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Pressemitteilung Nr. 203 vom 19.06.2013: Zahl der Habi­lita­tio­nen im Jahr 2012 um 5 % gestie­gen

WIESBADEN – Insgesamt 1 646 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben im Jahr 2012 ihre Habilitation an wissenschaftlichen Hochschulen in Deutschland erfolgreich abgeschlossen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, stieg die Zahl der Habilitationen im Vergleich zum Vorjahr um 5 %. 

Verglichen mit dem Jahr 2002, in dem die Zahl der Habilitationen einen Höchststand erreicht hatte, wurden im Jahr 2012 insgesamt 28 % weniger Habilitationsverfahren abgeschlossen. Die rückläufige Entwicklung ist teilweise auf die Einführung der Juniorprofessur zurückzuführen, die einen alternativen Qualifizierungsweg zum traditionellen Habilitationsverfahren darstellt. Während es 2002 lediglich 102 Juniorprofessuren gab, waren es 2011 bereits 1 332. 

Die Gesamtzahl der hauptberuflichen Professorinnen und Professoren – einschließlich Juniorprofessuren – erhöhte sich im gleichen Zeitraum um 13 % von 37 861 auf 42 924. Wie aus den Daten der Hochschulpersonalstatistik hervorgeht, ist seit 2002 auch die Zahl der neuberufenen hauptberuflichen Professorinnen und Professoren (einschließlich Juniorprofessuren) gestiegen und erreichte im Berichtsjahr 2011 einen Rekordwert von 1 769. Diese Zahl lag somit über den im Berichtsjahr 2011 und auch 2012 abgeschlossenen Habilitationsverfahren. 

Die größte Anzahl an Habilitationen wurde – wie in den Vorjahren – in der Fächergruppe Humanmedizin/Gesundheitswissen­schaften (847) abgeschlossen. Darauf folgten die Fächergruppen Sprach- und Kulturwissenschaften (288), Mathematik, Naturwissenschaften (259) sowie Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (126). 

Der Frauenanteil bei den Habilitationen insgesamt lag 2012 bei 27 %. In den Sprach- und Kulturwissenschaften ist – trotz des Rückganges um gut 3 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr – der Anteil der Frauen mit fast 40 % am höchsten. In den Fächergruppen Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften stieg die Quote um gut 5 Prozentpunkte auf fast 25 %. In den Bereichen Humanmedizin/Gesundheitswissenschaften stieg sie um gut 3 Prozentpunkte auf knapp 26 %, in Mathematik, Naturwissenschaften stieg sie um den gleichen Wert auf fast 19 %. 

Habilitationen nach Fächergruppen und Anteil der Frauen
2000–2012 
JahrInsgesamtSprach-
und
Kultur-
wissen-
schaften
Rechts-,
Wirt-
schafts-
und
Sozial-
wissen-
schaften
Mathematik,
Naturwissen­
schaften
Humanmedizin/
Gesundheits-
wissenschaften
Übrige
Fächer
Habilitationen insgesamt
20002 128410253587700178
20012 199445214528811201
20022 302467225557849204
20032 209439242477873178
20042 283466241478910188
20052 001371225371856178
20061 993374195377894153
20071 881354163376846142
20081 800343176330811140
20091 820349182337816136
20101 755318139295867136
20111 563268114257799125
20121 646288126259847126
Habilitationen von Frauen
– Anteile in % –
200018,431,215,016,013,720,2
200117,228,314,012,714,917,4
200221,637,718,718,115,523,0
200322,036,924,814,916,826,4
200422,735,221,618,618,722,9
200523,035,818,218,620,125,3
200622,238,020,018,817,621,6
200724,337,926,416,521,326,8
200823,434,723,314,521,925,7
200923,841,020,913,920,229,4
201024,936,826,619,721,727,2
201125,542,919,315,222,335,2
201227,039,624,618,525,527,8

Weitere Auskünfte gibt:
Brigitte Damm,
Telefon: +49 611 75 4193,
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