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Pressemitteilung Nr. 095 vom 13.03.2014: 2013: Betreuungsgeld für knapp 65 000 Kinder

WIESBADEN – Das 2013 neu eingeführte Betreuungsgeld wurde im Zeitraum vom 1. August bis 31. Dezember 2013 insgesamt 64 877 Mal bewilligt und zur Auszahlung angewiesen. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden (Destatis) weiter mitteilt, zeigen dies die ersten Ergebnisse der Statistik zum Betreuungsgeld, die die tatsächlichen Leistungsbezüge im betrachteten Zeitraum erfasst. Anträge, die abgewiesen, noch nicht bewilligt beziehungsweise für die noch keine Leistungen ausgezahlt wurden, sind darin nicht enthalten. 

Seit dem 1. August 2013 haben Eltern Anspruch auf Betreuungsgeld, wenn sie für ihr Kind keine frühkindliche Förderung in öffentlich geförderten Tageseinrichtungen oder in öffentlich geförderter Kindertagespflege in Anspruch nehmen. Das Betreuungsgeld von derzeit 100 Euro monatlich erhalten Eltern von Kindern, die nach dem 31. Juli 2012 geboren wurden. Gezahlt wird grundsätzlich vom 15. Lebensmonat des Kindes an für 22 Lebensmonate. Wenn Eltern die ihnen maximal zustehenden 14 Elterngeldmonate schon vor dem 15. Lebensmonat des Kindes verbraucht haben, weil sie die Elternzeit ganz oder teilweise gleichzeitig in Anspruch genommen haben (Parallelbezug), kann das Betreuungsgeld ausnahmsweise auch schon vor dem 15. Lebensmonat bezogen werden. Bei Geschwistern mit gleichen Voraussetzungen, also beispielsweise bei Zwillingen, begründet jedes Kind einen gesonderten Anspruch. 

Im Zeitraum vom 1. August bis 31. Dezember 2013 wurde das Betreuungsgeld hauptsächlich von Müttern bezogen (rund 95 %), obwohl es bei Elternpaaren nicht darauf ankommt, wer Antragsteller ist. Im Ländervergleich fällt die Geschlechterverteilung unterschiedlich aus: Während in Bremen fast 9 % der Beziehenden männlich waren, betrug der Anteil in Mecklenburg-Vorpommern nur knapp 2 %. Verheiratet waren im Betrachtungszeitraum gut 79 % der Leistungsbeziehenden, gut 18 % waren ledig. Die restlichen Leistungsbezieher und -bezieherinnen waren geschieden, verwitwet oder lebten in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft. 

Fast 78 % der Leistungsbeziehenden haben den Antrag auf Betreuungsgeld für den maximal möglichen Bezugszeitraum von 22 Monaten gestellt. Mit einer Bezugsdauer von unter 6 Monaten planen 6 % der Leistungsbeziehenden. Eine Bezugsdauer von 6 bis unter 12 Monaten sehen 10 % der betroffenen Eltern vor. Gut 6 % haben einen Antrag für 12 bis unter 22 Monate gestellt. Insgesamt zeichnet sich ein deutlicher Ost-West-Unterschied ab: Die voraussichtliche Bezugsdauer ist in den neuen Ländern mit 13,1 Monaten deutlich kürzer als im früheren Bundesgebiet (19,7 Monate).  

Leistungsbezüge vom 1. August bis 31. Dezember 2013
nach Geschlecht, voraussichtlicher Bezugsdauer und Ländern
LandLeistungs-
bezüge
insgesamt
DarunterDavon mit einer voraussichtlichen Bezugsdauer von ... MonatenDurch-
schnitt-
liche
voraus-
sicht-
liche
Bezugs-
dauer
Monate
unter 66 bis
unter
12
12 bis
unter
22
22
VäterMütter
AnzahlAnteile in % 1
1 Abweichungen in den Summen ergeben sich durch Runden der Zahlen.
Baden-Württemberg14 6224,595,54,84,36,784,320,2
Bayern15 5883,496,66,05,43,685,120,0
Berlin6047,692,48,632,36,352,815,8
Brandenburg3324,595,519,328,910,541,313,7
Bremen3138,991,12,98,94,883,420,0
Hamburg1 0487,792,318,513,910,657,016,1
Hessen4 7594,395,75,011,68,275,219,0
Mecklenburg-Vorpommern2981,798,317,426,510,445,614,5
Niedersachsen5 1636,993,14,59,14,881,619,7
Nordrhein-Westfalen13 2427,592,51,914,57,076,619,4
Rheinland-Pfalz2 7237,592,53,216,212,468,218,5
Saarland7992,597,51,06,45,387,420,7
Sachsen1 9734,395,727,221,810,740,313,0
Sachsen-Anhalt2625,394,725,222,910,741,213,5
Schleswig-Holstein1 9675,294,85,58,63,582,419,6
Thüringen1 1842,497,628,530,215,325,911,3
Deutschland64 8775,294,86,010,06,577,619,2
Früheres Bundesgebiet60 2245,394,74,68,76,180,619,7
Neue Länder (einschließlich Berlin)4 6534,195,923,826,211,338,713,1

Eine Publikation mit weiteren detaillierten Ergebnissen der Betreuungsgeldstatistik für den Zeitraum vom 1. August bis 31. Dezember 2013 ist im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes kostenlos abrufbar.

Weitere Auskünfte gibt:
Stefan Rübenach,
Telefon: +49 611 75 8695,
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