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Pressemitteilung Nr. 334 vom 21.09.2017: Öffentliche Schulden zum Ende des 1. Halbjahres 2017 um 2,9 % gesunken

WIESBADEN – Der Öffentliche Gesamthaushalt (Bund, Länder, Gemeinden/Gemeindeverbände und Sozialversicherung einschließlich aller Extrahaushalte) war beim nicht-öffentlichen Bereich zum Ende des ersten Halbjahres 2017 mit 1 977,8 Milliarden Euro verschuldet. Zum nicht-öffentlichen Bereich zählen Kreditinstitute sowie der sonstige inländische Bereich (zum Beispiel private Unternehmen) und der sonstige ausländische Bereich. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt, sank der Schuldenstand gegenüber dem Ende des ersten Halbjahres 2016 um 2,9 % beziehungsweise 59,8 Milliarden Euro. Dabei konnten alle Ebenen ihre Verschuldung verringern. Gegenüber dem ersten Quartal 2017 sank der Schuldenstand um 0,4 % beziehungsweise 7,3 Milliarden Euro. Auch in diesem Zeitraum bauten alle Ebenen ihre Verschuldung ab. 

Die Verschuldung des Bundes verringerte sich gegenüber dem Ende des ersten Halbjahres 2016 um 42,3 Milliarden Euro beziehungsweise 3,3 % auf 1 244,0 Milliarden Euro. Der Bund konnte  seine aufgenommenen Kredite um 26,9 Milliarden Euro (– 38,7 %) und seine Wertpapierschulden um 18,2 Milliarden Euro (– 1,5 %) abbauen. Die Kassenkredite dagegen stiegen um 2,8 Milliarden Euro (+ 11,0 %) an. 

Die Länder waren zum Ende des ersten Halbjahres 2017 mit 592,9 Milliarden Euro verschuldet, was einem Rückgang um 2,4 % beziehungsweise 14,8 Milliarden Euro gegenüber dem ersten Halbjahr 2016 entspricht. Hohe prozentuale Rückgänge gab es in Sachsen (– 23,3 %), Bayern (– 11,6 %), Mecklenburg-Vorpommern (– 9,6 %) und Hessen (– 8,6 %). Die prozentual höchsten Zuwächse hatten Hamburg (+ 7,3 %) und Schleswig-Holstein (+ 4,6 %), im Wesentlichen bedingt durch die Übertragung von notleidenden Altkrediten der HSH Nordbank an die neu gegründete „hsh portfoliomanagement AöR“. 

Der Schuldenstand der Gemeinden und Gemeindeverbände sank gegenüber dem Vorjahreshalbjahr um 1,8 % (– 2,6 Milliarden Euro) auf 140,5 Milliarden Euro. Die prozentualen Rückgänge der Schuldenstände der Gemeinden und Gemeindeverbände waren in Sachsen (– 8,4 %), Sachsen-Anhalt (– 6,4 %) und Hessen (– 5,0 %) besonders hoch. Schuldenzuwächse gab es in Schleswig-Holstein (+ 1,5 %) und Baden-Württemberg (+ 1,0 %).

Weitere Daten können der Fachserie 14, Reihe 5.2 "Vorläufiger Schuldenstand des Öffentlichen Gesamthaushalts" entnommen werden. Detaillierte Daten können über die Tabelle Schulden beim nicht-öffentlichen Bereich (71311-0002) in der Datenbank GENESIS-Online abgerufen werden.

 

Schulden des Öffentlichen Gesamthaushalts beim nicht-öffentlichen Bereich 1
– vorläufige Ergebnisse –
Körperschaftsgruppen/LänderInsgesamtVeränderung
gegenüber
31.03.2017
Veränderung
gegenüber
30.06.2016
30.06.201731.03.201730.06.2016
in Millionen Euroin %
1 Einschließlich Extrahaushalte.
2 Kernhaushalte der Sozialversicherung zum Stand 31.12.2015 für den 30.06.2016; für den 31.03.2017 und 30.06.2017 Kernhaushalte der Sozialversicherung zum Stand 31.12.2016.
Insgesamt1 977 8211 985 1012 037 580– 0,4– 2,9
Bund1 244 0041 244 7631 286 274– 0,1– 3,3
Länder592 875598 796607 686– 1,0– 2,4
Gemeinden/Gemeindeverbände140 503141 101143 131– 0,4– 1,8
Sozialversicherung 2438441489– 0,5– 10,4
Länder
Baden-Württemberg51 10453 21152 599– 4,0– 2,8
Bayern17 29417 83919 564– 3,1– 11,6
Brandenburg16 87117 16717 538– 1,7– 3,8
Hessen39 74841 92343 462– 5,2– 8,6
Mecklenburg-Vorpommern8 2228 2509 094– 0,3– 9,6
Niedersachsen59 58959 97660 420– 0,7– 1,4
Nordrhein-Westfalen176 552177 102181 416– 0,3– 2,7
Rheinland-Pfalz32 20831 70831 8381,61,2
Saarland14 20514 13914 3150,5– 0,8
Sachsen1 7771 7822 317– 0,3– 23,3
Sachsen-Anhalt21 76421 01721 9523,6– 0,9
Schleswig-Holstein28 80528 76027 550 0,2 4,6
Thüringen15 09615 24515 290– 1,0– 1,3
Berlin55 94657 00058 415– 1,9– 4,2
Bremen21 50721 82421 914– 1,5– 1,9
Hamburg32 18631 85330 0031,07,3
Gemeinden/Gemeindeverbände
Baden-Württemberg7 8607 8547 7820,11,0
Bayern13 27013 22713 7250,3– 3,3
Brandenburg2 0172 0382 050– 1,0– 1,6
Hessen17 88117 98018 823– 0,6– 5,0
Mecklenburg-Vorpommern1 8931 9141 977– 1,1– 4,2
Niedersachsen12 86812 97412 997– 0,8– 1,0
Nordrhein-Westfalen55 08655 22055 440 – 0,2– 0,6
Rheinland-Pfalz12 85112 89312 884– 0,3– 0,3
Saarland3 5963 6143 720– 0,5– 3,3
Sachsen3 2143 2703 510– 1,7– 8,4
Sachsen-Anhalt2 8602 9703 056– 3,7– 6,4
Schleswig-Holstein4 3754 3834 312– 0,21,5
Thüringen2 7332 7652 855– 1,2– 4,3

Methodische Hinweise
2016 wurde die vierteljährliche Schuldenstatistik an den Berichtskreis und die Abgrenzungen der jährlichen Schuldenstatistik angepasst. Daher sind die vorliegenden Ergebnisse mit den endgültigen jährlichen Ergebnissen vergleichbar, allerdings nur noch eingeschränkt mit den Quartalswerten bis einschließlich viertes Quartal 2015. Die Schulden der Kernhaushalte der Sozialversicherung wurden auf Basis des Ergebnisses zum 31. Dezember 2015 der jährlichen Schuldenstatistik für das erste Halbjahr 2016 auf 480 Millionen Euro und für das erste Halbjahr 2017 auf Basis des Ergebnisses der jährlichen Schuldenstatistik zum 31. Dezember 2016 auf 427 Millionen Euro fortgeschrieben.

Weitere Auskünfte gibt:
Sylvia Jung,
Telefon: +49 (0) 611 / 75 35 88,
Kontaktformular 

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