Zur Hauptnavigation springen (Accesskey n) Zum Inhalt springen (Accesskey c)
Inhalt maximieren (Accesskey 3)

Pressemitteilung Nr.496 vom 18.12.2009


3. Quartal 2009: Höhere Reallöhne durch steigende Verdienste und sinkende Preise


WIESBADEN – Nach Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) sind die Reallöhne im dritten Quartal 2009 im Vergleich zum Vorjahres­quartal um durchschnittlich 0,6% gestiegen. Nach Rückgängen in den beiden Vorquartalen ist dies der erste Anstieg im Jahr 2009. Die Bruttomonatsverdienste lagen im dritten Quartal 2009 um 0,4% höher als im Vorjahresquartal, die Verbraucherpreise sanken im gleichen Zeitraum um 0,2%.
 
Die Verdienstentwicklung war nach Branchen sehr unterschiedlich: Im Verarbeitenden Gewerbe sank der Bruttomonatsverdienst im dritten Quartal 2009 vor allem aufgrund des verbreiteten Einsatzes von Kurzarbeit um 3,0% gegenüber dem Vorjahresquartal. Beschäftigte in der Metallerzeugung und -bearbeitung (– 6,1%), in der Automobilindustrie (– 5,7%) und im Maschinenbau (– 4,9%) warenhier am stärksten betroffen. Die Verdiensteinbußen wurden dabei zum Teil durch das staatliche Kurzarbeitergeld ausgeglichen. Diese Sozialleistung wird in dieser Statistik nicht berücksichtigt. Geringere Verdiensteinbußen mussten Beschäftigte in der Energiewirtschaft (– 1,0%) und im Bereich Verkehr und Lagerei (– 0,1%) hinnehmen. In allen anderen Branchen stiegen die Verdienste im Vergleich zum Vorjahresquartal. So erhöhten sich zum Beispiel im Bereich Erziehung und Unterricht die Bruttomonatsverdienste um 4,0%, im Bereich Öffentliche Verwaltung, Verteidigung und Sozialversicherung um 3,8%.
 
Ein vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer verdiente im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich in Deutschland im dritten Quartal 2009 ohne Sonderzahlungen durchschnittlich brutto 3 151 Euro im Monat. Die höchsten Verdienste erzielten die Beschäftigten in den Wirtschaftszweigen Information und Kommunikation (4 177 Euro) und Energieversorgung (4 143 Euro). Dagegen wurden die niedrigsten durchschnittlichen Bruttomonatsverdienste im Gastgewerbe (1 880 Euro) gezahlt.


Weniger durch die Verdienstentwicklung als durch den Verlust des Arbeitsplatzes sind Arbeitnehmer bei Zeitarbeitsfirmen von der Wirtschaftskrise betroffen. Ausführliche Informationen hierzu finden Sie im aktuellen STATmagazin-Beitrag „Wirtschaftskrise trifft Zeitarbeitnehmer besonders stark“ unter http://www.destatis.de.
 
Detaillierte Ergebnisse über die Bruttostunden- und Bruttomonatsverdienste nach Wirtschaftszweigen, Qualifikationsniveau sowie Anforderung des Arbeitsplatzes (Leistungsgruppe) und Geschlecht bietet die Fachserie 16, Reihe 2.1, die im Bereich Publikationen,Fachveröffentlichungen kostenfrei heruntergeladen werden kann.
 
Ausführliche Informationen über die Entwicklung der Reallöhne und Bruttomonatsverdienste inklusive Sonderzahlungen finden Sie ebenfalls im Bereich Publikationen, Fachveröffentlichungen.
 

 
Reallohnindex 1)
Berichtsquartal
Veränderung gegenüber dem Vorjahresquartal

1) Vollzeitbeschäftigte im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich.
1. Quartal 2008 0,1%
2. Quartal 2008 1,0%
3. Quartal 2008– 0,1%
4. Quartal 2008 0,8%
1. Quartal 2009– 0,4%
2. Quartal 2009– 1,2%
3. Quartal 2009 0,6%

 
 
Vergleich 3. Quartal 2009 zum Vorjahresquartal
Der Bruttomonatsverdienst (inklusive Sonderzahlungen) von Vollzeitbeschäftigten
sank
stieg
im Wirtschaftszweig
um
im Wirtschaftszweig
um
Geklammerte Werte sind statistisch relativ unsicher. 
Verarbeitendes Gewerbe– 3,0%Gastgewerbe 0,3%
Darunter:
   Metallerzeugung und –bearbeitung
   Herstellung von Kraftwagen und -teilen    Maschinenbau
 
– 6,1%
– 5,7%
– 4,9%
Erbringung von sonstigen    wirtschaftlichen Dienstleistungen 0,3%
Kunst, Unterhaltung und Erholung(0,9%)
Handel (…) 1,1%
Energieversorgung– 1,0%Erbringung von Finanz- und    Versicherungsdienstleistungen 1,1%
Verkehr und Lagerei– 0,1%Baugewerbe 1,2%
  Bergbau und Gewinnung von Steinen    und Erden 1,5%
  Wasserversorgung (…) 1,7%
  Information und Kommunikation 2,3%
  Erbringung von sonstigen    Dienstleistungen 2,3%
  Gesundheits- und Sozialwesen 2,8%
  Erbringung von freiberuflichen (…)    Dienstleistungen 3,3%
  Öffentliche Verwaltung, Verteidigung;    Sozialversicherung 3,8%
  Erziehung und Unterricht 4,0%



 
Bruttomonatsverdienst (ohne Sonderzahlungen) von Vollzeitbeschäftigten im 3. Quartal 2009
Wirtschaftszweig
Euro
Geklammerte Werte sind statistisch relativ unsicher.
Information und Kommunikation4 177
Energieversorgung4 143
Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen4 093
Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen    Dienstleistungen3 986
Erziehung und Unterricht3 845
Kunst, Unterhaltung und Erholung(3 543)
Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden3 457
Grundstücks- und Wohnungswesen3 327
Verarbeitendes Gewerbe3 167
Gesundheits- und Sozialwesen3 127
Öffentliche Verwaltung, Verteidigung; Sozialversicherung3 096
Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen2 932
Wasserversorgung; Abwasser- und Abfallentsorgung und Beseitigung von    Umweltverschmutzungen2 830
Erbringung von sonstigen Dienstleistungen2 849
Baugewerbe2 718
Verkehr und Lagerei2 702
Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen2 085
Gastgewerbe1 880
Nachrichtlich: 
Produzierendes Gewerbe und Dienstleistungsbereich3 151
Darunter: 
   Produzierendes Gewerbe3 126
   Dienstleistungsbereich3 168

 
 
Weitere Auskünfte gibt:
Sandra Klemt,
Telefon: +49 611 75 2706,



 
 




Inhalt maximieren (Accesskey 3)

Version: 2.25.5 / 20.10.2008