Presse Reallöhne im 2. Quartal 2026 um 1,5 % höher als im Vorjahresquartal

Nominallöhne steigen im 2. Quartal 2026 um 4,1 % zum Vorjahresquartal

Pressemitteilung Nr. 308 vom 27. August 2026

WIESBADEN – Die Nominallöhne in Deutschland waren im 2. Quartal 2026 um 4,1 % höher als im Vorjahresquartal. Die Verbraucherpreise stiegen im selben Zeitraum um 2,5 %. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, lagen die Reallöhne damit im 2. Quartal 2026 um 1,5 % höher als im Vorjahresquartal.

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Überdurchschnittliche Steigerungen der Nominallöhne waren im 2. Quartal 2026 in den Wirtschaftsabschnitten Land- und Forstwirtschaft, Fischerei (+8,9 %), Energieversorgung (+7,6 %) und Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (+7,5 %) festzustellen. Demgegenüber fiel der Nominallohnzuwachs in den Wirtschaftsabschnitten Kunst, Unterhaltung und Erholung (+3,4 %), Erziehung und Unterricht (+2,4 %) sowie Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (+1,8 %) vergleichsweise gering aus.

Geringverdienende mit überdurchschnittlichem Nominallohngewinn

Betrachtet man die Vollzeitbeschäftigten nach ihrer Verdienstgrößenklasse, hatte das Fünftel mit den geringsten Verdiensten (1. Quintil) im 2. Quartal 2026 mit einem durchschnittlichen Nominallohnwachstum von 6,7 % wiederholt die stärksten Verdienststeigerungen im Vergleich zum Vorjahresquartal.

Die Verdienste der Vollzeitkräfte insgesamt stiegen um 3,9 % und damit etwas schwächer als die Nominallöhne in der Gesamtwirtschaft. Für das oberste Fünftel mit den höchsten Verdiensten unter den Vollzeitbeschäftigten (5. Quintil) lag der Nominallohnanstieg mit +3,3 % ebenfalls unter der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.

Auszubildende wiesen im 2. Quartal 2026 mit +6,0 % gegenüber dem Vorjahresquartal ein überdurchschnittliches Nominallohnwachstum auf. Geringfügig Beschäftigte verzeichneten einen ebenfalls überdurchschnittlichen Anstieg von 4,7 %.

Methodische Hinweise:

Der Nominallohnindex bildet die Entwicklung der Bruttomonatsverdienste einschließlich Sonderzahlungen von allen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ab.

Im 4. Quartal 2025 erfolgte eine Umbasierung der Verdienstindizes auf das neue Basisjahr 2025.

Bei der Berechnung der Verdienstindizes im Wirtschaftszweig O "Öffentliche Verwaltung, Verteidigung; Sozialversicherung" sind methodische Herausforderungen festgestellt worden, die nach jetzigen Erkenntnissen mit strukturellen Veränderungen in diesem Wirtschaftszweig zusammenhängen. Die Aussagekraft der Ergebnisse für diesen Wirtschaftszweig sind daher derzeit eingeschränkt. Die entsprechenden Werte werden bis auf Weiteres nicht veröffentlicht. Als alternative Informationsquelle steht der Tarifindex für den Wirtschaftszweig zur Verfügung.

Weitere Informationen:

Weitere Hintergrundinformationen und die Zeitreihen zu den Real- und Nominallöhnen sind auf der Themenseite "Reallöhne und Nominallöhne"“ und in der Datenbank GENESIS-Online (Tabellen 62361) verfügbar. In GENESIS-Online stehen neben den jährlichen und vierteljährlichen Indizes auch monatliche Indizes mit Veränderungsraten zum Vorjahresmonat bereit.

Der monatliche Nominallohnindex nach Quintilen und Beschäftigungsart ist auch im "Dashboard Konjunktur“ (www.dashboard-konjunktur.de) verfügbar. In diesem Datenportal bündelt das Statistische Bundesamt hochfrequente Indikatoren der amtlichen Statistik und weiterer Datenanbieter zu den Themen Wirtschaft und Finanzen sowie Arbeitsmarkt, Bauen und Energie.

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