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Pressemitteilung Nr. 153 vom 30.04.2014: 41,8 Millionen Erwerbstätige im März 2014

WIESBADEN – Im März 2014 waren nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) rund 41,8 Millionen Personen mit Wohnort in Deutschland erwerbstätig. Gegenüber März 2013 war das ein Anstieg um 376 000 Personen oder 0,9 %. Damit nahm die Zuwachsrate gegenüber dem Vorjahr etwas zu, nach + 0,7 % im Dezember 2013 und jeweils + 0,8 % in den Monaten Januar und Februar 2014. Erwerbslos waren im März 2014 rund 2,3 Millionen Personen, 53 000 weniger als ein Jahr zuvor. 

Nach vorläufigen Ergebnissen der Erwerbstätigenrechnung erhöhte sich die Zahl der Erwerbstätigen im März 2014 gegenüber dem Vormonat Februar 2014 aufgrund der einsetzenden Frühjahrsbelebung um 99 000 Personen oder 0,2 %. Saisonbereinigt, das heißt nach rechnerischer Ausschaltung der üblichen jahreszeitlich bedingten Schwankungen, nahm die Erwerbstätigenzahl im März 2014 gegenüber dem Vormonat um 37 000 Personen oder 0,1 % zu. 

Über die Erstberechnung der Erwerbstätigen für den Berichtsmonat März 2014 hinaus wurden auch die bisher veröffentlichten monatlichen Ergebnisse zur Erwerbstätigkeit für das Jahr 2013 sowie für die Monate Januar und Februar 2014 neu berechnet. Aus der Neuberechnung der Monatsergebnisse resultieren Veränderungsraten gegenüber dem Vorjahr, die in einigen Monaten geringfügig – auf gesamtwirtschaftlicher Ebene um maximal 0,2 Prozentpunkte – vom bisherigen Rechenstand nach oben beziehungsweise um 0,1 Prozentpunkte nach unten abweichen. 

Nach Ergebnissen der Arbeitskräfteerhebung lag die Zahl der Erwerbslosen im März 2014 bei 2,32 Millionen Personen. Im Vergleich zum März 2013 nahm sie um 53 000 Personen oder 2,1 % ab. Gegenüber dem Vormonat Februar 2014 reduzierte sich die Erwerbslosenzahl um 28 000 Personen oder 1,3 %. Bereinigt um saisonale und irreguläre Einflüsse betrug die Zahl der Erwerbslosen 2,19 Millionen Personen. Die bereinigte Erwerbslosenquote lag im März 2014 bei 5,1 %. 

I. Erwerbstätigenrechnung
Erwerbstätige (Inländer) 1
Jahr MonatOriginalwerteSaisonbereinigt 2
PersonenVeränderung
gegenüber
Vormonat
Veränderung
gegenüber
Vorjahresmonat
PersonenVeränderung
gegenüber
Vormonat
in Millionenin %in Millionenin %
1 Ergebnisse der Erwerbstätigenrechnung im Rahmen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen: Erwerbstätige mit Wohnort in Deutschland (Inländerkonzept). Die entsprechenden Zeitreihen für die Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland (Inlandskonzept) können auf den Fachbereichsseiten abgerufen werden.
2 Saisonbereinigung nach Census X-12-Arima-Verfahren.
2011Januar40,540– 1,01,440,8360,1
Februar40,6010,21,540,9150,2
März40,7100,31,540,9590,1
April40,9050,51,541,0210,2
Mai41,0300,31,441,0590,1
Juni41,0770,11,441,1030,1
Juli41,0860,01,441,1210,0
August41,1670,21,341,1660,1
September41,4180,61,341,1920,1
Oktober41,5730,41,241,2160,1
November41,6340,11,341,2840,2
Dezember41,472– 0,41,341,3450,1
2012Januar41,127– 0,81,441,4250,2
Februar41,099– 0,11,241,4150,0
März41,2130,31,241,4650,1
April41,3790,41,241,4980,1
Mai41,5120,31,241,5350,1
Juni41,5300,01,141,5520,0
Juli41,5550,11,141,5780,1
August41,6000,11,141,5940,0
September41,8030,50,941,5810,0
Oktober41,9580,40,941,6080,1
November41,9840,10,841,6400,1
Dezember41,770– 0,50,741,6470,0
2013Januar41,361– 1,00,641,6550,0
Februar41,3720,00,741,6870,1
März41,4380,20,541,6890,0
April41,5780,30,541,7000,0
Mai41,7120,30,541,7330,1
Juni41,7360,10,541,7570,1
Juli41,8060,20,641,8200,2
August41,8270,10,541,8180,0
September42,0770,60,741,8560,1
Oktober42,2140,30,641,8680,0
November42,2240,00,641,8840,0
Dezember42,042– 0,40,741,9240,1
2014Januar41,687– 0,80,841,9810,1
Februar41,7150,10,842,0270,1
März41,8140,20,942,0640,1

  

II. Arbeitskräfteerhebung
Erwerbslose und Erwerbstätige 1 
 MerkmalMärz
2014
VormonatVorjahresmonat
Februar
2014
VeränderungMärz
2013
Veränderung
1 Personen in Privathaushalten im Alter von 15 bis 74 Jahren, ohne Grundwehr- und Zivildienstleistende.
2 Anteil der Erwerbslosen an den Erwerbspersonen (Erwerbstätige und Erwerbslose) im Alter von 15 bis 74 Jahren.
3 Anteil der Erwerbstätigen an allen Personen im Alter von 15 bis 74 Jahren.
4 Trend-Konjunktur-Komponente (Verfahren X-12-ARIMA unter Demetra+; Berechnung: Eurostat).
Originalwerte
 in Millionenin %in Millionenin %
Erwerbslose2,322,35– 1,32,37– 2,1
Erwerbstätige40,0940,48– 1,039,890,5
 Anteile in %in %Anteile in %in %
Erwerbslosenquote 25,55,5 0,05,6– 1,8
Erwerbstätigenquote 363,764,3– 0,963,40,5
bereinigte Ergebnisse 4
 in Millionenin %in Millionenin %
Erwerbslose2,192,20– 0,52,29– 4,4
Erwerbstätige40,6040,560,140,240,9
 Anteile in %in %Anteile in %in %
Erwerbslosenquote 25,15,10,05,4– 5,6
darunter:
Männer5,45,40,05,7– 5,3
Frauen4,84,80,05,0– 4,0
Personen unter 25 Jahren7,87,9– 1,37,8 0,0
Personen 25 bis unter 75 Jahren4,84,80,05,1– 5,9
Erwerbstätigenquote 364,564,50,064,00,8

Tief gegliederte Daten und lange Zeitreihen können in der Datenbank GENESIS-Online abgerufen werden: Die Daten zu Erwerbstätigen aus der Erwerbstätigenrechnung sind unter den Tabellennummern 13321-0001 (Monate), 13321-0002 (Quartale) beziehungsweise 81000-0011 (Jahre) und zu Erwerbstätigen und Erwerbslosen aus der Arbeitskräfteerhebung unter 13231-0001 (Monate) beziehungsweise 81000-0011 (Jahre) verfügbar.

Methodische Hinweise:
Erwerbstätige und Erwerbslose werden nach dem Erwerbstatuskonzept der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) gezählt. Die ausgewiesene Erwerbslosigkeit darf deswegen nicht mit der registrierten Arbeitslosigkeit verwechselt werden, die von der Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht wird.

Die Erwerbstätigenzahlen aus der Erwerbstätigenrechnung und aus der Arbeitskräfteerhebung unterscheiden sich. Diese Abweichungen sind vor allem auf die unterschiedlichen eingesetzten Methoden und Verfahren der beiden Statistiken zurückzuführen.

Die Erwerbstätigenrechnung schätzt die Gesamtzahl der Erwerbstätigen unter Verwendung aller verfügbaren Quellen (derzeit etwa 60 Quellen). Bei der Arbeitskräfteerhebung handelt es sich um eine kontinuierliche Haushaltsbefragung (derzeit integriert in den Mikrozensus), die jährlich bei 1 % der Bevölkerung in Deutschland mit Auskunftspflicht durchgeführt wird und EU-weit harmonisiert ist. Die Zahl der Erwerbstätigen in der Arbeitskräfteerhebung liegt niedriger als in der Erwerbstätigenrechnung, da es in Haushaltserhebungen erfahrungsgemäß problematisch ist, auch kleinere Tätigkeiten – zum Beispiel von Schülern und Studierenden – vollständig zu erfassen. Solche Tätigkeiten gelten nach internationaler Definition ebenfalls als Erwerbstätigkeit. Für die Berechnung der Erwerbslosenquoten werden im Europäischen Statistischen System dennoch einheitlich die Ergebnisse der Arbeitskräfteerhebung zugrunde gelegt.

Jahresergebnisse, Quartalsergebnisse und weitere monatliche Ergebnisse stehen im Internet zur Verfügung.
Unter dem Begriff Erwerbslosigkeit sind auch ergänzend die mit dem Berliner Verfahren (BV4.1) bereinigten Ergebnisse (Trend-Konjunktur-Komponente) zu finden.  

Die Ergebnisse des Zensus 2011 zur Erwerbstätigkeit werden im Rahmen der nächsten Generalrevision der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (VGR) im Jahr 2014 in die Zeitreihen eingearbeitet. Die Veröffentlichung der Ergebnisse der VGR-Revision ist für August 2014 vorgesehen. Weitere Informationen finden sich unter: Erwerbstätigenrechnung und Zensus 2011: Warum weichen die Ergebnisse ab?.

>>> methodische Kurzbeschreibung Erwerbstätigkeit

>>> methodische Kurzbeschreibung Arbeitsvolumen

Weitere Auskünfte geben:
für den Bereich der Erwerbstätigenrechnung:
Ulf-Karsten Keil,
Telefon: +49 611 75 2633,

für den Bereich der Arbeitskräfteerhebung:
Andreas Grau,
Telefon: +49 611 75 2124,
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