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Pressemitteilung Nr.102 vom 15.03.2010


4,5% der Studierenden an privaten Hochschulen


WIESBADEN – Der Anteil der Studierenden an privaten Hochschulen an allen Studentinnen und Studenten liegt heute in Deutschland zwar auf einem vergleichsweise geringen Niveau, hat aber in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) waren im Wintersemester 2009/10 von den insgesamt 2 119 500 Studierenden in Deutschland 96 100 an einer staatlich anerkannten Hochschule in privater Trägerschaft eingeschrieben. Das ist ein Anteil von 4,5% an allen Studierenden. Im Wintersemester 2000/01 hatte der Anteil noch 1,4% betragen.
 
Von den 96 100 Studierenden an privaten Hochschulen im Wintersemester 2009/10 waren 12 700 an Universitäten, 82 900 an Fachhochschulen und 500 an Kunsthochschulen immatrikuliert. Während an den Universitäten nur 0,9% aller Studierenden private Hochschulen besuchten, lag der Anteil bei den Fachhochschulen bei 12,3%.
 
In den einzelnen Bundesländern haben private Hochschulen eine sehr unterschiedliche Bedeutung: In Hamburg war der Anteil der Studentinnen und Studenten, die eine private Fachhochschule besuchten, mit 50,7% am höchsten. An zweiter Stelle lag das Saarland mit 33,4%, gefolgt von Nordrhein-Westfalen (23,5%) und Schleswig-Holstein (20,6%). In den neuen Bundesländern – mit Ausnahme von Sachsen – sind dagegen private Fachhochschulen relativ unbedeutend. Der Anteil der Studierenden, die eine private Fachhochschule besuchten, betrug in Sachsen-Anhalt 0,1%, in Brandenburg 2,0%, in Mecklenburg-Vorpommern 2,7% und in Thüringen 2,9%.
 
Trotz der bundesweit wachsenden Bedeutung privater Hochschulen studieren die mit Abstand meisten Studierenden weiterhin an öffentlichen Hochschulen. Von den insgesamt 2 119 500 Studierenden in Deutschland im Wintersemester 2009/10 waren 1 999 400 an einer Hochschule in öffentlicher Trägerschaft und weitere 24 000 an Hochschulen in kirchlicher Trägerschaft eingeschrieben.
 
Von den insgesamt 410 Hochschulen im Wintersemester 2009/10 befanden sich 102 in privater Trägerschaft. Dies entspricht einem Anteil von fast 24,9%, der sich damit im Vergleich zum Wintersemester 2000/01 verdoppelt hat. Damals waren von insgesamt 354 Hochschulen 43 in privater Trägerschaft.

Weitere Informationen finden Sie im Bereich Publikationen, Fachveröffentlichungen Broschüre Hochschulen auf einen Blick.
Daneben werden von den Statistischen Ämtern der Länder hochschulstatistische Angaben zum jeweiligen Bundesland veröffentlicht.
 
Studierende an Fachhochschulen (ohne Verwaltungs-FH) im Wintersemester 2009/2010 *)
nach Trägerschaft, Ländern und Geschlecht
Land
Studierende an
Fachhochschulen
davon Studierende an privaten Fachhochschulen 1)
Anteil in %
insgesamt
weiblich
insgesamt
weiblich
insgesamt
weiblich
*) Vorläufiges Ergebnis.
1) Ohne Hochschulen in kirchlicher Trägerschaft.
Deutschland 644 005 250 554 82 280 35 62112,814,2
Baden-Württemberg 102 818 39 135 7 158 3 3517,08,6
Bayern 84 974 32 423 3 981 2 1354,76,6
Berlin 36 654 16 373 3 370 1 7539,210,7
Brandenburg 15 412 6 411  304  1892,02,9
Bremen 11 575 4 708  644  3935,68,3
Hamburg 26 379 11 199 13 383 6 12850,754,7
Hessen 57 471 20 719 9 604 3 67016,717,7
Mecklenburg-Vorpommern  10 629 4 430  288  2142,74,8
Niedersachsen 41 302 15 900 3 567 1 5458,69,7
Nordrhein-Westfalen  135 243 50 938 31 734 12 78623,525,1
Rheinland-Pfalz 32 753 13 044
Saarland 6 365 2 705 2 127 1 20133,444,4
Sachsen  28 880 10 889 1 869  7026,56,4
Sachsen-Anhalt 19 624 9 218  14  90,10,1
Schleswig-Holstein 18 381 5 968 3 780 1 18120,619,8
Thüringen 15 545 6 494  457  3642,95,6

  
Weitere Auskünfte gibt:
Thomas Feuerstein
Telefon: +49 611 75 4140,



 
 




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Version: 2.25.5 / 20.10.2008