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Pressemitteilung Nr. 262 vom 03.08.2017: Rückgang der öffentlichen Schulden im Jahr 2016 um 0,7 %

Schulden der Länder, Gemeinden/Gv. je EinwohnerBild vergrößern

WIESBADEN – Der Öffentliche Gesamthaushalt (Bund, Länder, Gemeinden/Gemeindeverbände und Sozialversicherung einschließlich aller Extrahaushalte) war beim nicht-öffentlichen Bereich zum Jahresende 2016 mit 2 005,6 Milliarden Euro verschuldet. Das entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung in Deutschland von 24 407 Euro. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach den vorliegenden endgültigen Ergebnissen weiter mitteilt, hat sich damit der Schuldenstand gegenüber den revidierten Ergebnissen zum 31.12.2015 um 0,7 % beziehungsweise 15,1 Milliarden Euro verringert. Zum nichtöffentlichen Bereich gehören Kreditinstitute, der sonstige inländische Bereich – wie zum Beispiel private Unternehmen – und der sonstige ausländische Bereich.

Alle Ebenen des Öffentlichen Gesamthaushalts trugen zum Schuldenabbau bei. Der Bund war zum Ende des Jahres 2016 mit 1 257,1 Milliarden Euro verschuldet, das war ein Rückgang um 0,5 % beziehungsweise 5,7 Milliarden Euro gegenüber dem Jahresende 2015.

Einen noch stärkeren Rückgang erreichten die Länder: Der Schuldenstand nahm um 1,3 % beziehungsweise 8,0 Milliarden Euro auf 605,3 Milliarden Euro ab. Die meisten Länder konnten ihre Verschuldung abbauen. Prozentual besonders hoch waren dabei die Rückgänge in Sachsen (– 19,3 %) und Mecklenburg-Vorpommern (– 10,3 %). Entgegen der allgemeinen Tendenz gab es in vier Ländern eine Zunahme der Schulden. Darunter wiesen Hamburg (+ 7,8 %) und Schleswig-Holstein (+ 6,1 %) die prozentual höchsten Zuwächse aus, im Wesentlichen bedingt durch die Übertragung von notleidenden Altkrediten der HSH Nordbank an die im dritten Quartal 2016 neu gegründete „hsh portfoliomanagement AöR“. Das Saarland (+ 0,3 %) und Hessen (+ 0,2 %) hatten geringere Zuwachsraten.

Die Gemeinden und Gemeindeverbände senkten ihren Schuldenstand um 0,9 % beziehungsweise 1,4 Milliarden Euro auf 142,9 Milliarden Euro. Auch auf der kommunalen Ebene wurden die prozentual höchsten Rückgänge in Sachsen (– 18,6 %) und Mecklenburg-Vorpommern (– 6,8 %) ausgewiesen. Bei Sachsen zählte allerdings 2016 ein bedeutender Extrahaushalt nicht mehr zum Sektor Staat, so dass dessen Schulden nicht mehr einbezogen wurden. Die prozentual stärksten Zuwächse hatten Baden-Württemberg (+ 4,3 %) und Schleswig-Holstein (+ 2,3 %).

Die Sozialversicherung war mit 434 Millionen Euro verschuldet, das waren 11,1 % beziehungsweise 54 Millionen Euro weniger als im Vorjahr.

Weitere detaillierte Daten können der Fachserie 14, Reihe 5 "Schulden des Öffentlichen Gesamthaushalts 2016" entnommen werden.

 

Schulden des Öffentlichen Gesamthaushalts beim nicht-öffentlichen Bereich
Körperschaftsgruppen/LänderInsgesamtVeränderung
gegenüber
dem Vorjahr
Schulden je Einwohner/-in 1
am 31.12.2016
31.12.201631.12.2015
in Millionen Euroin %in Euro
1 Einwohnerzahlen Stand: 31.12.2015.
Insgesamt2 005 6412 020 704– 0,724 407
Bund1 257 0651 262 769– 0,515 297
Länder605 250613 202– 1,37 365
Gemeinden/Gemeindeverbände142 891144 245– 0,91 875
Sozialversicherung434489– 11,15
Länder
Baden-Württemberg53 09253 107– 0,04 880
Bayern19 44521 234– 8,41 514
Brandenburg17 67618 128– 2,57 113
Hessen42 69442 6200,26 913
Mecklenburg-Vorpommern8 5349 510– 10,35 293
Niedersachsen59 93660 771– 1,47 561
Nordrhein-Westfalen179 783184 956– 2,810 063
Rheinland-Pfalz32 66032 967– 0,98 059
Saarland14 09314 0530,314 156
Sachsen1 8522 294– 19,3453
Sachsen-Anhalt20 33020 741– 2,09 054
Schleswig-Holstein29 33727 6616,110 262
Thüringen15 33515 650– 2,07 065
Berlin58 03158 719– 1,216 486
Bremen21 32421 923– 2,731 756
Hamburg31 12828 8667,817 415
Gemeinden/Gemeindeverbände
Baden-Württemberg8 8718 5064,3815
Bayern13 64914 229– 4,11 063
Brandenburg2 0312 067– 1,7818
Hessen18 54618 998– 2,43 003
Mecklenburg-Vorpommern1 9032 042– 6,81 180
Niedersachsen12 67812 5351,11 599
Nordrhein-Westfalen55 10255 106– 0,03 084
Rheinland-Pfalz12 72812 5971,03 140
Saarland3 7673 773– 0,23 784
Sachsen3 4574 248– 18,6846
Sachsen-Anhalt2 9653 061– 3,21 320
Schleswig-Holstein4 3434 2442,31 519
Thüringen2 8512 8390,41 313

Weitere Auskünfte gibt:
Kai Hohmann,
Telefon: +49 (0) 611 / 75 48 39,
Kontaktformular 

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