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Pressemitteilung Nr.292 vom 19.08.2010


15% weniger Verkehrstote im ersten Halbjahr 2010


WIESBADEN – Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) kamen von Januar bis Ende Juni 2010 im deutschen Straßenverkehr 1 675 Menschen ums Leben. Das waren 291 Personen oder 15% weniger als im ersten Halbjahr 2009. Diese Abnahme ist umso bemerkenswerter, da auch schon im ersten Halbjahr des Vorjahres ein starker Rückgang zu beobachten war. Mit dieser sehr positiven Entwicklung in den ersten sechs Monaten 2010 ist zu erwarten, dass in diesem Jahr die Zahl der Todesopfer im Straßenverkehr erstmals unter 4 000 liegen wird.
Bei den Verkehrsteilnehmern, die bei Straßenverkehrsunfällen schwer- oder leichtverletzt wurden, gab es im ersten Halbjahr 2010 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum ebenfalls eine deutliche Abnahme, und zwar um 9,1% auf rund 168 100 Personen.
 
Insgesamt ereigneten sich in den ersten sechs Monaten dieses Jahres aber mehr Unfälle als im ersten Halbjahr 2009. Die Zahl der polizeilich erfassten Straßenverkehrsunfälle erhöhte sich um 2,4% auf rund 1,1 Millionen. Diese Zunahme ist ausschließlich auf die Unfälle mit Sachschaden zurückzuführen, die um 4,2% auf 1,0 Millionen gestiegen sind. Die Zahl der Unfälle, bei denen Personen zu Schaden kamen, ist dagegen um 9,4% auf rund 130 700 zurückgegangen.
 
In fast allen Bundesländern starben von Januar bis Juni 2010 weniger Menschen bei Straßenverkehrsunfällen als im ersten Halbjahr des Vorjahres. Prozentual am höchsten war die Abnahme in Schleswig-Holstein (– 44% oder 34 Personen), in Mecklenburg-Vorpommern (– 29% oder 22 Personen) und in Hamburg (– 25% oder 4 Personen). Nur in Bremen blieb die Zahl der Unfalltoten im Vergleich zum ersten Halbjahr 2009 unverändert.
 
Bezogen auf eine Million Einwohner starben im ersten Halbjahr 2010 durchschnittlich 20 Straßenverkehrsteilnehmer. Das größte Risiko im Straßenverkehr tödlich zu verunglücken, bestand in den ersten sechs Monaten dieses Jahres in Brandenburg mit 34 Getöteten je eine Million Einwohner, gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern mit 33. Deutlich unter dem Bundesdurchschnitt lagen die Werte, abgesehen von den drei Stadtstaaten, die aufgrund ihrer Siedlungsstruktur generell niedrigere Werte aufweisen, in Nordrhein-Westfalen mit 14 und Schleswig-Holstein mit 15 Getöteten je eine Million Einwohner.
 
Im Monat Juni 2010 registrierte die Polizei in Deutschland rund 196 400 Straßenverkehrsunfälle, eine Zunahme um 3,9% gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat. Erstmals in diesem Jahr wurden in einem Monat mehr Unfälle mit Personen­schaden gezählt als im Vorjahr, die Zahl stieg im Juni 2010 um 6,0% auf 30 400. Auch die Zahl der Verunglückten hat sich mit + 4,3% gegenüber Juni 2009 erhöht. Während die Zahl der Verkehrstoten im Juni 2010 weiterhin zurückgegangen ist (– 4,3% auf 359 Personen), wurden mit rund 38 100 Personen mehr Menschen bei Straßenverkehrsunfällen verletzt als im Vorjahresmonat (+ 4,4%).
 
 
Straßenverkehrsunfälle im 1. Halbjahr 2010 in Deutschland
Gegenstand der Nachweisung
1. Halbjahr 2010 *)
1. Halbjahr 2009
Veränderung
gegenüber
1. Halbjahr 2009
Anzahl
%
*) Vorläufiges Ergebnis.
Polizeilich erfasste Unfälle insgesamt1 139 5201 112 5622,4
davon: 
Unfälle mit Personenschaden130 679144 259– 9,4
Unfälle mit nur Sachschaden1 008 841968 3034,2
Verunglückte insgesamt169 744186 882– 9,2
davon: 
Getötete1 6751 966– 14,8
Verletzte168 069184 916– 9,1

 
Bei Straßenverkehrsunfällen Verunglückte und Getötete im 1. Halbjahr 2010 *)

Land
Verunglückte
Getötete je
1 Million
Einwohner
insgesamt
Veränderung
gegenüber
1. Halbjahr
2009
darunter: Getötete
insgesamt
Veränderung
gegenüber
1. Halbjahr
2009
Anzahl
%
Anzahl

*) Vorläufiges Ergebnis.
1) Ergebnisse für Juni geschätzt.
2) Einschließlich nach Ländern nicht aufteilbarer Nachmeldungen.
Baden-Württemberg20 636– 7,5211– 2220
Bayern29 774– 8,0307– 3625
Berlin6 687– 8,223– 47
Brandenburg4 507– 12,186– 1934
Bremen 1)1 409– 21,5406
Hamburg4 156– 13,612– 47
Hessen13 185– 7,6123– 3720
Mecklenburg-Vorpommern2 877– 19,855– 2233
Niedersachsen17 552– 14,3227– 1129
Nordrhein-Westfalen33 190– 10,9251– 5214
Rheinland-Pfalz8 848– 7,890– 2422
Saarland2 459– 8,720– 320
Sachsen7 237– 12,876– 1318
Sachsen-Anhalt4 550– 15,067– 1428
Schleswig-Holstein6 135– 13,343– 3415
Thüringen4 067– 11,358– 1826
Deutschland 2)169 744– 9,21 675– 29120

 
Weitere Auskünfte gibt:
Ingeborg Vorndran,
Telefon: +49 611 75 4547,



 




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Version: 2.25.5 / 20.10.2008