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Systematische Sicherung der Datenqualität

Die Daten der deutschen amtlichen Statistik genießen im In- und Ausland den Ruf, in hohem Maße verlässlich zu sein. Das Statistische Bundesamt stellt relevante Informationen zur Verfügung, die für Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit zuverlässige Entscheidungsgrundlagen darstellen. Auch zukünftig ist dies unser Anspruch.

Qualitätssicherung

"Wir sichern die hohe Validität unserer Daten über den gesamten Entstehungsprozess." lautet deshalb das strategische Ziel Q2 unserer "Vision". Durch eine umfassende Qualitätssicherung bereits im Prozess der Statistikerstellung stellen wir sicher, dass Daten in der erwartet hohen Qualität zur Verfügung stehen. Unter Qualitätssicherung ist in diesem Zusammenhang die Gesamtheit der Maßnahmen zu verstehen, die sicherstellen sollen, dass unsere Produkte und Dienstleistungen die angestrebten Qualitätsniveaus erreichen. Wir informieren die Nutzerinnen und Nutzer regelmäßig über die Qualitätseigenschaften unserer Produkte in unseren Qualitätsberichten für die einzelnen Statistiken.

An der Erstellung einer Statistik sind viele Akteure beteiligt. Alle Akteure sind dafür verantwortlich, dass am Ende des Produktionsprozesses qualitativ hochwertige Daten veröffentlicht werden. Deshalb sind alle Beteiligten in die Abstimmung von Maßnahmen zur Qualitätssicherung einbezogen. Sowohl intern als auch in Zusammenarbeit mit den Statistischen Landesämtern wird eine zunehmende Systematisierung der Qualitätssicherung erörtert. Grundlage der Diskussion sind dabei die Qualitätsstandards der amtlichen Statistik, die die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder gemeinsam erarbeitet haben. Die Qualitätsstandards zeigen für jeden Prozessschritt der Statistikproduktion, welche Maßnahmen zur Sicherung der Qualität ergriffen werden.

Zusätzlich zu den zahlreichen schon heute existierenden grundlegenden Qualitätssicherungsmaßnahmen bei der Statistikerstellung werden weitere systematische Maßnahmen zur Verbesserung und Bewertung der Datenqualität diskutiert, getestet und eingeführt. Dazu zählen auch Verfahren zur Dokumentation und Analyse von Prozessen sowie zur Messung von Qualitätskriterien. Hinzu kommen Selbst- und Fremdbewertungen der Datenqualität ebenso wie Nutzerbefragungen.

Über die Arbeiten zur systematischen Sicherung der Datenqualität im nationalen statistischen System hinaus beteiligt sich das Statistische Bundesamt aktiv an den entsprechenden Entwicklungen im Europäischen Statistischen System. Gleiches gilt für die Weiterentwicklung des Verhaltenskodex für europäische Statistiken sowie die wichtigen Handbücher und Leitfäden zur Umsetzung der jeweiligen Empfehlungen.

Umgang mit Fehlern

Trotz der vielfältigen Qualitätssicherungsmaßnahmen lassen sich Fehler in den statistischen Produkten nicht völlig vermeiden. Den Umgang mit solchen sogenannten Veröffentlichungsfehlern legt die "Richtlinie zum Umgang mit Veröffentlichungsfehlern" fest. Sie stellt sicher, dass Fehler nach einer definierten Einstufung stets gleichartig behandelt, korrigiert und dokumentiert werden. Sie regelt die Kommunikation des Fehlers gegenüber den Nutzerinnen und Nutzern statistischer Daten.

Revisionen

In manchen Statistikbereichen werden bereits veröffentlichte statistische Ergebnisse im Rahmen von soge­nannten Revisionen überarbeitet, um neue, bisher nicht verfügbare Daten oder methodische und konzeptionelle Änderungen einzuarbeiten. Zu umfangreiche oder zu häufige Revisionen können die Glaubwürdigkeit von amtlichen Statistiken beschädigen und deren Nutzbarkeit einschränken, wenn Revisionen den Nutzerinnen und Nutzern nicht angemessen erklärt und kommuniziert werden. Daher ist das besondere Anliegen der allgemeinen Revisionspolitik die Revisionspraxis der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder für die Nutzerinnen und Nutzer der amtlichen Statistik transparent und nachvollziehbar zu machen. Die allgemeine Revisionspolitik ent­hält neben der Definition des Begriffs "Revision" auch eine Unterscheidung der verschiedenen Revisionstypen, Erläuterungen zu den Revisionsgründen sowie allgemeine Grundsätze zu den Revisions­verfahren.

Die allgemeine Revisionspolitik wird durch den Revisionskalender des Statistischen Bundesamtes ergänzt. Die hier angegebenen Revisionstermine gelten für Veröffentlichungen des Statistischen Bundesamts. Die Revisions­termine von Veröffentlichungen der Statistischen Ämter der Länder können davon abweichen. Der Revisions­kalender gibt einen Überblick darüber, bei welchen Statistiken Revisionen durchgeführt werden und beschreibt anhand einer standardisierten Struktur, nach welchem Zyklus die Revisionen erfolgen.

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