Normalansicht

Navigation und Service

Logo Destatis - Statistisches Bundesamt, Link zur Startseite

Pressemitteilung Nr. 063 vom 27.02.2018: 0,9 % weniger Verkehrstote im Jahr 2017

KORREKTUR: Aufgrund einer nachträglichen Berichtigung der Angaben für Nordrhein-Westfalen wurden die hervorgehobenen Änderungen im Text und in der Tabelle vorgenommen.

WIESBADEN – Im Jahr 2017 starben in Deutschland 3 177 Menschen bei Unfällen im Straßenverkehr. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen weiter mitteilt, waren das 29 Getötete oder 0,9 % weniger als im Jahr 2016 (3 206 Getötete). Damit erreichte die Zahl der Verkehrstoten den niedrigsten Stand seit Beginn der Statistik vor mehr als 60 Jahren. Auch die Zahl der Verletzten ging 2017 gegenüber dem Vorjahr zurück, und zwar um 2,1 % auf rund 388 200 Personen. 

Die bisher vorliegenden detaillierten Ergebnisse für den Zeitraum Januar bis November 2017 zeigen, dass deutlich weniger Insassen von Personenkraftwagen im Straßenverkehr tödlich verunglückten (– 104 Getötete oder – 7,4 %). Auch die Zahl der getöteten Fußgänger ging zurück (– 28 Getötete oder – 6,4 %). Dagegen kamen mehr Menschen auf Krafträdern mit amtlichem Kennzeichen wie Motorrädern und -rollern (+ 46 Getötete oder + 8,6 %) oder als Insasse eines Güterkraftfahrzeuges ums Leben (+ 30 Getötete oder + 24,2 %). 

2017 erreichte die Zahl der Unfälle einen neuen Höchststand: Die Polizei nahm rund 2,6 Millionen Unfälle auf, 2,0 % mehr als ein Jahr zuvor. Bei 2,3 Millionen Unfällen blieb es bei Sachschäden (+ 2,6 %). Dagegen nahm die Zahl der Unfälle, bei denen Menschen verletzt oder getötet wurden, um 2,3 % auf 301 200 Unfälle ab. 

In Baden-Württemberg, Brandenburg, Rheinland-Pfalz, im Saarland und in Thüringen gab es im Jahr 2017 mehr Verkehrstote als im Vorjahr. In Bremen blieb die Zahl der Getöteten unverändert. In den übrigen Bundesländern kamen weniger Personen im Straßenverkehr zu Tode. In absoluten Zahlen betrachtet gab es den stärksten Rückgang in Nordrhein-Westfalen mit – 46 Personen (– 8,8 %), gefolgt von Berlin mit – 20 Personen (– 35,7 %). 

Gemessen an der Einwohnerzahl war das Risiko im Straßenverkehr zu sterben in Brandenburg und Sachsen-Anhalt mit jeweils 59 Todesopfern sowie in Niedersachsen mit 51 Todesopfern je 1 Million Einwohner am höchsten. Weit unter dem Bundesdurchschnitt von 38 Getöteten je 1 Million Einwohner liegen aufgrund ihrer Siedlungsstruktur die Stadtstaaten, aber auch Nordrhein-Westfalen, wo auf 1 Million Einwohner 27 Getötete kamen.

 

Bei Straßenverkehrsunfällen 2017 Verunglückte und Getötete nach Ländern 1
LandVerunglückte
ins-
gesamt
Verände-
rung
gegen-
über
2016
darunter: Getötete
insge-
samt
Veränderung
gegenüber
2016
je 1 Million
Einwohner
Anzahlin %Anzahlin %
1 Vorläufiges Ergebnis.
2 Einschließlich derzeit nach Ländern noch nicht aufteilbarer, erwarteter Nachmeldungen.
Baden-Württemberg47 762– 1,54555012,342
Bayern70 267– 2,9608– 8– 1,347
Berlin17 4200,236– 20– 35,710
Brandenburg11 5030,51482722,359
Bremen3 9312,71300,019
Hamburg9 526– 3,128– 1– 3,415
Hessen28 4380,5213– 18– 7,834
Mecklenburg-Vorpommern6 834– 4,279– 10– 11,249
Niedersachsen43 1020,5406– 8– 1,951
Nordrhein-Westfalen76 997– 3,3478– 46– 8,827
Rheinland-Pfalz19 300– 2,6177169,944
Saarland4 837– 9,343926,543
Sachsen16 979– 2,8147– 15– 9,336
Sachsen-Anhalt10 533– 1,1132– 1– 0,859
Schleswig-Holstein16 216– 2,399– 15– 13,234
Thüringen8 7430,110954,851
Deutschland 2391 396– 2,13 177– 29– 0,938

Weitere Auskünfte gibt:
Gerhard Kraski,
Telefon: +49 (0) 611 / 75 26 87,
Kontaktformular

Weiteres

Ergebnisse und weiterführende Informationen liegen im Themenbereich Verkehrsunfälle vor.


Folgen Sie uns auf Twitter 

Twitter @destatis

@destatis
Tagesaktuell alle Pressemitteilungen sowie Interessantes zu Bevölkerung, Gesundheit, Umwelt bis Wirtschaft.

© Statistisches Bundesamt (Destatis), 2018

Impressum – Kontakt – Barrierefrei