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Pressemitteilung Nr. 391 vom 21.11.2013: Zuwanderung nach Deutschland steigt im 1. Halbjahr 2013 um 11 % 

WIESBADEN – Im ersten Halbjahr 2013 sind nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 555 000 Personen nach Deutschland zugezogen. Das waren 55 000 Zuzüge mehr als im ersten Halbjahr 2012 (+ 11 % ). Damit gab es zum dritten Mal in Folge eine zweistellige Zuwachsrate bei den Zuwanderungen in einem ersten Halbjahr. Gleichzeitig zogen im ersten Halbjahr 2013 rund 349 000 Personen aus Deutschland fort (+ 10 % ). Insgesamt hat sich dadurch der Wanderungssaldo von 182 000 auf 206 000 Personen erhöht (+ 13 % ). Er blieb damit wie in den Vorjahren auf hohem Niveau.

Von allen im ersten Halbjahr 2013 Zugezogenen hatten 501 000 Personen eine ausländische Staatsangehörigkeit; dies waren 54 000 Personen (+ 12 % ) mehr als im ersten Halbjahr 2012. Die Zahl der Zuzüge deutscher Personen blieb dagegen mit rund 54 000 gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert.

Die meisten ausländischen Zugezogenen stammten aus den Staaten der Europäischen Union (EU). Hier stieg die Zahl der Zuzüge um 9 %  auf 334 000 Personen. Die Mehrzahl der ausländischen Zuwanderer kam dabei nach wie vor aus Polen (93 000), gefolgt von Rumänien (67 000) und Bulgarien (29 000). Wie schon im ersten Halbjahr 2012 stieg die Zuwanderung aus den EU-Ländern weiter an, die von der Finanz- und Schuldenkrise besonders betroffen sind: Aus Spanien wanderten 39 % , aus Portugal 26 %  und aus Italien 41 %  mehr ausländische Zuwanderer nach Deutschland ein. Aus Griechenland war die Einwanderung dagegen im Vergleich zum Vorjahr rückläufig (– 4,5 % ).

Aus den europäischen Staaten, die nicht der EU angehören, erhöhte sich die Zuwanderung insgesamt um 21 % , aus Afrika um 38 % , aus Amerika um 2 %  und aus Asien um 14 % . Besonders stark stieg die Zuwanderung ausländischer Personen aus Syrien (+ 178 %  auf 6 000 Zuzüge), der Russischen Föderation (+ 127 %  auf 16 000 Zuzüge), Libyen (+ 219 %  auf 2 000 Zuzüge) und Somalia (+ 143 %  auf 1 000 Zuzüge).

Rund 349 000 Personen zogen im ersten Halbjahr 2013 aus Deutschland fort. Dabei wanderten hauptsächlich ausländische Personen (288 000) aus Deutschland ab; das waren 12 %  mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Zahl der deutschen Auswanderer blieb dagegen mit 61 000 nahezu gleich.

Sowohl bei den Zuzügen als auch bei den Fortzügen ist zu beachten, dass sich keine Aussage darüber treffen lässt, ob sich die Personen vorübergehend oder dauerhaft in Deutschland aufhalten oder aufgehalten haben.

Zugewanderte im 1. Halbjahr 2013 im Vergleich zum Vorjahr: TOP 20 Herkunftsländer

 

 

Herkunftsland

Zuzüge
1. Halbjahr 2013Differenz 1. Hj. 2013 – 1. Hj. 2012

Ins-

gesamt

darunter

Ins-

gesamt

darunter

Ins-

gesamt

darunter
AusländerAusländerAusländer
Anzahl%
Insgesamt555 169501 02654 57454 06410,912,1
darunter:
Polen96 53792 9434 1374 1514,54,7
Rumänien67 32766 9047 4507 39112,412,4
Bulgarien29 37529 2024063951,41,4
Italien27 89526 4947 7517 64738,540,6
Ungarn26 99126 5771 5761 5496,26,2
Spanien19 05715 4834 3894 35429,939,1
Russische Föderation17 04415 8128 7188 842104,7126,9
Griechenland15 71815 120– 859– 718– 5,2– 4,5
Vereinigte Staaten, auch USA13 9069 4552194441,64,9
Türkei12 50810 725– 1 601– 1 848– 11,3– 14,7
Frankreich9 6006 8923433353,75,1
Serbien9 4369 3151 6401 62621,021,1
Indien8 7898 2875865367,16,9
Schweiz8 3702 6813071073,84,2
Österreich8 3285 109– 210– 177– 2,5– 3,3
Vereinigtes Königreich8 0815 2141380,00,7
China7 8596 779– 139– 100– 1,7– 1,5
Portugal7 6127 2721 4561 49623,725,9
Kroatien7 1647 0266456509,910,2
Slowakei7 1117 0112872524,23,7

Weitere Auskünfte gibt:
Rabea Mundil-Schwarz,
Telefon: +49 611 75 2935,
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