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Pressemitteilung Nr. 092 vom 14.03.2017: 6,9 % weniger Unternehmens­insolvenzen im Jahr 2016

Entwicklung der UnternehmensinsolvenzenBild vergrößern

WIESBADEN –  Im Jahr 2016 meldeten die deutschen Amtsgerichte 21 518 Unter­nehmensinsolvenzen. Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 6,9 % weniger als im Jahr 2015. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen sank damit auf den niedrigsten Stand seit Einführung der Insolvenzordnung im Jahr 1999. Zuletzt hatte es im Krisenjahr 2009 einen Anstieg der Unternehmensinsolvenzen gegeben (+ 11,6 % gegenüber dem Jahr 2008). 

Die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger aus beantragten Unternehmens­insolvenzen bezifferten die Amtsgerichte für das Jahr 2016 auf rund 27,4 Milliarden Euro. Im Jahr 2015 hatten sie bei rund 17,3 Milliarden Euro gelegen. Dieser deutliche Anstieg der Forderungen bei gleichzeitigem Rückgang der Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist darauf zurückzuführen, dass die Gerichte im Jahr 2016 mehr Insolvenzen von wirtschaftlich bedeutenden Unternehmen registrierten als im Jahr 2015. 

Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen war im Jahr 2016 mit 77 238 Fällen um 3,6 % niedriger als im Jahr 2015. Einen Anstieg der Verbraucherinsolvenzen hatte es zuletzt im Jahr 2010 gegeben (+ 7,6 % gegenüber dem Jahr 2009). 

Die Insolvenzen von Personen, die früher einer selbstständigen Tätigkeit nachgegangen sind, lagen mit 20 127 Fällen um 2,1 % unter dem Vorjahresniveau. Bei den ehemals selbstständig Tätigen dürfte in vielen Fällen eine Insolvenz ihres Unternehmens vorausgegangen sein. 

Die Gesamtzahl aller Insolvenzen einschließlich der 3 055 Nachlass- beziehungsweise Gesamtgutinsolvenzen und der 576 Insolvenzen von natürlichen Personen, die als Gesellschafter größerer Unternehmen von einer Insolvenz betroffen waren, belief sich im Jahr 2016 auf 122 514 Fälle (– 3,9 % gegenüber 2015).

Beantragte Insolvenzverfahren in Deutschland
 Jahr 2016Dezember 2016
AnzahlVeränderung
gegenüber
Jahr 2015
in %
AnzahlVeränderung
gegenüber
Dezember 2015
in %
1 Verbraucher- und Regelinsolvenzverfahren.
Insgesamt122 514– 3,910 185– 3,7
Unternehmen21 518– 6,91 740– 5,5
Übrige Schuldner100 996– 3,28 445– 3,4
davon:
– Verbraucher77 238– 3,66 396– 5,7
– natürliche Personen als Gesellschafter576– 12,337– 47,1
– ehemals selbstständig Tätige 120 127– 2,11 7505,9
– Nachlässe und Gesamtgut3 0552,926211,0

Detaillierte Daten können über die Tabellen Insolvenzverfahren (Unternehmen) und Insolvenzverfahren (Übrige Schuldner) in der Datenbank GENESIS-Online abgerufen werden.

Weitere Ergebnisse und methodische Hinweise bietet die Fachserie 2, Reihe 4.1., "Insolvenzverfahren".

Weitere Auskünfte gibt:
Michael Ziebach,
Telefon: +49 (0) 611 / 75 28 11,
Kontaktformular

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Ergebnisse und weiterführende Informationen liegen im Themenbereich Insolvenzen vor.


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