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Qualitätsberichte

Das Statistische Bundesamt bietet seit dem Jahr 2005 zu allen Bundesstatistiken Qualitätsberichte an. Dieses Medium stellt den Nutzerinnen und Nutzern in einheitlicher Form Informationen zu den verwendeten Methoden und Definitionen sowie zur Qualität statistischer Ergebnisse zur Verfügung. Darüber hinaus enthalten die Qualitätsberichte Hinweise zu weiterführenden Veröffentlichungen und Kontaktmöglichkeiten. Diese Zusatzinformationen dienen dazu, Daten sachgerecht interpretieren und die Aussagefähigkeit der ermittelten Daten besser einschätzen zu können.

Dem Konzept der Qualitätsberichte liegen der Qualitätsbegriff des Europäischen Statistischen Systems (ESS) und die Grundsätze zur Qualität statistischer Produkte nach dem Verhaltenskodex für Europäische Statistiken. Die Qualitätsberichte zu den Bundesstatistiken verwenden dabei die folgenden Qualitätsmerkmale:

Zweck und Ziele der Statistik

Die Bereitstellung statistischer Informationen muss sich am Bedarf der Nutzerinnen und Nutzer orientieren. Je genauer die statistischen Informationen diesem Bedarf entsprechen, desto besser erfüllen sie den Zweck und die Ziele der Statistik. Das ESS bezeichnet dieses Qualitätsmerkmal auch mit dem Begriff "Relevanz".

Genauigkeit

Statistische Ergebnisse stimmen im Allgemeinen nicht exakt mit den "wahren" Werten der Realität überein. Bei statistischen Erhebungen ist der so genannte Gesamtfehler ein wichtiges Maß für die Genauigkeit. Dieser Gesamtfehler ist die Abweichung zwischen dem Erhebungsergebnis und dem unbekannten wahren Wert der jeweiligen Grundgesamtheit. Unterschieden werden in der Regel stichprobenbedingte Fehler und nicht-stichprobenbedingte Fehler.

Aktualität und Pünktlichkeit

Die meisten Nutzerinnen und Nutzer der amtlichen Statistik sind an aktuellen Daten interessiert. Die Aktualität einer Statistik bezieht sich auf die Zeitdifferenz zwischen dem Berichtszeitpunkt bzw. dem Ende des Berichtszeitraums und dem Zeitpunkt, zu dem die statistischen Informationen planmäßig verfügbar sind. Die Pünktlichkeit bezieht sich auf die mögliche Zeitdifferenz zwischen dem tatsächlichen Liefertermin und dem Zieltermin, zu dem sie geliefert werden sollen.

Zeitliche und räumliche Vergleichbarkeit

Statistische Ergebnisse über gleiche Sachverhalte sollen vergleichbar sein, auch wenn sie sich auf unterschiedliche Grundgesamtheiten beziehen. Die geforderte Vergleichbarkeit erstreckt sich auf räumliche (internationale oder regionale), zeitliche und kategoriale Unterschiede. Abweichungen können durch unterschiedliche Erhebungskonzepte und Messverfahren auftreten.

Bezüge zu anderen Erhebungen

Statistische Ergebnisse, die sich auf die gleiche Grundgesamtheit beziehen, aber aus unterschiedlichen Statistiken stammen, sollen möglichst kohärent sein, das heißt widerspruchsfrei zueinander in Beziehung gesetzt werden können. Es sollte möglich sein, zusammen hängende Ergebnisse aus unterschiedlichen Quellen zu kombinieren und zusammen zu verwenden. Das ESS bezeichnet dieses Qualitätsmerkmal als "Kohärenz".

Weitere Informationsquellen

Die hier genannten Informationsquellen ermöglichen den Nutzerinnen und Nutzern, einfach und schnell auf statistische Daten zuzugreifen, die Daten innerhalb einer annehmbaren Frist nach üblichen Standards und in der erwarteten Form zu erhalten und dabei hinsichtlich Konzept und Methoden angemessen informiert und unterstützt zu werden. Im ESS entspricht diesem Qualitätsmerkmal der Begriff "Verfügbarkeit und Transparenz".

Neben den Qualitätsberichten informiert eine umfangreiche Broschüre über die Qualitätsstandards in der deutschen amtlichen Statistik.

Weitere Informationen zum Thema Datenqualität sind der Homepage des Statistischen Amtes der Europäischen Gemeinschaften (Eurostat) sowie den folgenden Dokumenten zu entnehmen.

Downloads:




 

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Version: 2.25.5 / 20.10.2008