Pressemitteilung Nr. 163 vom 13. Mai 2026
Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte insgesamt, März 2026
-8,8 % zum Vorjahresmonat
+2,1 % zum Vormonat
Preise für pflanzliche Erzeugnisse
-8,0 % zum Vorjahresmonat
Preise für Tiere und tierische Erzeugnisse
-9,3 % zum Vorjahresmonat
WIESBADEN – Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte waren im März 2026 um 8,8 % niedriger als im März 2025. Im Februar 2026 hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat bei -10,9 % gelegen, im Januar 2026 bei -10,0 %. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, stiegen die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte im März 2026 gegenüber Februar 2026 um 2,1 %.
Die Preise für pflanzliche Erzeugnisse sanken im März 2026 um 8,0 % gegenüber März 2025. Die Preise für Tiere und tierische Erzeugnisse verbilligten sich um 9,3 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Im Vergleich zum Vormonat verteuerten sich im März 2026 sowohl pflanzliche Erzeugnisse (+1,4 %) als auch Tiere und tierische Produkte (+2,5 %).
Preisrückgang bei Speisekartoffeln hält an
Der Preisrückgang bei pflanzlichen Produkten um 8,0 % im Vergleich zum Vorjahresmonat ist erneut unter anderem auf die gesunkenen Preise für Speisekartoffeln zurückzuführen. Diese waren im März 2026 um 55,2 % niedriger als im März 2025. Im Februar 2026 hatte die Vorjahresveränderung bei -54,2 %, im Januar 2026 bei -49,8 % gelegen. Auch gegenüber dem Vormonat Februar 2026 fielen die Speisekartoffelpreise (-2,3 %).
Preise für Obst gesunken, für Gemüse und Wein gestiegen
Die Erzeugerpreise für Obst waren im März 2026 um 31,2 % niedriger als ein Jahr zuvor. Preissenkungen gab es unter anderem bei Tafeläpfeln mit -33,0 %.
Die Preise für Gemüse stiegen binnen Jahresfrist um 19,3 %, wobei unter anderem Gurken (+31,9 %), Salat (+20,3 %) und Tomaten (+14,9 %) teurer waren. Preisrückgänge waren hingegen unter anderem bei Kohlgemüse zu beobachten, das 17,3 % billiger war. Bei Wein war im März 2026 mit +1,8 % gegenüber März 2025 eine Preissteigerung zu verzeichnen.
Preise für Getreide und Futterpflanzen gesunken, Handelsgewächse erstmals seit eineinhalb Jahren mit Preissteigerung
Getreide war im März 2026 im Vergleich zum März 2025 um 14,2 % günstiger. Die Preise für Futterpflanzen waren mit einem Rückgang von 6,2 % im Vergleich zum Vorjahresmonat ebenfalls weiterhin rückläufig. Die Preise für Handelsgewächse insgesamt lagen im März 2026 um 0,9 % höher als ein Jahr zuvor. Dies ist die erste Preissteigerung seit September 2024 (+10,4 % gegenüber September 2023). Auch Raps verteuerte sich um 2,5 % zum Vorjahresmonat.
Tierische Erzeugung: Preisanstieg bei Rindern, Geflügel und Eiern, Preisrückgang bei Schweinen und Milch
Der Preisrückgang für Tiere und tierische Erzeugnisse um 9,3 % im Vergleich zum Vorjahresmonat ist unter anderem auf die gesunkenen Preise für Milch zurückzuführen. Der Milchpreis lag im März 2026 um 27,0 % niedriger als im Vorjahresmonat. Auch im Vergleich zum Vormonat Februar 2026 sanken die Preise für Milch (-0,7 %). Bei Eiern kam es binnen Jahresfrist zu einer Preissteigerung von 13,8 %.
Die Preise für Tiere lagen im März 2026 um 3,6 % höher als im März 2025. Maßgeblich dafür war der Preisanstieg bei Rindern um 13,3 %. Bei Schlachtschweinen sanken die Preise hingegen um 3,6 %. Die Preise für Geflügel waren im März 2026 um 3,9 % höher als im März 2025. Ausschlaggebend hierfür waren die Preissteigerungen bei Sonstigem Geflügel (Enten und Puten) um 9,7 %. Bei Hähnchen kam es zu einem leichten Preisanstieg um 0,2 %.
Methodische Hinweise:
Der Index der Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte misst die Entwicklung der Verkaufspreise der Landwirtschaft (ohne Umsatzsteuer) in Deutschland und zeigt damit die Preisentwicklungen auf der ersten Wirtschaftsstufe. Die Jahres- und Wirtschaftsjahresergebnisse werden saisongewichtet ermittelt und weichen dadurch oftmals vom arithmetischen Mittel der Monatsindizes Januar bis Dezember für das Jahr beziehungsweise Juli bis Juni für das Wirtschaftsjahr ab.
Weitere Informationen:
Die vollständigen Jahres-, Wirtschaftsjahres- und Monatsergebnisse der Erzeugerpreise für landwirtschaftliche Produkte sind in der Datenbank GENESIS-Online über die Tabellen 61211-0001 bis 61211-0003 abrufbar.