Jump to navigation (Accesskey n) Jump to content (Accesskey c)
Maximize content (Accesskey 3)

Das Wichtigste zum Zensus 2011

Logo zum Zensus 2011

Deutschland wird sich an dem für 2011 vorgesehenen EU-weiten Zensus beteiligen. Beim Zensus handelt es sich um eine Erhebung, die ermittelt, wie viele Menschen in einem Land, einer Stadt leben, wie sie wohnen und arbeiten. Auf die Teilnahme an dem EU-weiten Zensus hatten sich die Regierungsparteien bereits in ihrer Koalitionsvereinbarung für die 16. Wahlperiode des Deutschen Bundestages geeinigt. Mit dem Kabinettsbeschluss vom 29. August 2006 hat die Bundesregierung den Grundsatzbeschluss gefasst, dass dieser Zensus in Deutschland mit einem registergestützten Verfahren durchgeführt werden soll. Diese Weichenstellung gewährleistet, dass der Zensus zu verlässlichen Ergebnissen führt, zugleich mit geringen Belastungen für die Menschen in Deutschland verbunden ist und so kostengünstig wie möglich durchgeführt wird. Den aktuellen Stand des Gesetzgebungsverfahrens innerhalb der Europäischen Union und in Deutschland enthält die Seite Aktuelles.

Am 14. September 2007 hat das Bundesministerium des Innern die Mitglieder der so genannten Zensuskommission bekannt gegeben. Diese Kommission soll bis Ende 2013 den registergestützten Zensus wissenschaftlich begleiten.

Deutschland braucht neue Bevölkerungs- und Wohnungszahlen

Deutschland benötigt einen neuen Zensus, denn die aktuellen Bevölkerungs- und Wohnungszahlen basieren auf Fortschreibungen der letzten Volkszählungen. Diese fanden in Deutschland zuletzt im früheren Bundesgebiet im Jahre 1987 und in der ehemaligen DDR im Jahre 1981 statt.

Seit den letzten Volkszählungen haben Menschen, Gesellschaft und Wirtschaft in Deutschland historische Umbrüche erfahren: Die Mauer ist gefallen, die europäische Integration hat mit dem Euro und der Osterweiterung eine neue Qualität erreicht. In Deutschland findet neben der Nord-Süd- eine starke Ost-West-Wanderung statt. Darüber hinaus gab es in Deutschland seit den beiden letzten Volkszählungen nach hunderttausenden zählende Zu- und Abwanderungen (Aussiedler, Asylbewerber, Bürgerkriegsflüchtlinge). Die Lebensgewohnheiten der Menschen haben sich schneller gewandelt als in den Jahrzehnten zuvor. Eine niedrige Geburtenrate und eine steigende Lebenserwartung veränderten und verändern Bevölkerungszahl und Bevölkerungsstruktur in einem früher nicht gekannten Maße. Zuverlässige und aktuelle Informationen über Bevölkerung, Arbeitsmarkt und Wohnungen sind nicht hinreichend vorhanden. Die gegenwärtig von der amtlichen Statistik ermittelten Bevölkerungszahlen sind vermutlich deutlich überhöht. Um wie viel, wissen wir erst nach dem neuen Zensus. Keine Frage: Deutschland braucht einen Zensus.

Registergestützter Zensus = hohe Qualität + wenig Belastung

Die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder haben im Jahr 2003 nach einem sorgfältigen Methodentest  empfohlen, den Zensus  registergestützt  durchzuführen. Bei den Menschen in Deutschland werden dabei im Wesentlichen nur die Daten erhoben, die nicht durch Auswertung vorhandener Verwaltungsregister - vornehmlich Melderegister und Register der Bundesagentur für Arbeit - gewonnen werden können. Beispielsweise werden Informationen über die Gebäude und Wohnungen, für die es keine flächendeckenden Verwaltungsdaten gibt, postalisch bei den Gebäude- und Wohnungseigentümern erhoben. Andere Fragen, wie etwa zur Bildung und Ausbildung oder an die Selbstständigen werden nur einem kleinen Teil der Einwohner gestellt, und zwar in Form repräsentativer Stichproben. Das Verfahren des registergestützten Zensus wird zu ebenso belastbaren Ergebnissen führen wie eine traditionelle Volkszählung. Zugleich werden die Menschen in Deutschland weniger belastet, da nur ein Teil der Einwohner befragt wird; für die Steuerzahler werden damit deutlich geringere Kosten anfallen.




 

Maximize content (Accesskey 3)

Version: 2.25.5 / 20.10.2008