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Demographische und Regionale Standards

Die Demographischen wie auch die Regionalen Standards gehen auf Initiativen jeweils gemeinsamer Arbeitskreise - bestehend aus Vertretern des Statistischen Bundesamtes, der Arbeitsgemeinschaft Sozialwissenschaftlicher Institute e. V. (ASI) und des ADM Arbeitskreis Deutscher Markt- und Sozialforschungsinstitute e. V. - zurück.

Die Demographischen Standards dienen dem Zweck, soziostrukturelle Erhebungsmerkmale in Bevölkerungsumfragen (Haushalts- und Personenbefragungen) zu vereinheitlichen, um eine größere Vergleichbarkeit zwischen einzelnen Surveys zu ermöglichen. Die 5. Auflage aus dem Jahr 2010 ist vollständig überarbeitet und an die aktuelle gesellschaftliche Situation angepasst worden. Der Band enthält Erläuterungen für den nationalen, aber auch internationalen Einsatz. In die Überarbeitung neu aufgenommen wurde unter anderem ein Kapitel, in dem die Unterschiede der Demographischen Standards zu den "Core Social Variables" erläutert werden. Bei den "Core Social Variables" handelt es sich um eine Liste sogenannter "Kernvariablen", die seitens des Statistischen Amtes der Europäischen Union (Eurostat) in allen europäischen Haushalts- beziehungsweise Personenerhebungen eingeführt werden sollen. Darüber hinaus werden hier zusätzliche Arbeitshilfen bereitgestellt, zum Beispiel ist der Fragebogen in unterschiedlichen Formaten herunterladbar und damit direkt weiterverarbeitbar, und es werden Umsteigeschlüssel für die Vercodung von Berufsangaben angeboten

Die Regionalen Standards beschreiben administrative und nicht-administrative Gebietsabgrenzungen, Instrumente der Typisierung von Regionen sowie Daten der amtlichen Statistik und anderer Quellen, die für die Regionalisierung von Bevölkerungsumfragen genutzt werden können beziehungsweise Beispiele für regionalisierte Daten darstellen. Die hier vorgestellten Abgrenzungen, Instrumente und Daten werden von der amtlichen Statistik, der amtlichen Raumbeobachtung sowie der Markt- und Sozialforschung zur Gebietstypisierung und als regionale Hintergrundvariablen genutzt. Die Regionalen Standards erschließen die teils schwer zugänglichen Quellen und bieten dem Nutzer einen Überblick über die Möglichkeiten der Regionalisierung von Umfragedaten. Die zweite Auflage aus dem Jahr 2013 wurde vollständig überarbeitet und aktualisiert.

Sowohl für die Demographischen Standards als auch für die Regionalen Standards werden – beginnend mit dem Jahr 2007 – Sonderauswertungen des Mikrozensus zur Verfügung gestellt, die jährlich um die aktuellen Daten ergänzt werden. Es handelt sich um Auswertungen für verschiedene Bevölkerungsgruppen und um haushaltsbezogene Auswertungen, bei denen die Merkmale der Demographischen Standards in der Vorspalte und ausgewählte Einheiten der Regionalen Standards (Ost-West-Gliederung, Bundesländer, Gemeindegrößenklassen, Stadt-Land-Gliederung von Eurostat, siedlungsstrukturelle Kreistypen und räumlicher Lagetyp auf Kreisebene [ab 2011] des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung [BBSR] sowie die BIK-Gemeindegrößenklasse in der 10er-Systematik) in der Kopfspalte ausgewiesen werden. Dargestellt werden die Tabellen für die Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung in Privathaushalten. Indizes, die sich aus den Variablen der Demographischen Standards herleiten lassen, wie beispielsweise der sozioökonomische Status oder die Internationale Standardklassifikation des Bildungswesens (ISCED 1997), bleiben unberücksichtigt.

© Statistisches Bundesamt, Wiesbaden 2014