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Pressemitteilung Nr. 362 vom 13.10.2017: 9,8 % weniger Unternehmensinsolvenzen im Juli 2017

WIESBADEN – Im Juli 2017 meldeten die deutschen Amtsgerichte 1 633 Unternehmens­insolvenzen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen weiter mitteilt, waren das 9,8 % weniger als im Juli 2016. 

Im Wirtschaftsbereich Handel (einschließlich Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen) gab es im Juli 2017 mit 318 Fällen die meisten Unternehmensinsolvenzen. 285 Insolvenzanträge stellten Unternehmen des Baugewerbes. Im Wirtschaftsbereich Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen wurden 181 Insolvenzanträge gemeldet. 

Die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger aus beantragten Unternehmensinsolvenzen bezifferten die Amtsgerichte für Juli 2017 auf knapp 1,5 Milliarden Euro. Im Juli 2016 hatten sie bei 1,7 Milliarden Euro gelegen. 

Zusätzlich zu den Unternehmensinsolvenzen meldeten 8 019 übrige Schuldner im Juli 2017 Insolvenz an (– 4,1 % gegenüber dem Vorjahresmonat). Darunter waren 6 086 Insolvenzanträge von Verbrauchern und 1 644 Insolvenzanträge von ehemals selbstständig Tätigen, die ein Regel- beziehungsweise ein Verbraucherinsolvenzverfahren durchlaufen.

Beantragte Unternehmensinsolvenzen nach Wirtschaftszweigen
in Deutschland
Juli 2017
WirtschaftszweigVerfahren insgesamt
Anzahl
Insgesamt1 633
Land- und Forstwirtschaft, Fischerei9
Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden
Verarbeitendes Gewerbe119
Energieversorgung9
Wasserversorgung; Abwasser- und Abfallentsorgung und Beseitigung von Umweltverschmutzungen4
Baugewerbe285
Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kfz318
Verkehr und Lagerei86
Gastgewerbe168
Information und Kommunikation43
Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen63
Grundstücks- und Wohnungswesen57
Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen181
Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen151
Erziehung und Unterricht14
Gesundheits- und Sozialwesen34
Kunst, Unterhaltung und Erholung25
Sonstige Dienstleistungen67
Beantragte Insolvenzverfahren in Deutschland
  Juli 2017Januar bis Juli 2017
AnzahlVeränderung

gegenüber
Juli 2016
in %

AnzahlVeränderung

gegenüber
Vorjahreszeitraum
in %

1 Verbraucher- und Regelinsolvenzverfahren.
Insgesamt9 652– 5,167 903– 6,1
Unternehmen1 633– 9,811 852– 7,4
Übrige Schuldner8 019– 4,156 051– 5,8
davon:
– Verbraucher6 086– 4,442 143– 7,6
– natürliche Personen als Gesellschafter42– 4,5280– 20,7
– ehemals selbstständig Tätige 11 644– 3,711 8230,9
– Nachlässe und Gesamtgut2471,61 8050,4

Detaillierte Daten können über die Tabellen Insolvenzverfahren (Unternehmen) und Insolvenzverfahren (Übrige Schuldner) in der Datenbank GENESIS-Online abgerufen werden.

Weitere Ergebnisse und methodische Hinweise bietet die Fachserie 2, Reihe 4.1., "Insolvenzverfahren".

Weitere Auskünfte gibt:
Michael Ziebach,
Telefon: +49 (0) 611 / 75 28 11,
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Ergebnisse und weiterführende Informationen liegen im Themenbereich Insolvenzen vor.


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