Normalansicht

Navigation und Service

Logo Destatis - Statistisches Bundesamt, Link zur Startseite

Pressemitteilung Nr. 229 vom 26.06.2018: Wirtschaftsfaktor Umweltschutz: 70 Milliarden Euro Umsatz 2016

WIESBADEN – Im Jahr 2016 erwirtschafteten die Betriebe des Produzierenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors in Deutschland 70,0 Milliarden Euro Umsatz mit Waren, Bau- und Dienstleistungen für den Umweltschutz. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, wurden die höchsten Umsätze mit 46,2 Milliarden Euro im Bereich Klimaschutz erzielt. Zu den wichtigsten wirtschaftlichen Säulen zählten dabei Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien (23,2 Milliarden Euro) sowie Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz und zur Einsparung von Energie (21,9 Milliarden Euro). 

In den übrigen Umweltbereichen (zum Beispiel Abfall-, Abwasserwirtschaft, Luftreinhaltung, Lärmbekämpfung) wurden insgesamt 23,7 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet. 

Der Großteil der umweltschutzbezogenen Umsätze wurde mit 57,3 Milliarden Euro (81,9 %) im Verarbeitenden Gewerbe erzielt. Die wichtigsten Wirtschaftszweige waren dabei der Maschinenbau (26,7 Milliarden Euro), die Herstellung von elektrischen Ausrüstungen (4,8 Milliarden Euro) sowie die Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren (4,5 Milliarden Euro). 

Die Umweltschutzwirtschaft in Deutschland ist überwiegend auf den Inlandsmarkt ausgerichtet. So wurden im Jahr 2016 mit 43,6 Milliarden Euro fast zwei Drittel der Umsätze für den Umweltschutz (62,3 %) im Inland erwirtschaftet. 26,4 Milliarden Euro (37,7 %) entfielen auf den Export von Umweltschutzgütern. Nur wenige Umweltschutzgüter wiesen höhere Umsätze mit Exporten auf. Dazu zählten beispielsweise die Herstellung von Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen, wo die Exporte 91,2 % der Umsätze ausmachten.

Güter und Leistungen für den Umweltschutz generieren auch Beschäftigungseffekte und sind damit ein wichtiger Faktor für den Arbeitsmarkt. So waren im Jahr 2016 in Deutschland rund 251 000 Beschäftigte in der Umweltschutzwirtschaft tätig. Mehr als zwei Drittel dieser Beschäftigten (173 000) arbeiteten in Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes. Im Baugewerbe waren gut 45 000 Beschäftigte für den Umweltschutz tätig, im Dienstleistungssektor rund 32 000, in den übrigen Wirtschaftsbereichen etwa 2 000.

Detaillierte Ergebnisse bietet die Fachserie „Umweltschutzgüter und Umweltschutzleistungen 2016“.

Ergebnisse der Erhebung „Waren, Bau- und Dienstleistungen für den Umweltschutz“,
Berichtsjahr 2016
Umsätze für den Umweltschutzin Milliarden Euro
1Gemessen in Vollzeitäquivalenten
Insgesamt70,0
darunter:
Klimaschutz46,2
darunter:
Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energie23,2
Energieeffizienzsteigernde Maßnahmen und  Energiesparmaßnahmen21,9
darunter:
Verarbeitendes Gewerbe 57,3
darunter:
Maschinenbau26,7
Herstellung von elektrischen Ausrüstungen4,8
Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren4,5
Inland43,6
Export26,4
Beschäftigte1 für den UmweltschutzAnzahl
Insgesamt251 222
davon:
Verarbeitendes Gewerbe172 572
Baugewerbe44 922
Dienstleistungssektor31 788
Übrige Wirtschaftsbereiche (Bergbau, Ver- und  Entsorgungssektor)1 940

Weitere Auskünfte:
Erhebung der Waren, Bau- und Dienstleistungen für den Umweltschutz,
Telefon +49 (0) 611 / 75 84 79,
Kontaktformular

Weiteres

Ergebnisse und weiterführende Informationen liegen im Themenbereich Umweltökonomie vor.


Folgen Sie uns auf Twitter 

Twitter @destatis

@destatis
Tagesaktuell alle Pressemitteilungen sowie Interessantes zu Bevölkerung, Gesundheit, Umwelt bis Wirtschaft.

© Statistisches Bundesamt (Destatis), 2018

Impressum – Datenschutz – Kontakt – Barrierefrei

Hinweis zur Verwendung von Cookies

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Nutzungsdaten werden nur in anonymisierter Form zu Optimierungszwecken gespeichert. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies und der Speicherung der Nutzungsdaten zu. Weitere Informationen hierzu erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

OK