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Pressemitteilung Nr. 256 vom 10.07.2015: 3,1 % weniger Unternehmensinsolvenzen im April 2015

WIESBADEN – Im April 2015 meldeten die deutschen Amtsgerichte 2 066 Unternehmensinsolvenzen. Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 3,1 % weniger als im April 2014. Im März 2015 hatte es einen Anstieg der Unternehmensinsolvenzen gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat (+ 2,1 %) gegeben. Davor waren seit November 2012 mit Ausnahme des Septembers 2014 (+ 2,7 %) und des Dezembers 2014 (+ 8,1 %) Rückgänge der Unternehmensinsolvenzen im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat registriert worden. 

Der Wirtschaftsbereich Handel (einschließlich Instandhaltung und Reparatur von Kraftwagen) war mit 384 Fällen am häufigsten von Unternehmensinsolvenzen betroffen. 364 Insolvenzanträge stellten Unternehmen des Baugewerbes. Im Wirtschaftsbereich Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen gab es 263 Insolvenzanträge. 

Die voraussichtlichen offenen Forderungen der Gläubiger aus beantragten Unternehmensinsolvenzen beliefen sich nach Angaben der Amtsgerichte im April 2015 auf 2,1 Milliarden Euro. Im April 2014 hatten sie bei 3,2 Milliarden Euro gelegen. 

Zusätzlich zu den Unternehmensinsolvenzen meldeten 8 604 übrige Schuldner Insolvenz an (– 5,1 % gegenüber dem Vorjahresmonat). Darunter waren 6 603 Insolvenzanträge von Verbrauchern und 1 695 Insolvenzanträge von ehemals selbstständig Tätigen, die ein Regel- beziehungsweise ein Verbraucherinsolvenzverfahren durchlaufen.

Beantragte Unternehmensinsolvenzen nach Wirtschaftszweigen
in Deutschland
April 2015
WirtschaftszweigVerfahren insgesamt
Anzahl
Insgesamt2 066
Land- und Forstwirtschaft, Fischerei16
Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden1
Verarbeitendes Gewerbe178
Energieversorgung9
Wasserversorgung; Abwasser und Abfallentsorgung und Beseitigung von Umweltverschmutzungen6
Baugewerbe364
Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kfz384
Verkehr und Lagerei131
Gastgewerbe182
Information und Kommunikation75
Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen53
Grundstücks- und Wohnungswesen49
Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen263
Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen180
Öffentliche Verwaltung, Verteidigung; Sozialversicherung
Erziehung und Unterricht13
Gesundheits-und Sozialwesen37
Kunst, Unterhaltung und Erholung35
Sonstige Dienstleistungen90

  

Beantragte Insolvenzverfahren in Deutschland
 InsolvenzverfahrenApril
2015
Veränderung
gegenüber
April 2014
in %
Januar bis
April
2015
Veränderung
gegenüber
Vorjahres-
zeitraum
in %
1 Verbraucher- und Regelinsolvenzverfahren.
Insgesamt10 670– 4,742 923– 5,6
Unternehmen2 066– 3,17 781– 6,1
Übrige Schuldner8 604– 5,135 142– 5,5
davon:
– Verbraucher6 603– 5,927 007– 7,3
– natürliche Personen als Gesellschafter60– 15,5237– 17,4
– ehemals selbstständig Tätige 11 6950,16 9043,0
– Nachlässe und Gesamtgut246– 12,1994– 6,0

Weitere Auskünfte gibt:
Michael Ziebach,
Telefon: +49 611 75 2811,
Kontaktformular

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Ergebnisse liegen im Themenbereich Insolvenzen vor. Methodische Hinweise befinden sich in den Erläuterungen zur Statistik.

Detaillierte Informationen bietet die Fachserie 2, Reihe 4.1., "Insolvenzverfahren". Basisdaten und lange Zeitreihen zu Insolvenzverfahren können über die Tabellen Insolvenzverfahren (Unternehmen) und Insolvenzverfahren (Übrige Schuldner) in der Datenbank GENESIS-Online abgerufen werden.


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