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Pressemitteilung Nr. 018 vom 15.01.2019: Deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2018 um 1,5 % gewachsen

Bruttoinlandsprodukt, preisbereinigtBild vergrößern WIESBADEN – Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2018 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 1,5 % höher als im Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft ist damit das neunte Jahr in Folge gewachsen, das Wachstum hat aber an Schwung verloren. In den beiden vorangegangenen Jahren war das preisbereinigte BIP jeweils um 2,2 % gestiegen. Eine längerfristige Betrachtung zeigt, dass das deutsche Wirtschaftswachstum im Jahr 2018 über dem Durchschnittswert der letzten zehn Jahre von +1,2 % liegt.


Bruttoinlandsprodukt, preisbereinigt, verkettet
Veränderung gegenüber dem Vorjahr in %
20082009201020112012201320142015201620172018
1,1-5,64,13,70,50,52,21,72,22,21,5

Wegen eines nur schwachen Kalendereffekts im abgelaufenen Jahr errechnet sich auch kalenderbereinigt eine BIP-Wachstumsrate von 1,5 %.

Bruttoinlandsprodukt, preis- und kalenderbereinigt, verkettet
Veränderung gegenüber dem Vorjahr in %
20082009201020112012201320142015201620172018
0,8-5,63,93,70,70,62,21,52,22,51,5

 

Wachstumsimpulse kamen im Jahr 2018 von Konsum und Investitionen

Positive Wachstumsimpulse kamen 2018 vor allem aus dem Inland: Sowohl die privaten Konsumausgaben (+1,0 %) als auch die staatlichen Konsumausgaben (+1,1 %) waren höher als im Vorjahr. Die Zuwächse fielen jedoch deutlich niedriger aus als in den letzten drei Jahren. 

Die preisbereinigten Bruttoinvestitionen legten insgesamt im Vorjahresvergleich um 4,8 % zu. In Ausrüstungen wurde 4,5 % mehr investiert als im Vorjahr. Die Bauinvestitionen stiegen um 3,0 %; vor allem in den öffentlichen Tiefbau wurde deutlich mehr investiert als ein Jahr zuvor. Die sonstigen Anlagen, zu denen unter anderem die Ausgaben für Forschung und Entwicklung gehören, lagen um 0,4 % über dem Vorjahresniveau. Darüber hinaus haben sich im Jahr 2018 die Vorratsbestände in der Wirtschaft erhöht, was ebenfalls zum Wachstum beigetragen hat. 

Die deutschen Ausfuhren stiegen im Jahresdurchschnitt 2018 weiter, aber nicht mehr so stark wie in den Vorjahren: Die preisbereinigten Exporte von Waren und Dienstleistungen waren um 2,4 % höher als 2017. Die Importe nahmen im gleichen Zeitraum mit +3,4 % stärker zu. Somit bremste der Außenbeitrag das deutsche BIP-Wachstum rein rechnerisch leicht (-0,2 Prozentpunkte). 

Bruttowertschöpfung in nahezu allen Wirtschaftsbereichen gestiegen

Auf der Entstehungsseite des Bruttoinlandsprodukts konnten nahezu alle Wirtschaftsbereiche positiv zur wirtschaftlichen Entwicklung im Jahr 2018 beitragen. Erstmals seit fünf Jahren lag dabei die konjunkturelle Dynamik im Produzierenden Gewerbe unter der im Dienstleistungsbereich. Insgesamt stieg die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Jahr 2018 gegenüber dem Vorjahr um 1,5 %. 

Überdurchschnittlich stark war der Zuwachs im Bereich Information und Kommunikation mit +3,7 % und im Baugewerbe mit +3,6 %. Im Bereich Handel, Verkehr, Gastgewerbe stieg die preisbereinigte Bruttowertschöpfung mit +2,1 % ebenfalls überdurchschnittlich. Dagegen legte 2018 das Produzierende Gewerbe (ohne Baugewerbe), das gut ein Viertel der Gesamtwirtschaft ausmacht, mit +1,0 % unterdurchschnittlich zu. 

Erneuter Höchststand bei der Zahl der Erwerbstätigen

Die Wirtschaftsleistung in Deutschland wurde im Jahresdurchschnitt 2018 von 44,8 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Nach ersten Berechnungen waren das rund 562 000 Personen mehr als ein Jahr zuvor. Dieser Anstieg von 1,3 % resultiert hauptsächlich aus einer Zunahme der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Wie schon in den Vorjahren glichen eine höhere Erwerbsbeteiligung sowie die Zuwanderung von Arbeitskräften aus dem Ausland altersbedingte demografische Effekte aus. 

Die staatlichen Haushalte erzielten einen Rekordüberschuss

Der Staat erzielte im Jahr 2018 einen Rekordüberschuss in Höhe von 59,2 Milliarden Euro (2017: 34,0 Milliarden Euro). Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherungen beendeten das Jahr nach vorläufigen Berechnungen zum fünften Mal in Folge mit einem Überschuss. Bezogen auf das Bruttoinlandsprodukt in jeweiligen Preisen errechnet sich für den Staat im Jahr 2018 eine Überschussquote von 1,7 %.

 

Bruttoinlandsprodukt, Bruttonationaleinkommen und Volkseinkommen
 2015201620172018
Veränderung gegenüber dem Vorjahr in %
In jeweiligen Preisen
Private Konsumausgaben2,32,73,42,6
Konsumausgaben des Staates4,24,83,83,8
Bruttoanlageinvestitionen3,14,75,06,0
Inländische Verwendung2,53,84,04,1
Exporte6,51,56,33,5
Importe4,11,57,65,2
Bruttoinlandsprodukt (BIP)3,83,63,73,4
Bruttonationaleinkommen4,03,53,83,4
Volkseinkommen4,23,73,93,1
Arbeitnehmerentgelt3,93,84,24,7
Unternehmens- und Vermögenseinkommen5,03,53,3-0,3
Verfügbares Einkommen der privaten Haushalte2,63,03,43,2
Preisbereinigt, verkettet
Private Konsumausgaben1,72,11,81,0
Konsumausgaben des Staates2,94,01,61,1
Bruttoanlageinvestitionen1,63,52,93,0
Ausrüstungsinvestitionen4,12,23,74,5
Bauinvestitionen-1,43,82,93,0
Sonstige Anlagen5,45,21,30,4
Inländische Verwendung1,63,02,01,8
Exporte5,32,34,62,4
Importe5,64,14,83,4
Bruttoinlandsprodukt (BIP)1,72,22,21,5
BIP je Erwerbstätigen0,80,90,70,2
BIP je Erwerbstätigenstunde0,61,40,90,1
Bruttowertschöpfung insgesamt1,52,22,21,5
darunter:
Verarbeitendes Gewerbe2,54,72,71,2
Wachstumsbeiträge zum preisbereinigten BIP in Prozentpunkten
Private Konsumausgaben0,91,10,90,5
Konsumausgaben des Staates0,60,80,30,2
Bruttoanlageinvestitionen0,30,70,60,6
Ausrüstungsinvestitionen0,30,20,20,3
Bauinvestitionen-0,10,40,30,3
Sonstige Anlagen0,20,20,10,0
Vorratsveränderungen und Ähnliches-0,30,20,10,4
Inländische Verwendung1,52,71,91,7
Außenbeitrag0,2-0,50,3-0,2

Weiterführende Informationen

In der Fachserie 18 "Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen", Reihe 1.1 "Erste Jahresergebnisse" stehen tiefer gegliederte Ergebnisse zur Verfügung. Ausführliche Informationen zur Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2018" sind im Internet verfügbar.

Die zuletzt im November 2018 veröffentlichten Ergebnisse für die Jahre 1991 bis 2017 wurden – wie immer zum jetzigen Zeitpunkt – nicht überarbeitet.

Erste Ergebnisse für das BIP für das vierte Quartal 2018 wird das Statistische Bundesamt am 14. Februar 2019 veröffentlichen. Detaillierte Ergebnisse folgen am 22. Februar 2019.

Weitere Veröffentlichungen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen sowie ein ausführlicher Qualitätsbericht sind unter Publikationen erhältlich.

Zur Übersichtsseite der Pressekonferenz

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Telefon: +49 (0) 611 / 75 26 26,
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