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Pressemitteilung Nr.061 vom 15.02.2006


Höchste Lebenserwartung in Baden-Württemberg


WIESBADEN – Innerhalb Deutschlands gibt es zwischen den Bundesländern deutliche Unterschiede in der Lebenserwartung, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilt. Die Spanne zwischen dem Land mit der höchsten und demjenigen mit der geringsten Lebenserwartung Neugeborener umfasste im Zeitraum 2002/2004 bei Jungen 3,6 und bei Mädchen 2,2 Jahre.
 
Die bundesweit höchste Lebenserwartung wurde für Baden-Württemberg ermittelt: Im Berechnungszeitraum 2002/2004 betrug dort die durchschnitt­liche Lebenserwartung bei Geburt für Jungen 77,4 Jahre und für Mädchen 82,6 Jahre. Das waren für Jungen 1,5 Jahre und für Mädchen 1 Jahr mehr als im Durchschnitt aller Länder in Deutschland (Jungen: 75,9 Jahre; Mädchen: 81,6 Jahre). Die niedrigste Lebenserwartung haben die neugeborenen Jungen in Mecklenburg-Vorpommern mit 73,8 Jahren und die Mädchen im Saarland mit 80,4 Jahren. Dies entsprach einer für Jungen um 2,1 und für Mädchen um 1,2 Jahre geringeren Lebenser­wartung als in Deutschland insgesamt.
 
Mitte der 90er Jahre war der Abstand zwischen dem Land mit der höchsten und dem mit der niedrigsten Lebenserwartung noch größer gewesen: Bei den neugeborenen Jungen hatte er 5,7 Jahre, bei den Mädchen 3,3 Jahre ausgemacht. Baden-Württemberg hatte bereits damals die höchste und Mecklenburg-Vorpommern die niedrigste Lebenser­wartung. Seitdem hat die Lebenserwartung in allen Bundes­ländern zugenommen, am stärksten in Mecklenburg-Vorpommern, wo sie bis zum Berechnungszeitraum 2002/2004 um 5,0 Jahre für Jungen und um 3,3 Jahre für Mädchen angestiegen ist.
 
Bei der Lebenserwartung haben die neuen Bundesländer insgesamt stärker als die alten Länder dazu gewonnen. Zwischen 1993/1995 und 2002/2004 hat sich die Differenz in der Lebenserwartung zum früheren Bundesgebiet für Jungen von 2,8 Jahren auf 1,5 Jahre reduziert und für Mädchen von 1,6 Jahren auf 0,4 Jahre.
 
Die durchschnittliche Lebenserwartung entspricht hierbei der Zahl von weiteren Jahren, die eine Person in einem bestimmten Alter nach den heutigen Sterblichkeitsverhält­nissen voraussichtlich noch leben könnte. Eine Veränderung der Sterblichkeitsver­hältnisse in der Zukunft wird nicht berücksichtigt.
 
 

Lebenserwartung bei Geburt in den Bundesländern

– Berechnungszeitraum 2002/2004 –

 
Lebenserwartung
bei Geburt
Abweichungen gegenüber Deutschland
Jungen
Mädchen
Jungen
Mädchen
Deutschland
 75,89
 81,55
X
X
Früheres Bundesgebiet 1)
76,18
81,64
+ 0,3
+ 0,1
Neue Länder 1)
74,70
81,26
– 1,2
– 0,3
Baden-Württemberg
 77,40
 82,56
+ 1,5
+ 1,0
Bayern 2)
 76,47
 81,92
+ 0,6
+ 0,4
Berlin
 75,69
 81,19
– 0,2
– 0,4
Brandenburg
 74,60
 81,11
– 1,3
– 0,4
Bremen
 74,73
 81,03
– 1,2
– 0,5
Hamburg
 76,18
 81,44
+ 0,3
– 0,1
Hessen
 76,43
 81,82
+ 0,5
+ 0,3
Mecklenburg-Vorpommern

 73,84

 80,83

– 2,1

– 0,7
Niedersachsen
 75,75
 81,51
– 0,1
– 0,0
Nordrhein-Westfalen
 75,64
 81,16
– 0,3
– 0,4
Rheinland-Pfalz
 75,88
 81,28
– 0,0
– 0,3
Saarland
 74,81
 80,35
– 1,1
– 1,2
Sachsen
 75,43
 81,87
– 0,5
+ 0,3
Sachsen-Anhalt
 74,02
 80,78
– 1,9
– 0,8
Schleswig-Holstein
 76,02
 81,42
+ 0,1
– 0,1
Thüringen
 74,77
 81,01
– 1,1
– 0,5

1) Ohne Berlin.
2) Die Werte für Bayern wurden auf Grund einer länderspezifischen Methodik ermittelt.
 
 
Ab dem Berechnungszeitraum 2002/2004 werden jährlich Sterbetafeln für alle Bundesländer vorgelegt. In der Vergangenheit wurde die Lebenserwartung in den Bundesländern teilweise nur in unregelmäßigen Abständen berechnet.
 
 
Weitere Auskünfte gibt:
Matthias Eisenmenger,
Telefon: (0611) 75-3275,
E-Mail: matthias.eisenmenger@destatis.de




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Version: 2.25.5 / 20.10.2008