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Pressemitteilung Nr. 328 vom 08.09.2015: Arbeitskosten im 2. Quartal 2015 um 3,1 % höher als im 2. Quartal 2014

WIESBADEN – In Deutschland sind die Arbeitskosten je geleistete Arbeitsstunde im Zeitraum vom zweiten Quartal 2014 bis zum zweiten Quartal 2015 kalenderbereinigt um 3,1 % gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, stiegen die Arbeitskosten im Vergleich zum Vorquartal saison- und kalenderbereinigt um 0,9 %. 

Die Arbeitskosten setzen sich aus den Bruttoverdiensten und den Lohnnebenkosten zusammen. Die Kosten für Bruttoverdienste erhöhten sich im Zeitraum vom zweiten Quartal 2014 bis zum zweiten Quartal 2015 kalenderbereinigt um 3,4 %, die Lohnnebenkosten stiegen um 2,0 %. 

Für das erste Quartal 2015 liegen für 26 der 28 Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) Veränderungsraten der Arbeitskosten im Produzierenden Gewerbe und Dienstleistungsbereich vor. Nach diesen Ergebnissen verteuerte sich in Deutschland eine Stunde Arbeit im Vergleich zum Vorjahr kalenderbereinigt um 2,8 %. In der gesamten EU lag der durchschnittliche Anstieg der Arbeitskosten in diesem Zeitraum bei 2,5 %. Die höchsten Wachstumsraten innerhalb der EU wiesen Lettland (+ 7,3 %), Rumänien (+ 7,1 %) und Bulgarien (+ 6,9 %) auf. In Zypern (– 1,8 %) waren die Arbeitskosten rückläufig. In Frankreich fiel der Anstieg der Arbeitskosten mit + 1,6 % niedriger aus als in Deutschland. 

Die Veränderungsraten der Arbeitskosten von Staaten außerhalb des Euro-Währungsgebiets sind in der jeweiligen Landeswährung gemessen und daher nicht währungsbereinigt. 

Methodische Hinweise

Den Veränderungsraten der Arbeitskosten liegen die Ergebnisse des Arbeitskostenindex zugrunde. Dieser misst die Veränderung der Arbeitskosten und unterteilt sie zusätzlich in die beiden Bestandteile Bruttoverdienste und Lohnnebenkosten. Bei allen drei Indizes werden den Kosten des Arbeitgebers die tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden der Arbeitnehmer gegenübergestellt. 

Revisionen in den Datenquellen, die für die Berechnung des Arbeitskostenindex genutzt werden, führten zu Anpassungen der Wachstumsraten des Arbeitskostenindex für alle Quartale im Berichtsjahr 2014 und für das erste Quartal 2015 hat sich die kalenderbereinigte Wachstumsrate des Arbeitskostenindex im Vergleich zum Vorjahresquartal von + 3,2 % auf + 2,8 % verringert. Außerdem fand ein Wechsel des Basisjahres des Arbeitskostenindex von 2008 auf 2012 statt. Dieser wirkt sich allerdings nicht auf die Veränderungsraten des Index aus. 

 

Arbeitskostenindizes
für das Produzierende Gewerbe und den Dienstleistungsbereich
in Deutschland 
Jahr, QuartalIndex der
Arbeitskosten
insgesamt
Index der
Bruttoverdienste
Index der
Lohnnebenkosten
1 Kalenderbereinigt, Census X-12-ARIMA.
2 Kalender- und saisonbereinigt, Census X-12-ARIMA.
Veränderung gegenüber dem Vorjahr in % 1
2006 1,11,6– 0,3
2007 0,71,8– 2,9
2008 2,32,90,6
2009 2,72,53,5
2010 1,10,63,2
2011 2,92,92,7
2012 3,23,52,1
2013 1,71,61,9
2014 1,91,91,9
Veränderung gegenüber dem Vorjahresquartal in % 1
20131. Quartal3,93,45,4
2. Quartal1,51,51,5
3. Quartal0,40,6– 0,2
4. Quartal1,21,20,9
20141. Quartal0,71,4– 1,9
2. Quartal2,11,83,2
3. Quartal2,62,43,7
4. Quartal2,22,12,8
20151. Quartal2,82,54,0
2. Quartal3,13,42,0
Veränderung gegenüber dem Vorquartal in % 2
20131. Quartal0,5– 0,12,5
2. Quartal– 0,50,2– 2,8
3. Quartal– 0,2– 0,1– 0,4
4. Quartal1,31,21,7
20141. Quartal0,10,3– 0,4
2. Quartal0,70,32,2
3. Quartal0,50,60,2
4. Quartal0,80,80,8
20151. Quartal0,80,80,8
2. Quartal0,91,10,2

 

EU-Vergleich der Arbeitskosten
Veränderung im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich
Rechenstand: 1. Quartal 2015 
Mitgliedstaaten
der Europäischen Union
Index der
Arbeitskosten
insgesamt
Index der
Bruttoverdienste
Index der
Lohnnebenkosten
Veränderung 1. Quartal 2015 gegenüber 1. Quartal 2014 1
in %

1 Kalenderbereinigt nach den jeweiligen nationalen Verfahren.
2 Die Angaben für Griechenland und Kroatien lagen nicht vor. 

Quelle: Eurostat Online-Datenbank vom 1. September 2015 und Berechnungen von Destatis auf Basis der Eurostat Online-Datenbank.

Europäische Union 22,52,42,6
Euro-Währungsgebiet 22,22,22,1
Belgien0,20,20,2
Bulgarien6,97,35,0
Dänemark1,51,51,7
Deutschland2,82,54,0
Estland5,05,34,6
Finnland1,21,12,0
Frankreich1,61,61,6
Irland0,4– 0,14,5
Italien1,11,21,0
Lettland7,37,27,7
Litauen5,96,15,3
Luxemburg0,60,60,4
Malta3,33,42,0
Niederlande2,73,40,5
Österreich3,13,32,2
Polen4,74,74,7
Portugal4,54,54,5
Rumänien7,17,17,1
Schweden2,22,22,2
Slowakei3,43,43,9
Slowenien2,61,96,8
Spanien1,22,1– 1,1
Tschechische Republik3,43,53,4
Ungarn3,53,92,3
Vereinigtes Königreich2,82,54,9
Zypern– 1,8– 2,0– 0,6

Weitere Auskünfte gibt:
Walter Joachimiak,
Telefon: +49 611 75 2689,
Kontaktformular 

Weiteres

Ergebnisse liegen im Themenbereich Arbeitskosten & Lohnnebenkosten vor. Methodische Hinweise befinden sich in den Erläuterungen zur Statistik.

Basisdaten und lange Zeitreihen zum Arbeitskostenindex können über die Tabelle Arbeitskostenindex nach Wirtschaftsbereiche und Bereinigungsverfahren (62421-0001) in der Datenbank GENESIS-Online abgerufen werden.

Daten im europäischen Vergleich stehen unter Europa in Zahlen zur Verfügung.


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