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Pressemitteilung Nr. 053 vom 20.02.2018: Erzeugerpreise Januar 2018: + 2,1 % gegenüber Januar 2017

WIESBADEN – Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte lagen im Januar 2018 um 2,1 % höher als im Januar 2017. Im Dezember 2017 hatte die Jahresveränderungsrate bei + 2,3 % gelegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, stiegen die Erzeugerpreise im Januar gegenüber dem Vormonat um 0,5 %. 

Die Preisentwicklung bei Vorleistungsgütern wirkte sich im Januar 2018 am stärksten auf die Entwicklung der Erzeugerpreise insgesamt aus. Vorleistungsgüter waren im Januar 2018 um 3,1 % teurer als im Januar 2017. Gegenüber dem Vormonat Dezember stiegen diese Preise um 0,9 %. Metalle kosteten 5,6 % mehr als im Januar 2017, gegenüber dem Vormonat stiegen die Metallpreise um 1,3 %. Dabei war Walzstahl im Vorjahresvergleich um 7,6 % teurer (+ 1,5 % gegenüber Dezember 2017), Nicht-Eisenmetalle und deren Halbzeug verteuerten sich um 3,8 % (+ 1,4 % gegenüber Dezember 2017). Chemische Grundstoffe kosteten 4,8 % mehr als ein Jahr zuvor, gegenüber dem Vormonat stiegen die Preise um 1,0 %. 

Energie war im Januar 2018 um 2,2 % teurer als im Januar 2017. Gegenüber Dezember 2017 stiegen die Energiepreise um 0,2 %. Die Preisentwicklung im Vorjahresvergleich unterschied sich bei den einzelnen Energieträgern: Mineralölerzeugnisse waren 2,3 % und elektrischer Strom 4,9 % teurer als ein Jahr zuvor, Erdgas in der Verteilung hingegen um 0,6 % billiger.
Den Gesamtindex beeinflussten die Energiepreise kaum. Die Erzeugerpreise ohne Berücksichtigung von Energie waren ebenfalls um 2,1 % höher als im Januar des Vorjahres. Gegenüber Dezember 2017 stiegen sie um 0,6 %.

 

Besondere Preisentwicklungen bei Energie im Januar 2018
 Veränderung in % gegenüber
Januar 2017Dezember 2017
Elektrischer Strom4,9– 0,5
darunter:
für Weiterverteiler10,1– 0,1
für Sondervertragskunden2,4– 1,0
für Haushalte1,7– 0,1
Mineralölerzeugnisse2,31,0
darunter:
Flüssiggas als Kraft- oder Brennstoff15,1– 3,4
Flugturbinenkraftstoff aus Leuchtöl (Kerosin)10,21,0
Leichtes Heizöl7,63,8
Dieselkraftstoff2,21,7
Motorenbenzin– 1,30,1
Erdgas (Verteilung)– 0,60,1
darunter:
für Wiederverkäufer– 1,50,3
für Haushalte– 1,6– 0,8
für die Industrie1,80,4
für Kraftwerke5,00,9

Die Preise für Verbrauchsgüter waren im Januar 2018 um 1,5 % höher als im Januar 2017, im Vergleich zum Vormonat Dezember blieben sie unverändert. Nahrungsmittel kosteten im Jahresvergleich 2,0 % mehr. Gegenüber dem Vormonat Dezember sanken hier die Preise um 0,1 %. Gegenüber dem Vorjahresmonat wies Butter mit + 16,9 % auch im Januar 2018 den höchsten Preisanstieg auf, jedoch fielen die Preise gegenüber Dezember 2017 um 3,3 %. Milch kostete 10,9 % mehr als im Vorjahresmonat (– 0,9 % gegenüber Dezember 2017). Obst- und Gemüseerzeugnisse verteuerten sich gegenüber dem Vorjahresmonat um 5,3 %, gegenüber Dezember 2017 um 2,2 %. Zucker war hingegen 21,1 % billiger als im Januar 2017, gegenüber Dezember 2017 fielen die Preise um 2,5 %. Damit haben die Zuckerpreise den niedrigsten Stand seit 1949. 

Investitionsgüter waren im Januar 2018 um 1,2 % teurer als im Januar 2017, Gebrauchsgüter kosteten 1,5 % mehr als im Vorjahresmonat (jeweils + 0,5 % gegenüber Dezember 2017).

 

Index der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte (Inlandsabsatz)
 – Deutschland –
Jahr / Monat2010 = 100Veränderung in % gegenüber
VorjahresmonatVormonat
2017Januar104,12,40,7
Februar104,33,10,2
März104,33,10,0
April104,73,40,4
Mai104,52,8– 0,2
Juni104,52,40,0
Juli104,72,30,2
August104,92,60,2
September105,23,10,3
Oktober105,52,70,3
November105,62,50,1
Dezember105,82,30,2
2018Januar106,32,10,5
davon:
Vorleistungsgüter106,03,10,9
Investitionsgüter106,71,20,5
Gebrauchsgüter110,71,50,5
Verbrauchsgüter112,51,50,0
Energie102,22,20,2

Methodische Hinweise:
Der Index misst die Entwicklung der Preise für die von dem Bergbau, dem Verarbeitenden Gewerbe sowie der Energie- und Wasserwirtschaft in Deutschland erzeugten und im Inland verkauften Produkte. Er stellt damit die Preisveränderungen in einer frühen Phase des Wirtschaftsprozesses dar. Erhebungsstichtag ist jeweils der 15. des Berichtsmonats.

Detaillierte Informationen bietet die Fachserie 17, Reihe 2 "Erzeugerpreisindex gewerblicher Produkte". Basisdaten und lange Zeitreihen können über die Tabelle Erzeugerpreise gewerblicher Produkte (61241-0004) in der Datenbank GENESIS-Online abgerufen werden.

Weitere Auskünfte gibt:
Florian Peter,
Telefon: +49 (0) 611 / 75 47 94,
Kontaktformular 

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Ergebnisse und weiterführende Informationen liegen im Themenbereich Erzeugerpreisindex gewerblicher Produkte vor.


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