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Pressemitteilung Nr.105 vom 16.03.2010


Anzahl der Schülerinnen und Schüler geht um 1,3% zurück


WIESBADEN – 11,7 Millionen Schülerinnen und Schüler haben nach vorläufigen Angaben im Schuljahr 2009/10 allgemeinbildende und berufliche Schulen in Deutschland besucht. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, wurden davon 8,9 Millionen Schülerinnen und Schüler in allgemeinbildenden Schulen und 2,8 Millionen Schülerinnen und Schüler in beruflichen Schulen unterrichtet. Damit ging sowohl an allgemeinbildenden als auch an beruflichen Schulen die Anzahl der Schülerinnen und Schüler im Vergleich zum vorhergehenden Schuljahr um 1,3% zurück.
 
Der bundesweite Rückgang der Schülerzahlen insgesamt verlief in West- und Ostdeutschland unterschiedlich: Während an allgemeinbildenden Schulen im früheren Bundesgebiet die Zahl der Schülerinnen und Schüler um 1,4% sank, ging sie in den neuen Bundesländern einschließlich Berlin lediglich um 0,8% zurück. Bei den beruflichen Schulen lief die Entwicklung in umgekehrter Richtung. Hier nahm die Zahl der Schülerinnen und Schüler an beruflichen Schulen im früheren Bundesgebiet um 0,2% geringfügig zu, sank jedoch in den neuen Bundesländern einschließlich Berlin um 7,9%.
 
Betrachtet man allgemeinbildende und berufliche Schulen zusammen, so war in allen Bundesländern eine Abnahme der Zahl der Schülerinnen und Schüler im Schuljahr 2009/10 gegenüber dem Vorjahr zu beobachten. Die deutlichsten Rückgänge waren bei der Zahl der Schülerinnen und Schüler in Brandenburg (– 3,8%), Mecklenburg-Vorpommern (– 4,2%), dem Saarland (– 3,7%) und Sachsen-Anhalt (– 3,7%) zu verzeichnen. Während das Sinken der Schülerzahl im Saarland auf die Umstellung auf die achtjährige Gymnasialzeit zurückzuführen ist, wirkt sich der Geburtenrückgang, der Anfang der 1990er Jahre in den neuen Bundesländern eintrat, mittlerweile auch auf die Zahl der Schülerinnen und Schüler an beruflichen Schulen aus.
 
76,3% der Schülerinnen und Schüler wurden im Schuljahr 2009/2010 an allgemeinbildenden Schulen und 23,7% an beruflichen Schulen unterrichtet. In den einzelnen Bundesländern gab es deutliche Unterschiede beim Anteil der beruflichen Schulen an allen Schülerinnen und Schülern: Die Spanne reichte von 22,0% in Bayern bis zu 31,1% in Sachsen.
Schüler und Schülerinnen im Schuljahr 2009/10 *)
Land
Allgemeinbildende Schulen
Berufliche Schulen
zusammen

*) Vorläufige Daten.
Baden-Württemberg1 251 074420 6241 671 698
Bayern1 413 181398 5771 811 758
Berlin325 55994 952420 511
Brandenburg215 82763 696279 523
Bremen69 00727 50896 515
Hamburg183 05361 149244 202
Hessen672 098194 965867 063
Mecklenburg-Vorpommern127 07351 535178 608
Niedersachsen940 622285 4881 226 110
Nordrhein-Westfalen2 176 599622 6602 799 259
Rheinland-Pfalz460 014132 420592 434
Saarland100 43838 802139 240
Sachsen304 027137 205441 232
Sachsen-Anhalt173 79968 094241 893
Schleswig-Holstein324 10798 396422 503
Thüringen171 18572 604243 789
Insgesamt8 907 6632 768 67511 676 338

 
Weitere Auskünfte gibt:
Pia Brugger,
Telefon: +49 611 75 4168,



 




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Version: 2.25.5 / 20.10.2008