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Pressemitteilung Nr. 205 vom 12.06.2018: 1. Quartal 2018: 3,0 % weniger Unternehmensinsolvenzen als im 1. Quartal 2017

WIESBADEN – Im ersten Quartal 2018 meldeten die deutschen Amtsgerichte 5 020 Unternehmensinsolvenzen. Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 3,0 % weniger als im ersten Quartal 2017. Damit setzte sich der Trend abnehmender Unternehmensinsolvenzen im ersten Quartal 2018 fort. Zuletzt hatte es im ersten Quartal 2010 einen Anstieg der Unternehmensinsolvenzen gegeben (+ 6,7 % gegenüber dem ersten Quartal 2009). Seitdem war die Zahl der Unternehmensinsolvenzen stets niedriger als in den entsprechenden Vorjahresquartalen. 

Im Baugewerbe gab es im ersten Quartal 2018 mit 902 Fällen die meisten Unternehmensinsolvenzen. 883 Insolvenzanträge stellten Unternehmen des Wirtschaftsbereichs Handel (einschließlich Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen). Im Gastgewerbe wurden 572 und im Bereich der freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen 511 Insolvenzanträge gemeldet. 

Die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger aus beantragten Unternehmensinsolvenzen beliefen sich nach Angaben der Amtsgerichte im ersten Quartal 2018 auf rund 7,8 Milliarden Euro. Im ersten Quartal 2017 hatten sie bei 5,1 Milliarden Euro gelegen. Dieser Anstieg der Forderungen bei gleichzeitigem Rückgang der Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist darauf zurückzuführen, dass die Gerichte im ersten Quartal 2018 mehr Insolvenzen von wirtschaftlich bedeutenden Unternehmen registrierten als im ersten Quartal 2017. 

Zusätzlich zu den Unternehmensinsolvenzen meldeten 23 044 übrige Schuldner im ersten Quartal 2018 Insolvenz an (– 5,4 % gegenüber dem Vorjahresquartal). Darunter waren 17 067 Insolvenzanträge von Verbraucherinnen und Verbrauchern und 4 810 Insolvenzanträge von ehemals selbstständig Tätigen, die ein Regel- beziehungsweise ein Verbraucherinsolvenzverfahren durchlaufen.

 

Beantragte Unternehmensinsolvenzen nach Wirtschaftszweigen in Deutschland
1. Quartal 2018
WirtschaftszweigVerfahren insgesamt
Anzahl
Insgesamt5 020
Land- und Forstwirtschaft, Fischerei22
Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden6
Verarbeitendes Gewerbe372
Energieversorgung13
Wasserversorgung; Abwasser- und Abfallentsorgung und Beseitigung von Umweltverschmutzungen14
Baugewerbe902
Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kfz883
Verkehr und Lagerei310
Gastgewerbe572
Information und Kommunikation186
Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen110
Grundstücks- und Wohnungswesen133
Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen511
Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen460
Erziehung und Unterricht41
Gesundheits- und Sozialwesen117
Kunst, Unterhaltung und Erholung107
Sonstige Dienstleistungen261
Beantragte Insolvenzverfahren in Deutschland
 1. Quartal 2018März 2018
AnzahlVeränderung
gegenüber
1. Quartal 2017
in %
AnzahlVeränderung
gegenüber
März 2017
in %
  1 Verbraucher- und Regelinsolvenzverfahren.
Insgesamt28 064– 5,09 722– 12,8
Unternehmen5 020– 3,01 788– 7,5
Übrige Schuldner23 044– 5,47 934– 13,9
davon:
– Verbraucher17 067– 5,95 752– 15,7
– natürliche Personen als Gesellschafter13915,844– 15,4
– ehemals selbstständig Tätige 14 810– 8,41 753– 14,1
– Nachlässe und Gesamtgut1 02820,738527,1

Detaillierte Daten können über die Tabellen Insolvenzverfahren (Unternehmen) und Insolvenzverfahren (Übrige Schuldner) in der Datenbank GENESIS-Online abgerufen werden.

Weitere Ergebnisse und methodische Hinweise bietet die Fachserie 2, Reihe 4.1., "Insolvenzverfahren".

Weitere Auskünfte gibt:
Michael Ziebach,
Telefon: +49 (0) 611 / 75 28 11,
Kontaktformular

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Ergebnisse und weiterführende Informationen liegen im Themenbereich Insolvenzen vor.


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