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Pressemitteilung Nr. 055 vom 18.02.2014: Mehr als 232 000 Euro an Drittmitteln je Universitätsprofessor/-in im Jahr 2011

WIESBADEN – Im Jahr 2011 warb eine Professorin beziehungsweise ein Professor an deutschen Universitäten (ohne medizinische Einrichtungen/Gesundheitswissenschaften) im Durchschnitt Drittmittel in Höhe von 232 300 Euro ein. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) waren das 5,7 % mehr als im Vorjahr.

In anderen Hochschularten waren die durchschnittlichen Drittmitteleinnahmen einer Professorin/eines Professors niedriger: An den Fachhochschulen (ohne Verwaltungsfachhoch¬schulen) betrugen sie 25 500 Euro (+ 10,3 % gegenüber 2010), an den Kunsthochschulen 14 200 Euro (+ 5,6 %). Im Durchschnitt aller Hochschulen (ohne Verwaltungsfachhochschulen) lagen die Drittmitteleinnahmen einer Professorin/eines Professors im Jahr 2011 bei 160 800 Euro (+ 4,3 %).

Von den insgesamt 5,9 Milliarden Euro, die von den Universitäten (einschließlich medizinische Einrichtungen) eingeworben wurden, entfielen 26,2 % auf die medizinischen Einrichtungen. Nach Fächergruppen betrachtet bezogen Universitätsprofessorinnen und -professoren der Ingenieurwissenschaften die höchsten Drittmitteleinnahmen: Im Jahr 2011 erzielten sie jeweils durchschnittlich 572 000 Euro (+ 4,3 % gegenüber 2010). An zweiter Stelle folgten die Universitätsprofessorinnen und -professoren der Humanmedizin (ohne Gesundheitswissen¬schaften) mit Einnahmen in Höhe von 534 000 Euro (– 2,4 % zum Vorjahr). Mit 111 000 Euro (+ 7,2 %) waren die Drittmitteleinnahmen je Universitätsprofessorin/-professor in den Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften deutlich niedriger. In den Sprach- und Kulturwissenschaften warben die Professorinnen und Professoren durchschnittlich 105 500 Euro ein (+ 15,1 % gegenüber 2010).

Die meisten Drittmittel warben unter den Universitäten (ohne medizinische Einrichtungen) im Jahr 2011 die Technische Hochschule Aachen (knapp 231 Millionen Euro), die Technische Universität München (rund 213 Millionen Euro) und die Technische Universität Dresden (etwa 167 Millionen Euro) ein. Die höchsten Drittmitteleinnahmen je Professor/-in erzielten die Technische Hochschule Aachen (716 900 Euro) und die Universität Stuttgart (605 500 Euro). Aber auch kleinere Hochschulen, wie die Technische Universität Bergakademie Freiberg (604 300 Euro), belegten vordere Ränge.

Drittmitteleinnahmen der Hochschulen
Hochschulart
Fächergruppe
Drittmitteleinnahmen je
Professor/-in 1
Drittmitteleinnahmen insgesamt 2011
20112010
1 000 Euro
1Ohne drittmittelfinanzierte und ohne nebenberufliche Professorinnen/Professoren in Vollzeitäquivalenten (VzÄ). 
Hochschularten
Hochschulen insgesamt (ohne Verwaltungsfachhochschulen)160,8154,16 333 609
darunter: 
  Universitäten (einschließlich medizinische Einrichtungen/Gesundheitswissenschaften)272,5261,45 905 582
  darunter 
    Universitäten (ohne medizinische  Einrichtungen/ Gesundheitswissenschaften)232,3219,74 353 290
    Medizinische Einrichtungen534,0547,21 547 360
  Kunsthochschulen14,213,428 952
  Fachhochschulen25,523,1399 075
Fächergruppen (nur Universitäten)
Sprach- und Kulturwissenschaften105,591,6554 787
Sport168,4174,437 288
Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften111,0103,6399 947
Mathematik, Naturwissenschaften296,4286,71 809 505
Humanmedizin/Gesundheitswissenschaften (einschließlich Zentrale Einrichtungen der Hochschulkliniken)530,5544,01 552 292
darunter: 
Humanmedizin (einschließlich Zentrale Einrichtungen der   Hochschulkliniken)534,0547,21 547 360
Veterinärmedizin176,3159,529 190
Agrar-, Forst- und Ernährungswissenschaften308,9309,1137 962
Ingenieurwissenschaften572,0548,21 350 319
Kunst, Kunstwissenschaft58,959,234 293
Universitäten (ohne medizinische Einrichtungen) mit den höchsten
Drittmitteleinnahmen je Professor/-in 2011
HochschuleDrittmitteleinnahmen
je Professor/-in 1
Drittmittelein-nahmen insgesamt 2011
20112010
1 000 Euro
1Ohne drittmittelfinanzierte und ohne nebenberufliche Professorinnen/Professoren in Vollzeitäquivalenten (VzÄ). 
TH Aachen716,9732,7230 851
U Stuttgart605,5528,1145 617
Karlsruher Institut für Technologie (KIT) - Bereich Hochschule 605,1 542,6 156 715
TU Bergakademie Freiberg604,3673,550 158
TU München597,2580,0213 438
TU Berlin445,8396,9158 911
TU Darmstadt443,2427,0119 213
TU Dresden436,5439,0167 167
TU Chemnitz425,4343,462 748
TU Ilmenau406,1274,936 145

Ausführliche Informationen finden sich in der Fachserie11, Reihe 4.3.2 „Monetäre hochschulstatistische Kennzahlen“.

Weitere Daten und Informationen zum Thema finden Sie auf unserer Themenseite.   

Weitere Auskünfte gibt:
Marco Threin,
Telefon: +49 611 75 4311,
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