BV4.1 ist eine Weiterentwicklung des Verfahrens BV4, das in der deutschen amtlichen Statistik über 20 Jahre erfolgreich eingesetzt wurde. Gegenüber der Vorgängerversion unterscheidet sich BV4.1 insbesondere durch methodische Verbesserungen bei der Identifizierung und Schätzung von Ausreißern in den Zeitreihen und bei der Schätzung der Kalenderkomponente.
Außerdem werden in der Veröffentlichung die Leistungsmerkmale der Software zu BV4.1 beschrieben die vom Statistischen Bundesamt allen Interessierten kostenfrei zur Verfügung gestellt wird.
Heft 2/2002: Das Stichprobenverfahren der Testerhebungen für einen registergestützten Zensus
Mit den Testerhebungen wird geprüft, ob sich ein Methodenwechsel von der herkömmlichen Volkszählung zu einem Zensus realisieren lässt, der sich insbesondere auf vorhandene Daten aus den Einwohnermelderegistern der Gemeinden und aus den erwerbsstatistischen Registern der Bundesanstalt für Arbeit sowie auf eine postalische Befragung der Gebäudeeigentümer stützt. Dargestellt werden der Auswahlplan, das Hochrechnungsverfahren und die Methode zur Abschätzung der Zufallsfehler für die verschiedenen Stichprobenerhebungen, mit denen u.a. die Qualität der benutzten Register und der geplanten Verfahren durch Befragungen vor Ort kontrolliert wird.
Heft 1/2001: Das Stichprobenverfahren der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 1998
Das erste Heft der neuen Schriftenreihe Methodenberichte beschreibt ausführlich das neu entwickelte Stichprobenverfahren der Einkommens -und Verbrauchstichprobe 1998 und die bei seiner Anwendung aufgetretenen Probleme. Das besondere innovative Element des Stichprobendesigns dieser Erhebung ist das von Professor Merz (Universität Lüneburg) entwickelte Hochrechnungsverfahren nach dem Prinzip des minimalen Informationsverlustes, das in der Gruppe Mathematisch-statistische Methoden des Statistischen Bundesamtes in die Stichprobenpraxis umgesetzt worden ist.
Version: 2.25.5 / 20.10.2008