Normalansicht

Navigation und Service

Logo Destatis - Statistisches Bundesamt, Link zur Startseite

Pressemitteilung Nr. 228 vom 30.06.2017: Spätfröste verursachen äußerst geringe Kirschenernte 2017

WIESBADEN – Die starken Nachtfröste Ende April 2017 zur Blütezeit haben regional zu sehr großen Ernteausfällen bei den Kirschen geführt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, erwarten die deutschen Marktobstbauern entsprechend der ersten Schätzung vom 10. Juni 2017 eine Erntemenge von insgesamt nur 19 600 Tonnen Kirschen. Dies wären 61 % weniger als im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre, der 50 600 Tonnen betragen hatte. Damit droht die niedrigste Kirschenernte seit der deutschen Wiedervereinigung. 

Die Ernteeinbußen bei den Süßkirschen werden voraussichtlich noch etwas größer sein als bei den Sauerkirschen. Mit gut 11 300 Tonnen wird die Süßkirschenernte um 64 % unter dem Zehnjahresdurchschnitt von 31 500 Tonnen liegen. Mit knapp 8 300 Tonnen werden 57 % weniger Sauerkirschen als im letzten Zehnjahresdurchschnitt (19 100 Tonnen) erwartet. 

Süßkirschen werden bundesweit auf einer Fläche von knapp 5 000 Hektar angebaut, wobei sich der Schwerpunkt mit mehr als 40 % der Anbauflächen in Baden-Württemberg befindet. Sauerkirschen wachsen bundesweit auf einer Fläche von knapp 2 000 Hektar. Hier stellen die Bundesländer Rheinland-Pfalz mit mehr als 600 Hektar und Sachsen mit knapp 500 Hektar die wichtigsten Anbauregionen.

Kirschenernte 2017
Vorläufige Ernteschätzung (Juni) für Süß- und Sauerkirschen im Marktobstbau
LandSüßkirschenSauerkirschen
Fläche 1ErtragErntemengeFläche 1ErtragErntemenge
HektarDezitonnen
je Hektar
TonnenHektarDezitonnen
je Hektar
Tonnen
1 Ergebnisse der Baumobstanbauerhebung 2012.
In Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein
und Thüringen vorläufige Ergebnisse der Baumobstanbauerhebung 2017 beziehungsweise aktualisierte Anbauflächen
beziehungsweise Anbauflächen der ertragsfähigen Bäume.
. = Zahlenwert unbekannt oder geheim zu halten.
Deutschland4 97922,811 3301 96142,28 273
Baden-Württemberg2 07615,03 11420643,7900
Bayern49730,61 5217222,5162
Brandenburg3806,12328348,3403
Hamburg5757,5328..13
Hessen145..59..
Mecklenburg-Vorpommern224,094710,047
Niedersachsen49439,61 9602615,139
Nordrhein-Westfalen8169,75626272,8450
Rheinland-Pfalz49616,0 79461733,02 037
Saarland1.....
Sachsen17033,256548438,61 870
Sachsen-Anhalt26336,0 9456951,0351
Schleswig-Holstein6617,41153716,059
Thüringen23037,0 85318789,31 666

Weitere Auskünfte gibt:
Bettina Leven,
Telefon: +49 (0) 611 / 75 86 35,
Kontaktformular 

Weiteres

Ergebnisse und weiterführende Informationen liegen im Themenbereich Obst, Gemüse, Gartenbau vor.


Folgen Sie uns auf Twitter 

Twitter @destatis

@destatis
Tagesaktuell alle Pressemitteilungen sowie Interessantes zu Bevölkerung, Gesundheit, Umwelt bis Wirtschaft.

© Statistisches Bundesamt (Destatis), 2017

Impressum – Kontakt – Barrierefrei