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Pressemitteilungen im Sachgebiet Rechtspflege

2 000 Strafgefangene verbüßen lebenslange Freiheitsstrafe

Zahl der Woche Nr. 001 vom 03.01.2012  Am Stichtag 31. März 2011 verbüßten gut 2 000 der insgesamt 60 000 Strafgefangenen in Deutschland eine lebenslange Freiheitsstrafe. Das entspricht einem Anteil von 3 %. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, lag die voraussichtliche Vollzugsdauer für rund jeden zehnten Strafgefangenen (6 200) unter drei Monaten. Bei rund zwei Dritteln der Strafgefangenen (37 700) betrug das Strafmaß nicht mehr als zwei Jahre Freiheits- oder Jugendstrafe. Das Verhältnis dieser eher kürzeren zu den längeren Haftstrafen – mit einer voraussichtlichen Vollzugsdauer von mehr als zwei Jahren – ist seit Jahren weitgehend unverändert.


Zahl der Verurteilten im Jahr 2010 weiter rückläufig

Pressemitteilung Nr. 363 vom 29.09.2011  Im Jahr 2010 wurden in Deutschland rund 813 300 Personen rechtskräftig verurteilt, knapp 4 % weniger als im Vorjahr (844 500). Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, ging die Verurteiltenzahl gegenüber 2007 (897 600), als die Strafverfolgungsstatistik erstmals flächendeckend in Deutschland durchgeführt wurde, um 9 % zurück.



Sechs von zehn Ermittlungsverfahren im Jahr 2009 eingestellt

Pressemitteilung Nr. 080 vom 28.02.2011  Im Jahr 2009 wurden rund 2,5 Millionen der insgesamt 4,1 Millionen endgültig erledigten Ermittlungsverfahren von den Staatsanwaltschaften eingestellt – eine Einstellungsquote von 62%. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, ist die Einstellungsquote in Deutschland in den letzten Jahren leicht angestiegen – im Jahr 2000 lag sie bei 60%. Rund 33% der Ermittlungsverfahren wurden eingestellt, weil die Tat nicht nachweisbar war, 24% aus sogenannten Opportunitätsgründen ohne Auflagen und weitere 5% mit Auflagen, wie etwa einen Geldbetrag an eine gemeinnützige Einrichtung zu entrichten.


Zahl der Verurteilten im Jahr 2009 weiter rückläufig

Pressemitteilung Nr. 388 vom 27.10.2010  KORREKTUR: Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, wurden im Jahr 2009 rund 844 500 Personen wegen Verbrechen oder Vergehen rechtskräftig verurteilt. Das waren 3% weniger als im Vorjahr (knapp 874 700). Gegenüber 2007, als die Strafverfolgungsstatistik erstmals flächendeckend in Deutschland durchgeführt wurde, ging die Verurteiltenzahl um 6% zurück. Maßgeblich wird dieser Trend durch einen Rückgang bei den Straftaten im Straßenverkehr beeinflusst. Im Jahr 2009 wurden rund 188 400 Personen oder 22% aller Verurteilten wegen Straßenverkehrsdelikten belangt. 2008 wurden in dieser Deliktgruppe noch etwa 204 900 Verurteilte gezählt.


Nur 5,3% aller Gefangenen in Deutschland sind Frauen

Zahl der Woche Nr. 008 vom 23.02.2010  Der Frauenanteil in Justizvollzugsanstalten ist nach wie vor sehr gering: Am 30. November 2009 waren laut Statistischem Bundesamt (Destatis) nur gut 3 800 der insgesamt 70 800 Gefangenen in Deutschland weiblich; der Frauenanteil lag somit bei 5,3%.


Sieben von zehn Freiheitsstrafen im Jahr 2008 zur Bewährung ausgesetzt

Pressemitteilung Nr. 382 vom 08.10.2009  Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, sind nach den Ergebnissen der Strafverfolgungsstatistik in Deutschland im Jahr 2008 rund 874 700 Personen wegen Verbrechen oder Vergehen rechtskräftig verurteilt worden. Das waren rund 23 000 Personen (3%) weniger als im Vorjahr (898 000). Von den insgesamt 874 700 verurteilten Personen im Jahr 2008 erhielten knapp 160 000 eine Freiheits- oder Jugendstrafe. Von diesen 160 000 Verurteilten wurden wiederum 48 500 mit einer Freiheits- oder Jugendstrafe ohne Bewährung belegt; das entsprach einem Anteil von 6% an allen Verurteilten. Bei weiteren 111 000 Verurteilten (13%) wurde die Freiheits- oder Jugendstrafe zur Bewährung ausgesetzt. Damit erhielten sieben von zehn der zu Freiheits- oder Jugendstrafe verurteilten Personen die Gelegenheit, einen Gefängnisaufenthalt durch eine erfolgreiche Bewährungszeit noch zu vermeiden.


Gefangenenzahlen weiter rückläufig

Pressemitteilung Nr. 299 vom 20.08.2008  Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) saßen am 30. November 2007 fast 75 200 Gefangene in deutschen Justizvollzugsanstalten ein oder waren (etwa wegen eines Hafturlaubs) nur vorübergehend abwesend. Bezogen auf je 100 000 gemeldete Einwohnerinnen und Einwohner ergab sich damit für Deutschland eine Gefangenenrate von 91. Im Jahr 2000 lag die Gefangenenrate in Deutschland noch bei 98. Seitdem ist sie, wie die absoluten Zahlen, rückläufig. Der Rückgang ist maßgeb­lich auf die Entwicklung bei den Untersuchungshäftlingen zurückzuführen. Zwischen 2000 und 2007 ging die Zahl der Untersuchungshäftlinge, vor allem aufgrund verschiedener Maßnahmen zur Haftvermeidung, um 31% (von 18 300 auf 12 600) zurück.


2006: Gut zwei Drittel aller Strafurteile lauten auf Geldstrafe

Pressemitteilung Nr. 439 vom 01.11.2007  Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, wurden im Jahr 2006 nach den Ergebnissen der Strafverfolgungsstatistik im früheren Bundesgebiet (einschließlich Berlin) insgesamt 751 400 Personen wegen Verbrechen oder Vergehen rechtskräftig verurteilt. Angaben für das Gebiet der neuen Länder insgesamt liegen bisher nicht vor. In den neuen Ländern ohne Sachsen-Anhalt wurden 2006 weitere 123 300 Verurteilte gezählt.


Nur 5% aller Gefangenen in Deutschland sind Frauen

Zahl der Woche Nr. 9 vom 27.02.2007  In den deutschen Justizvollzugsanstalten sind Frauen die große Aus-nahme. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, hat in den vergangenen Jahren der Frauenanteil an allen Gefangenen in Deutschland zwar leicht zugenommen, jedoch ist er nach wie vor sehr gering. Am 30. November 2006 waren nur knapp 4.100 der insgesamt 76.600 Gefangenen weiblich; der Frauenanteil lag somit bei 5,3%. Im Jahr 1993, für das erstmals gesamtdeutsche Zahlen vorlagen, hatte der Anteil der Frauen an allen Inhaftierten bei 4,1% gelegen, 2000 bei 4,4%.


Mehr als 64 000 Strafgefangene in deutschen Gefängnissen

Pressemitteilung Nr. 517 vom 11.12.2006  Insgesamt 64 512 Personen verbüßten zum 31. März 2006 eine Freiheits- beziehungsweise Jugendstrafe in einer deutschen Justizvollzugsanstalt oder befanden sich in Sicherungsverwahrung. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, erreichte damit die Gesamtzahl der verurteilten Gefangenen einen neuen Höchststand im vereinten Deutschland. Umgerechnet auf jeweils 100 000 Personen der strafmündigen Bevölkerung (ab 14 Jahren) saßen zum 31. März 2006 rund 90 Strafgefangene und Sicherungsverwahrte in den Anstalten ein, ein Jahr zuvor waren es 89, weitere zehn Jahre zuvor 67 Männer und Frauen gewesen.


2003: Weniger Jugendliche, aber mehr Erwachsene verurteilt

Pressemitteilung Nr. 453 vom 28.10.2004  Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, wurden im Jahr 2003 im früheren Bundesgebiet einschließlich Berlin insgesamt 736 300 Personen wegen Verbrechen oder Vergehen rechtskräftig verurteilt, 2% mehr als 2002 (719 800). Ausschlaggebend hierfür war die Zunahme bei den erwachsenen Straftätern ab 21 Jahren (+ 3% auf 607 900), während die Zahl der verurteilten Jugendlichen leicht von 53 400 auf 52 900 (– 1%) zurückging. Seit Anfang der 90er Jahre war allerdings die von den Gerichten festgestellte Jugendkriminalität kontinuierlich angestiegen.




 

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Version: 2.25.5 / 20.10.2008