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Pressemitteilung Nr. 385 vom 27.10.2016: Immer mehr Frauen sterben an Lungen- und Bronchialkrebs

Statistisches Jahrbuch 2016 mit Daten unter anderem zu Gesundheit, Sport und Ernährung erschienen

WIESBADEN – An Lungen- und Bronchialkrebs starben im Jahr 2014 insgesamt 45 000 Menschen in Deutschland. Bei Männern (29 500) war das die zweithäufigste Todesursache. Lungen- und Bronchialkrebs führte bei rund 15 500 Frauen zum Tod. „Damit ist die Zahl der an Lungen- und Bronchialkrebs verstorbenen Frauen in den letzten zehn Jahren um 41 % angestiegen. Hauptursache für diese Krankheiten ist das Rauchen“, sagte Dieter Sarreither, Präsident des Statistischen Bundesamtes, im Rahmen der Pressekonferenz „Wie gesund leben wir?“ zur Vorstellung des Statistischen Jahrbuchs 2016 am 27. Oktober in Berlin. 

Als eine der typischen „Zivilisationskrankheiten“ gilt starkes Übergewicht (Adipositas). Knapp 16 % der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland hatten 2013 einen Body-Mass-Index (BMI) von 30 und mehr. Männer waren mit 17 % häufiger adipös als Frauen mit 14 %. Der Anteil der stark Übergewichtigen nimmt zu: Im Jahr 1999 hatte er bei Männern noch 12 % betragen, bei Frauen 11 %. 

Ein wirksames Mittel gegen starkes Übergewicht ist Bewegung. Durchschnittlich 27 Minuten täglich hat jeder Einwohner und jede Einwohnerin in Deutschland 2012/2013 mit Sport und körperlicher Bewegung verbracht. Der Zeitaufwand ist in den letzten elf Jahren relativ konstant geblieben. Fürs Fernsehen (einschließlich Videos und DVDs) nahmen wir uns allerdings mit 124 Minuten etwa 4,5 Mal so viel Zeit. Seit 2001/2002 ist der durchschnittliche Fernsehkonsum um 11 Minuten angestiegen. 

Für eine gesunde Lebensweise spielt auch die Ernährung eine wichtige Rolle. Im Jahr 2014 war es rund 8 % der Bevölkerung nach eigenen Aussagen aus finanziellen Gründen nicht möglich, jeden zweiten Tag eine vollwertige Mahlzeit (vegetarisch beziehungsweise mit Fleisch, Geflügel oder Fisch) zu sich zu nehmen. Überdurchschnittlich häufig von dieser Form der materiellen Entbehrung betroffen waren Alleinlebende und Personen in Alleinerziehendenhaushalten (2014: jeweils 16 %). 

Nach ihrer individuellen Einschätzung befragt, bewerteten fast zwei Drittel der Bevölkerung (65 %) im Jahr 2014 ihren Gesundheitszustand als sehr gut oder gut. Rund 8 % ging es sehr schlecht oder schlecht. Dabei gab es kaum Unterschiede zwischen Männern und Frauen. 

Weitere Unterlagen zur Pressekonferenz

Weitere Auskünfte gibt:
Oliver Bretz,
Telefon: +49 (0) 611 / 75 31 34,
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