Pressemitteilung Nr. 131 vom 11. April 2018
WIESBADEN – Im Jahr 2017 haben rund 514 900 Jugendliche in Deutschland einen neuen Ausbildungsvertrag im Rahmen des dualen Systems abgeschlossen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen weiter mitteilt, waren das 4 900 Verträge oder 1,0 % mehr als im Jahr 2016. Während bei Männern die Zahl der neuen Verträge deutlich zunahm (+ 11 500 oder + 3,7 % gegenüber 2016), setzte sich bei den Frauen der schon in den Vorjahren rückläufige Trend mit 6 600 oder 3,3 % weniger neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen weiter fort.
Den größten absoluten Zuwachs (+ 3 800 oder + 2,8 %) gab es im Handwerk, dem zweitgrößten Ausbildungsbereich nach Industrie und Handel. Prozentual am stärksten nahm mit + 6,5 % die Zahl der Neuverträge im öffentlichen Dienst zu (+ 800). In den meisten übrigen Ausbildungsbereichen wie Industrie und Handel (+ 0,1 %), Landwirtschaft (+ 0,4 %) und Hauswirtschaft (+ 0,1 %) stieg die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge geringfügig an. Lediglich bei den freien Berufen sank die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge leicht um 0,5 %.
In den Bundesländern hat sich die Zahl der neuen Ausbildungsverträge im Vergleich zum Vorjahr unterschiedlich entwickelt. Während Sachsen (+ 4,7 %), Thüringen (+ 3,5 %), Mecklenburg-Vorpommern (+ 2,6 %) und Bayern (+ 2,2 %) die größten Zunahmen hatten, gab es im Saarland (– 3,2 %) und in Sachsen-Anhalt (– 2,7 %) die stärksten Rückgänge.
Insgesamt befanden sich am 31. Dezember 2017 nach vorläufigen Ergebnissen 1,3 Millionen Jugendliche in einer Ausbildung im dualen System. Dieser Wert entspricht in etwa dem Niveau des Jahres 2016 (– 0,2 %).
Neu abgeschlossene Ausbildungs- verträge | Veränderung gegenüber dem Vorjahr in % | Auszubildende am 31.12. | Veränderung gegenüber dem Vorjahr in % | |
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Anzahl | Anzahl | |||
Abweichungen in den Summen sind rundungsbedingt. 1 Die Meldungen liegen teilweise noch nicht vor, es wurden Daten des Vorjahres oder Schätzungen verwendet. | ||||
Nach Ausbildungsbereichen | ||||
Industrie und Handel | 302 900 | 0,1 | 770 100 | – 0,8 |
Handwerk | 140 300 | 2,8 | 362 400 | 0,7 |
Landwirtschaft | 13 500 | 0,4 | 33 000 | 0,3 |
Öffentlicher Dienst | 13 700 | 6,5 | 37 500 | 3,0 |
Freie Berufe | 42 500 | – 0,5 | 110 100 | – 0,2 |
Hauswirtschaft | 2 100 | 0,1 | 5 600 | – 2,8 |
Insgesamt | 514 900 | 1,0 | 1 318 600 | – 0,2 |
Nach Ländern | ||||
Baden-Württemberg | 74 100 | 0,5 | 190 100 | 0,1 |
Bayern | 92 600 | 2,2 | 240 400 | 1,2 |
Berlin | 15 500 | – 1,6 | 38 400 | – 0,5 |
Brandenburg | 10 200 | 1,9 | 25 900 | 0,3 |
Bremen 1 | 5 600 | 0,2 | 14 500 | 2,4 |
Hamburg 1 | 12 700 | – 0,6 | 31 300 | – 0,3 |
Hessen | 36 400 | 1,2 | 93 600 | – 0,5 |
Mecklenburg-Vorpommern | 7 900 | 2,6 | 19 300 | 1,7 |
Niedersachsen | 54 100 | – 0,1 | 136 800 | – 3,8 |
Nordrhein-Westfalen 1 | 115 300 | 1,2 | 296 900 | – 0,1 |
Rheinland-Pfalz | 25 500 | 1,1 | 65 100 | – 1,1 |
Saarland | 6 300 | – 3,2 | 16 500 | – 2,4 |
Sachsen | 19 100 | 4,7 | 48 900 | 2,3 |
Sachsen-Anhalt | 10 100 | – 2,7 | 26 500 | – 1,0 |
Schleswig-Holstein | 19 300 | – 1,0 | 48 600 | 0,6 |
Thüringen | 10 200 | 3,5 | 25 500 | 0,5 |
nachrichtlich: | ||||
Früheres Bundesgebiet | 442 000 | 0,9 | 1 134 000 | – 0,3 |
Neue Länder und Berlin | 72 900 | 1,5 | 184 700 | 0,6 |