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Pressemitteilung Nr. 188 vom 09.06.2017: 4,3 % weniger Unternehmens­insolvenzen im 1. Quartal 2017

WIESBADEN – Im ersten Quartal 2017 meldeten die deutschen Amtsgerichte 5 177 Unternehmensinsolvenzen. Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 4,3 % weniger als im ersten Quartal 2016. Damit setzte sich der Trend abnehmender Unternehmensinsolvenzen im ersten Quartal 2017 fort. Zuletzt hatte es im ersten Quartal 2010 einen Anstieg der Unternehmensinsolvenzen gegeben (+ 6,7 % gegenüber dem ersten Quartal 2009). Seitdem war die Zahl der Unternehmensinsolvenzen stets niedriger als in den entsprechenden Vorjahresquartalen. 

Im Wirtschaftsbereich Handel (einschließlich Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen) gab es im ersten Quartal 2017 mit 940 Fällen die meisten Unternehmensinsolvenzen. 855 Insolvenzanträge stellten Unternehmen des Baugewerbes. Im Gastgewerbe wurden 551 und im Wirtschaftsbereich Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen 547 Insolvenzanträge gemeldet. 

Die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger aus beantragten Unternehmensinsolvenzen beliefen sich nach Angaben der Amtsgerichte im ersten Quartal 2017 auf rund 5,1 Milliarden Euro. Im ersten Quartal 2016 hatten sie bei knapp 4,7 Milliarden Euro gelegen. Dieser Anstieg der Forderungen bei gleichzeitigem Rückgang der Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist darauf zurückzuführen, dass die Gerichte im ersten Quartal 2017 mehr Insolvenzen von wirtschaftlich bedeutenden Unternehmen registrierten als im ersten Quartal 2016. 

Zusätzlich zu den Unternehmensinsolvenzen meldeten 24 359 übrige Schuldner im ersten Quartal 2017 Insolvenz an (– 2,9 % gegenüber dem Vorjahresquartal). Darunter waren 18 135 Insolvenzanträge von Verbrauchern und 5 252 Insolvenzanträge von ehemals selbstständig Tätigen, die ein Regel- beziehungsweise ein Verbraucherinsolvenzverfahren durchlaufen.

Beantragte Unternehmensinsolvenzen nach Wirtschaftszweigen
in Deutschland
1. Quartal 2017
WirtschaftszweigVerfahren insgesamt
Anzahl
Insgesamt5 177
Land- und Forstwirtschaft, Fischerei33
Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden5
Verarbeitendes Gewerbe381
Energieversorgung17
Wasserversorgung; Abwasser- und Abfallentsorgung und Beseitigung von Umweltverschmutzungen31
Baugewerbe855
Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kfz940
Verkehr und Lagerei350
Gastgewerbe551
Information und Kommunikation155
Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen133
Grundstücks- und Wohnungswesen172
Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen547
Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen516
Erziehung und Unterricht48
Gesundheits- und Sozialwesen120
Kunst, Unterhaltung und Erholung108
Sonstige Dienstleistungen215
Beantragte Insolvenzverfahren in Deutschland
 1. Quartal 2017März 2017
AnzahlVeränderung
gegenüber
1. Quartal 2016
in %
AnzahlVeränderung
gegenüber
März 2016
in %
1 Verbraucher- und Regelinsolvenzverfahren.
Insgesamt29 536– 3,111 1494,1
Unternehmen5 177– 4,31 9332,3
Übrige Schuldner24 359– 2,99 2164,4
davon:
– Verbraucher18 135– 5,76 8211,1
– natürliche Personen als Gesellschafter120– 23,652– 5,5
– ehemals selbstständig Tätige 15 2526,02 04015,5
– Nachlässe und Gesamtgut85215,030318,4

Detaillierte Daten können über die Tabellen Insolvenzverfahren (Unternehmen) und Insolvenzverfahren (Übrige Schuldner) in der Datenbank GENESIS-Online abgerufen werden.

Weitere Ergebnisse und methodische Hinweise bietet die Fachserie 2, Reihe 4.1., "Insolvenzverfahren".

Weitere Auskünfte gibt:
Michael Ziebach,
Telefon: +49 (0) 611 / 75 28 11,
Kontaktformular

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Ergebnisse und weiterführende Informationen liegen im Themenbereich Insolvenzen vor.


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