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Pressemitteilung Nr. 263 vom 30.07.2012: 2011: Zahl der un­be­fris­tet in Voll­zeit Be­schäf­tig­ten steigt deut­lich

WIESBADEN – Die Zahl der Beschäftigten in einem Normalarbeitsverhältnis stieg von 2010 auf 2011 um rund 610 000 Personen, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis von Ergebnissen des Mikrozensus mitteilt. Die Zahl der Erwerbstätigen insgesamt erhöhte sich in diesem Zeitraum um knapp 790 000. Die Normalarbeitsverhältnisse haben somit wesentlich zum Beschäftigungswachstum beigetragen.

Zu den Normalarbeitnehmerinnen und -arbeitnehmern zählen abhängig Beschäftigte mit einer unbefristeten und voll sozialversicherungspflichtigen Vollzeittätigkeit, die direkt für ihren Arbeitgeber, also nicht über eine Zeitarbeitsfirma vermittelt, arbeiten. Als Vollzeitbeschäftigte gelten hier Erwerbstätige mit einer wöchentlichen Arbeitszeit ab 21 Stunden. Betrachtet werden dabei nur Erwerbstätige im Alter von 15 bis 64 Jahren, die sich nicht in Bildung oder Ausbildung befinden (Kernerwerbstätige).

Bis 2005 war die Zahl der Personen in Normalarbeitsverhältnissen stetig gesunken. Seit dem Jahr 2006 ist wieder ein Anstieg zu verzeichnen, der 2011 besonders deutlich ausfiel. Dennoch lag im Jahr 2011 die Zahl der Normalbeschäftigten mit 23,67 Millionen noch niedriger als vor zehn Jahren (2001: 23,74 Millionen) und deutlich unter der von 1991 (26,83 Millionen).

Die Zahl der atypisch Beschäftigten war im Jahr 2011 ebenfalls höher als im Vorjahr und erreichte mit insgesamt 7,92 Millionen Personen einen neuen Höchststand. Mit einem Plus von gut 80 000 Personen stieg sie jedoch in deutlich geringerem Umfang als die Zahl der Normalbeschäftigten. Zu den atypisch Beschäftigten werden in Abgrenzung zum Normalarbeitsverhältnis Erwerbstätige in befristeten, geringfügigen und Teilzeitbeschäftigungsverhältnissen mit weniger als 21 Wochenstunden sowie solche in Zeitarbeit gezählt.

Durch den stärkeren Anstieg der Anzahl der Normalbeschäftigten ging der Anteil der atypisch Beschäftigten an den Erwerbstätigen im Jahr 2011 leicht zurück und zwar von 22,4 % auf 22,1 %. Knapp zwei Drittel (66,2 %) der Erwerbstätigen befanden sich in einem Normalbeschäftigungsverhältnis. Die verbleibenden 11,7 % der Erwerbstätigen waren Selbstständige und unbezahlt mithelfende Familienangehörige.

Die Anteile der Normalbeschäftigten und der atypisch Beschäftigten blieben damit weiter relativ stabil: Nachdem die 1990er Jahre von einem deutlichen Rückgang des Anteils an Normalbeschäftigungsverhältnissen geprägt waren, lag er ab Mitte des letzten Jahrzehnts bei rund 66 %. Der Anteil der atypisch Beschäftigten blieb seit 2006 relativ konstant bei etwa 22 %.  

Erwerbstätige in unterschiedlichen Erwerbsformen1
Ergebnisse des Mikrozensus
Erwerbsformen200120102011200120102011
 in 1 000in %
Erwerbstätige33 49834 97335 762   
 Normalerwerbstätige23 74023 06923 67470,966,066,2
    Männer14 66313 75014 06078,873,373,4
    Frauen9 0779 3199 61461,057,557,9
  Atypisch Beschäftigte5 9867 8357 91817,922,422,1
    Männer1 4302 3102 3387,712,312,2
    Frauen4 5565 5255 58130,634,133,6
 Selbstständige3 4113 9174 01810,211,211,2
    Männer2 4592 6692 73213,214,214,3
    Frauen9521 2481 2866,47,77,7
1 Personen im Alter von 15 bis 64 Jahren, ohne Personen in Bildung oder Ausbildung.

Weitere Auskünfte gibt:
Christian Wingerter,
Telefon: +49 611 75 3496,
www.destatis.de/kontakt

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