Ob von jung bis alt, von klein bis groß oder von arm bis reich — mal angenommen, ein Mensch in Deutschland stünde für alle, die hier leben. Wie groß ist dieser Durchschnittsmensch? Wie alt ist und wird er, wie sehen seine Lebensphasen aus? Wie lebt und wohnt er? Wie arbeitet der Durchschnittsmensch und wie verbringt er seine Zeit? Und wie viel Geld verdient er oder hat er zur Verfügung?
1,73 Meter groß ist der Durchschnittsmensch. 78,3 Kilogramm wiegt er.
Die Durchschnittsfrau ist 1,66 Meter groß und wiegt 69,7 Kilogramm.
Der Durchschnittsmann ist 1,79 Meter groß und wiegt 86,5 Kilogramm.
Mehr zu den Körpermaßen der Bevölkerung ab 18 Jahren auf Basis des Mikrozensus 2025.
44,9 Jahre alt ist der Durchschnittsmensch (2024).
Die Durchschnittsfrau ist 46,2 Jahre alt – gut zweieinhalb Jahre älter als der Durchschnittsmann mit 43,5 Jahren zum Jahresende 2024. Das höhere Durchschnittsalter von Frauen gegenüber Männern hängt mit ihrer höheren Lebenserwartung zusammen.
Mehr zum Durchschnittsalter der Bevölkerung.
60 Jahre war das am häufigsten vorkommende Alter, also der Modalwert, zum Jahresende 2024 – sowohl bei Frauen als auch bei Männern. Ende 2024 waren insgesamt 1,36 Millionen Menschen 60 Jahre alt, gut 683 000 Frauen und 677 000 Männer. Der Grund: Der Jahrgang 1964 ist bis heute der geburtenstärkste Jahrgang mit damals 1,36 Millionen Geburten.
83,5 Jahre beträgt die Lebenserwartung der Durchschnittsfrau bei Geburt im Jahr 2024.
Der Durchschnittsmann hat eine Lebenserwartung von 78,9 Jahren bei Geburt im Jahr 2024.
Mehr zur Entwicklung der durchschnittlichen Lebenserwartung nach Geschlecht finden Sie hier und in dem dazugehörigen Statistischen Bericht.
Studienzeit
23,7 Jahre alt ist der Durchschnittsmensch bei seinem ersten Studienabschluss, sofern er studiert (Prüfungsjahr 2024).
Mit 23,4 Jahren hat die Durchschnittsfrau ihren ersten Studienabschluss gut ein halbes Jahr früher in der Tasche als der Durchschnittsmann mit 24,0 Jahren. Hierbei handelt es sich nicht um das Durchschnitts-, sondern um das Medianalter.
8,3 Semester braucht der Durchschnittsmensch im Mittel (Median) für seinen ersten Studienabschluss, falls er studiert (Prüfungsjahr 2024).
Die Durchschnittsfrau hat ihren ersten Abschluss nach 8,0 Semestern und damit fast ein Semester früher als der Durchschnittsmann mit 8,7 Semestern.
Mehr zum Durchschnittsalter beim ersten Studienabschluss und zur Studienzeit (jeweils Median) im Statistischen Bericht zu Prüfungen an Hochschulen.
Auszug aus dem Elternhaus
Mit 24,1 Jahren zieht der Durchschnittsmensch in Deutschland aus dem Elternhaus aus (2025).
Mit 23,3 Jahren zieht die Durchschnittsfrau eineinhalb Jahre früher aus dem Elternhaus aus als der Durchschnittsmann mit 24,8 Jahren.
Mehr zum Durchschnittsalter beim Auszug aus dem Elternhaus im EU-Vergleich.
Familiengründung
Mit 30,4 Jahren wird die Durchschnittsfrau zum ersten Mal Mutter.
Der Durchschnittsmann wird mit 33,3 Jahren zum ersten Mal Vater (2024).
Mehr zum Durchschnittsalter bei Geburt des ersten Kindes.
Mit 32,9 Jahren heiratet die Durchschnittsfrau zum ersten Mal.
Der Durchschnittsmann ist bei seiner ersten Eheschließung 35,3 Jahre alt (2024).
Weitere Daten zu Eheschließungen und dem durchschnittlichen Heiratsalter Lediger.
Renteneintrittsalter
64,7 Jahre beträgt das durchschnittliche Renteneintrittsalter bei Frauen und Männern insgesamt bei den Altersrenten 2024.
Nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung beträgt die Rentenbezugsdauer durchschnittlich 21,7 Jahre (2024). Frauen beziehen dabei mit durchschnittlich 23,2 Jahren rund drei Jahre länger eine Rente als Männer mit 20,1 Rentenjahren.
Bis zum Beginn einer Altersrente haben die Versicherten in ihren Versicherungsbiografien durchschnittlich 39,4 Versicherungsjahre – zum Beispiel Pflichtbeiträge, freiwillige Beiträge, Anrechnungszeiten oder Kindererziehungszeiten. Frauen kommen hierbei durchschnittlich auf 37,7 Versicherungsjahre, Männer auf 41,4 Jahre (2024).
1,6 Kinder bringt die Durchschnittsfrau in Deutschland im Laufe ihres Lebens zur Welt.
Hierbei handelt es sich um die sogenannte endgültige Kinderzahl der Frauenjahrgänge 1973 bis 1980, die sich für Frauen im Alter ab 45 Jahren ermitteln beziehungsweise schätzen lässt.
3,4 Mitglieder hat die Familie des Durchschnittsmenschen, sofern er als Elternteil mit Kind oder umgekehrt in einem Haushalt lebt.
Mehr zu Familien nach Bundesländern auf Basis des Mikrozensus 2024.
2,0 Mitglieder hat der Haushalt, in dem der Durchschnittsmensch lebt – unabhängig davon, ob er in einer Familie, also einer Eltern-Kind-Konstellation, oder in einer anderen Haushaltsform lebt. Der Durchschnittsmensch lebt also mit einer weiteren Person zusammen in einem Haushalt, wenn man sämtliche Haushaltsformen vom Einpersonenhaushalt bis zur Großfamilie betrachtet.
Mehr zur Haushaltszusammensetzung nach Bundesländern auf Basis des Mikrozensus 2025.
94,4 Quadratmeter Wohnfläche hat die Durchschnittswohnung laut Gebäude- und Wohnungszählung des Zensus 2022.
7,28 Euro Nettokaltmiete pro Quadratmeter kostet die Durchschnittswohnung.
Mehr Wohnungskennzahlen in der Zensusdatenbank.
3 Stunden und 21 Minuten unbezahlte Arbeit in Haushalt und Familie leistet der Durchschnittsmensch pro Tag.
Die Durchschnittsfrau (3 Stunden, 56 Minuten) leistet jeden Tag eine Stunde und 10 Minuten mehr unbezahlte Arbeit in Haushalt und Familie als der Durchschnittsmann (2 Stunden, 46 Minuten).
Bei den Angaben aus der Zeitverwendungserhebung 2022 handelt es sich um Durchschnittswerte über Werktage sowie Feiertage und Wochenenden sowie über alle Personen ab 10 Jahren – vom Schulkind über die Vollzeiterwerbstätige bis zum Rentner. Zur unbezahlten Arbeit zählt neben der Care- oder Sorgearbeit in Haushalt und Familie auch freiwilliges oder ehrenamtliches Engagement sowie die Unterstützung von Personen außerhalb des eigenen Haushalts. Zu den einzelnen Aktivitäten zählen auch die dazugehörigen Pausen- oder Wegezeiten.
Dass Frauen mehr Zeit für unbezahlte Arbeit aufwenden, geht für sie vor allem zulasten der Zeit für Erwerbstätigkeit und Bildung. Mit 2 Stunden und 39 Minuten verwendet die Durchschnittsfrau pro Tag rund eine Stunde weniger Zeit für Erwerbstätigkeit und Bildung als der Durchschnittsmann (3 Stunden, 40 Minuten).
Auch mit Freizeit verbringt die Durchschnittsfrau (5 Stunden, 55 Minuten) weniger Zeit als der Durchschnittsmann (6 Stunden, 23 Minuten) – rund eine halbe Stunde am Tag.
Lediglich mit Schlafen und Körperpflege verbringt die Durchschnittsfrau (9 Stunden, 43 Minuten) etwas mehr Zeit als der Durchschnittsmann (9 Stunden, 28 Minuten).
40,2 Wochenstunden leistet der Durchschnittsmensch, wenn er in Vollzeit arbeitet.
Arbeitet die Durchschnittsfrau in Vollzeit, dann leistet sie 39,3 Wochenstunden — knapp eineinhalb Stunden pro Woche weniger als der Durchschnittsmann mit 40,7 Wochenstunden in Vollzeit.
21,9 Wochenstunden leistet der Durchschnittsmensch, wenn er in Teilzeit arbeitet. Mit 22,2 Wochenstunden arbeitet die Durchschnittsfrau in Teilzeit eineinhalb Stunden mehr als der Durchschnittsmann in Teilzeit (20,7 Wochenstunden).
Die durchschnittliche normalerweise geleistete Wochenarbeitszeit bezieht sich auf alle Erwerbstätigen im Alter von 15 bis 64 Jahren. Mehr zur durchschnittlichen Wochenarbeitszeit in Vollzeit und Teilzeit im Jahr 2025 auf Basis der Arbeitskräfteerhebung.
4 784 Euro brutto (ohne Sonderzahlungen) verdienten Beschäftigte durchschnittlich im April 2025, wenn sie in Vollzeit tätig waren.
Mit 4 366 Euro brutto im Monat verdienten vollzeitbeschäftigte Frauen deutlich weniger als vollzeitbeschäftigte Männer mit 4 980 Euro.
Betrachtet man den Median, verdiente ein Vollzeitbeschäftigter im Mittel 4 123 Euro brutto (ohne Sonderzahlungen). Mit einem mittleren Bruttomonatsverdienst von 3 925 Euro brutto verdiente die vollzeitbeschäftigte Frau weniger als der vollzeitbeschäftigte Mann mit 4 232 Euro brutto im April 2025.
Mehr zu den Bruttoverdiensten von Vollzeitbeschäftigten aus der Verdiensterhebung für den Stichmonat April 2025
2 777 Euro beträgt das monatliche Nettoäquivalenzeinkommen des Durchschnittsmenschen.
Der Medianwert des Nettoäquivalenzeinkommens liegt bei 2 408 Euro im Monat.
Mehr zum Einkommen der Menschen und Haushalte in Deutschland im Statistischen Bericht zu Einkommen und Lebensbedingungen (EU-SILC).
Krankenhausaufenthalte
0,2 stationäre Krankenhausaufenthalte hat der Durchschnittsmensch pro Jahr. Er wird also etwa alle fünf Jahre einmal stationär im Krankenhaus behandelt.
1,5 Tage pro Jahr hält sich der Durchschnittsmensch dabei zur stationären Behandlung in einer Klinik auf. Wenn der Durchschnittsmensch einmal stationär behandelt wird (etwa alle fünf Jahre), dann muss er 7,1 Tage im Krankenhaus bleiben.
Die Durchschnittswerte basieren jeweils auf der Zahl der Patientinnen und Patienten mit Wohnort in Deutschland, die im Jahr 2024 aus dem Krankenhaus entlassen wurden, sowie auf ihren Belegungstagen. Zu Beginn und zum Ende des Jahres kann es folglich zu Überlappungen kommen (Behandlungsfall aus 2023 wird 2024 entlassen, Behandlungsfall aus 2024 wird 2025 entlassen).
Mehr zu den stationären Krankenhausbehandlungen von Patientinnen und Patienten mit Wohnort in Deutschland im Jahr 2024 gibt es in den Tabellen 23131 in GENESIS-Online.
Gesundheitsausgaben
6 444 Euro wurden im Jahr 2024 für die Gesundheit des Durchschnittsmenschen insgesamt ausgegeben.
Mehr als die Hälfte der jährlichen Gesundheitsausgaben trägt die gesetzliche Krankenversicherung (56 %). Mit deutlichem Abstand folgen die privaten Haushalte (12 %), die soziale Pflegeversicherung (12 %) und die private Krankenversicherung (8 %).
Nach Leistungsarten fällt mit 25 % jeder vierte Euro bei den Gesundheitsausgaben für pflegerische Leistungen an. Es folgen Ausgaben für Arzneimittel mit 16 %.
Mehr zu den Gesundheitsausgaben im Jahr 2024 in der Pressemitteilung und als Zeitreihe ab 1992 in den Tabellen 23611 zur Gesundheitsausgabenrechnung in der Datenbank GENESIS-Online.
Alkoholkonsum
11,2 Liter reinen Alkohol trinkt der Durchschnittsmensch ab 15 Jahren in Deutschland pro Jahr.
Das entspricht umgerechnet 448 Gläsern Bier à 0,5 Liter mit einem Alkoholgehalt von 5 Volumenprozent (% vol).
Weitere Daten zum Alkoholkonsum pro Kopf ab 15 Jahren im Jahr 2022 in der Pressemitteilung sowie im internationalen Vergleich in der Datenbank der Weltgesundheitsorganisation (WHO).