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Pressemitteilung Nr. 418 vom 26.11.2014: Atypische Be­schäf­tigung 2013 weiter leicht rück­läufig

WIESBADEN – Die Zahl der atypisch Beschäftigten ist 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 71 000 Personen auf 7,64 Millionen gesunken. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis von Ergebnissen des Mikrozensus mitteilt, sank der Anteil der atypisch Beschäftigten an allen Erwerbstätigen leicht auf 21,4 % (2012: 21,7 %). Damit setzte sich der bereits 2012 beobachtete Rückgang bei der atypischen Beschäftigung fort. 

Vor allem für die Erwerbstätigkeit von Frauen spielt die atypische Beschäftigung eine bedeutende Rolle. Während nur 11,7 % der erwerbstätigen Männer atypisch beschäftigt waren, lag der Anteil bei den Frauen bei 32,5 %. Zu den atypisch Beschäftigten zählen befristet Beschäftigte, Teilzeitbeschäftigte mit bis zu 20 Wochenstunden, geringfügig Beschäftigte sowie Zeitarbeiter. 

Der Rückgang der atypischen Beschäftigung geht vor allem auf die befristet Beschäftigten zurück. 2013 hatten 116 000 Personen weniger einen befristeten Arbeitsvertrag als im Jahr zuvor (– 4,4 %). Auch die geringfügige Beschäftigung (– 1,8 %) und die Zeitarbeit (– 5,3 %) gingen zurück. Dagegen stieg die Zahl der Teilzeitbeschäftigten mit bis zu 20 Wochenstunden leicht an (+ 0,6 %). 

Die Zahl der Personen in einem Normalarbeitsverhältnis nahm 2013 um rund 380 000 Personen zu. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich damit der Anteil der Beschäftigten in Normalarbeitsverhältnissen an allen Erwerbstätigen auf 67,5 % (2012: 66,8 %). Im Gegensatz zur atypischen Beschäftigung liegt der Anteil der Frauen in Normalarbeitsverhältnissen mit 59,5 % deutlich unter dem Anteil der Männer (74,6 %). 

Betrachtet werden hier alle Personen im Alter von 15 bis 64 Jahren, die sich nicht in Bildung oder Ausbildung befinden. Die Zahl dieser Kernerwerbstätigen stieg 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 0,5 % auf 35,6 Millionen Personen.  

Kernerwerbstätige 1 in unterschiedlichen Erwerbsformen
Ergebnisse des Mikrozensus
Erwerbsform Jahr
2012201320122013
in 1 000Anteil in %

1 Nur Erwerbstätige im Alter von 15 bis 64 Jahren, nicht in Bildung oder Ausbildung oder einem Freiwilligendienst.
2 Umfasst auch Selbstständige und mithelfende Familienangehörige, die in der Tabelle nicht gesondert ausgewiesen sind.
3 Gruppen nicht überschneidungsfrei.

/ = Keine Angaben, da Zahlenwert nicht sicher genug.

Insgesamt 235 44435 631/
Männer18 98319 00253,653,3
Frauen16 46116 62846,446,7
Normalarbeitnehmer/-innen23 68224 06366,867,5
Männer13 99314 17773,774,6
Frauen9 6899 88658,959,5
Atypisch Beschäftigte7 7097 63821,721,4
Männer2 3022 23212,111,7
Frauen5 4065 40532,832,5
und zwar 3:Veränderung in %
Befristet Beschäftigte2 6402 524– 4,4
Teilzeitbeschäftigte4 9374 9690,6
Geringfügig Beschäftigte2 4892 444– 1,8
Zeitarbeitnehmer/-innen 717 679– 5,3

Methodischer Hinweis:

Der Mikrozensus, mit der integrierten Arbeitskräfteerhebung, ist eine Stichprobenerhebung, bei der jährlich rund 1 % der Bevölkerung in Deutschland mit Auskunftspflicht befragt wird. Um die ermittelten Befragungsergebnisse auf die Gesamtbevölkerung hochrechnen zu können, werden ausreichend strukturierte und aktuelle Bevölkerungseckzahlen benötigt.

Die Ergebnisse von Mikrozensus und Arbeitskräfteerhebung 2013 wurden auf einen neuen Hochrechnungsrahmen umgestellt. Grundlage hierfür sind die aktuellen Eckzahlen der laufenden Bevölkerungsfortschreibung, die auf den Daten des Zensus 2011 (Stichtag 9. Mai 2011) basieren. Um Vergleiche zu den Vorjahresergebnissen zu ermöglichen, wurden auch die Hochrechnungsfaktoren für die Ergebnisse der Jahre 2011 und 2012 neu berechnet.

Weitere Informationen:

Detailliertere Angaben zur atypischen Beschäftigung befinden sich auf den Internetseiten des Statistischen Bundesamtes unter der Rubrik Erwerbstätigkeit.

Weitere Auskünfte gibt:
Anja Crößmann
Telefon: +49 611 75 3496
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