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Pressemitteilung Nr.449 vom 09.11.2007


Zahl der ABC-Schützen weiter rückläufig


WIESBADEN – Zu Beginn des laufenden Schuljahres 2007/08 wurden nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes rund 790 000 Kinder in Deutschland eingeschult, das waren 3 600 (– 0,5%) weniger als im Vorjahr. Bis zum Jahr 2015 wird ein weiterer Rückgang der Schulanfänger um rund 12% erwartet. Während in den neuen Ländern die Zahl der ABC-Schützen annähernd gleich bleiben wird, rechnet man im früheren Bundesgebiet mit einer Abnahme von rund 14% in diesem Zeitraum.

Die Entwicklung gegenüber dem Vorjahr verlief in den Bundesländern unterschiedlich: Mehr Schulanfänger als im Vorjahr gab es nur in Hamburg, Sachsen, Thüringen, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen. Im letztgenannten Land ist der Zuwachs auf die Verschiebung des Stichtages für den Beginn der Schulpflicht zurückzuführen.
Die Auswirkungen von Änderungen der Einschulungsregelungen durch die Kultusbehörden oder von vorzeitigen Einschulungen auf Wunsch der Eltern sind auch am Anteil der Sechsjährigen ablesbar, die bereits die Schule besuchen. Dieser Wert schwankte im Schuljahr 2006/07 zwischen den Ländern sehr stark: Die Spanne reicht von 46,4% in Mecklenburg-Vorpommern und 48,7% in Sachsen bis zu 66,3% in Brandenburg und 96,9% in Berlin. Bundesweit betrug der Anteil der Sechsjährigen im Schuljahr 2006/07  59,4%. Vor zehn Jahren lag er noch bei 44,9%.

Der überwiegende Teil der Schulanfänger im Schuljahr 2007/08 begann seine Schullaufbahn in Grundschulen (95,6%). Lediglich 3,3% der ABC-Schützen wurde in Förderschulen, 0,8% in Freien Waldorfschulen und 0,3% in Integrierten Gesamtschulen einge­schult. Jungen wurden dabei mit 4,1% deutlich häufiger als Mädchen (2,5%) in Förderschulen eingeschult.
 
Einschulungen zu Beginn des Schuljahres 2007/08
LandAnzahl 1)Veränderung gegenüber
Vorjahr in %
1) Vorläufige Ergebnisse.
2) Einschließlich Berlin.
Baden-Württemberg111 000– 2,6
Bayern126 700– 1,8
Berlin27 400– 3,2
Brandenburg19 500– 4,7
Bremen5 400– 8,2
Hamburg14 9000,5
Hessen54 900– 4,8
Mecklenburg-Vorpommern12 500– 0,6
Niedersachsen79 100– 5,5
Nordrhein-Westfalen194 6007,3
Rheinland-Pfalz38 400– 4,7
Saarland8 500– 6,4
Sachsen31 7000,8
Sachsen-Anhalt17 700– 3,5
Schleswig-Holstein30 2002,6
Thüringen17 3002,1
Deutschland789 700– 0,5
Früheres Bundesgebiet663 600– 0,2
Neue Länder 2)126 100– 1,5


Weitere Auskünfte gibt:
Marianne Renz,
Telefon: (0611) 75-4141,



 




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Version: 2.25.5 / 20.10.2008