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Pressemitteilung Nr. 230 vom 27.06.2014: Indikatoren für nachhaltige Entwicklung in Deutschland zeigen leichte Verbesserung an

WIESBADEN – Das Statistische Bundesamt hat heute den Indikatorenbericht „Nachhaltige Entwicklung in Deutschland“ (Ausgabe 2014) veröffentlicht. Insgesamt 38 Indikatoren zeigen den aktuellen Stand der nachhaltigen Entwicklung in den Bereichen Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft. In der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie hat die Bundesregierung für die meisten Indikatoren quantifizierte Ziele festgelegt. Der Indikatorenbericht ermittelt, inwieweit die politischen Ziele erfüllt werden, und kennzeichnet die Entwicklung in den einzelnen Bereichen mit Hilfe von vier Wettersymbolen. Die Symbole reichen von „sonnig“ (Zielwert ist erreicht beziehungsweise erscheint zukünftig erreichbar) über „leicht bewölkt“ (Zielwert wird leicht verfehlt), „bewölkt“ (Zielwert wird deutlich verfehlt) bis „gewittrig“ (der Indikator entwickelte sich zuletzt in die falsche Richtung oder hat einen Grenzwert überschritten). 

Mehr als die Hälfte der Indikatoren haben sich in den letzten Jahren so gut entwickelt, dass sie entweder mit „sonnig“ (mit 16 Indikatoren sind das zwei mehr als im vorangegangenen Bericht von 2012) oder mit „leicht bewölkt“ (sechs Indikatoren, einer mehr als im vorherigen Bericht) bewertet wurden. 

Die Erwerbstätigenquote ist in die Gruppe der erfolgreichsten Indikatoren („sonnig“) aufgestiegen. Bei Fortsetzung der derzeitigen Entwicklung kann das für 2020 gesetzte Ziel erreicht werden. In der gleichen Gruppe finden sich nun auch zwei Indikatoren zur Staatsverschuldung (Staatsdefizit und strukturelles Defizit), bei denen die gesetzten Grenzwerte eingehalten wurden. In die zweitbeste Gruppe („leicht bewölkt“) wurde aufgrund seiner verbesserten Entwicklung unter anderem der Indikator zur Ganztagsbetreuung der 0- bis 2-jährigen Kinder aufgenommen. 

Der Indikator zur Rohstoffproduktivität ist dagegen in die dritte Gruppe („bewölkt“) abgestiegen, während zum Beispiel der Indikator zur Gütertransportintensität in diese Gruppe aufstieg. In die schlechteste Gruppe („gewittrig“) sind der Indikator zur wirtschaftlichen Zukunftsvorsorge – gemessen an den Bruttoanlageninvestitionen im Verhältnis zum BIP – und der Indikator zum Anteil des Schienenverkehrs an der Güterbeförderungsleistung abgerutscht. Unverändert zu den Schlusslichtern gehören unter anderem die Indikatoren zum Schuldenstand, zur Artenvielfalt und Landschaftsqualität sowie zum Anteil der Binnenschifffahrt an der Gütertransportleistung.  

Hintergründe und Analysen der Indikatorenentwicklung sind den Einzeldarstellungen des Indikatorenberichts 2014 zu entnehmen. Der Indikatorenbericht wird durch einen Tabellenband (Daten zum Indikatorenbericht 2014) ergänzt. Beides kann im Internet unter Nachhaltigkeitsindikatoren abgerufen werden.

Weitere Auskünfte gibt:
Regina Hoffmann-Müller,
Telefon +49 611 75 2676,
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