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Ökosystematlas

Der Ökosystematlas zeigt die Vielfalt und Verteilung der in Deutschland vorkommenden Ökosysteme. Dabei werden 72 verschie­dene Ökosystemklassen differenziert und deren Verteilung auf Gemeinde-, Kreis- und Bundesländerebene und für verschiedene Zeitschritte dargestellt. Zusätzlich bietet der Atlas Übersichtskarten im Rasterformat (Auflösung 100 Meter), Karten zu ausgewählten Zustandsindikatoren und Leistungen der Ökosysteme sowie eine Downloadfunktion für georeferenzierte Daten an.

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- Fläche: Deutschland, Jahre, Ökosysteme
- Fläche: Bundesländer, Jahre, Ökosysteme
- Leistungen der Ökosysteme

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Methoden

Kühlung in Städten, Kohlenstoffspeicherung, Landschaften für Tourismus: Ökosystemrechnungen zeigen Leistungen der Natur

Die Ökosystemrechnungen haben zum Ziel, das räumliche Ausmaß, den Zustand sowie die Leistungen der Ökosysteme für den Menschen systematisch in Konten zu erfassen und im Zeitverlauf darzustellen. Zusammen mit den weiteren Angeboten der Umweltökonomischen Gesamtrechnungen entsteht so eine Datengrundlage, auf der politische Entscheidungen getroffen werden können. Die Leistungsbilanzen der Ökosysteme zeigen eine Auswahl der vielfältigen Leistungen der Natur, beispielsweise Kühlung in Städten, Feinstaubfilterung, naturbezogener Tourismus oder Kohlenstoffspeicherung. Diese werden auf Basis der Flächen- und Zustandsbilanz in physischen Einheiten gemessen oder modelliert. Die dargestellten Leistungsindikatoren beziehen sich auf bundesweite jährliche Schätzwerte für alle Ökosysteme und erfüllen neue Berichtspflichten der Verordnung über europäische umweltökonomische Gesamtrechnungen.

Auszug aus der Publikation "WISTA - Wirtschaft und Statistik", 1/2026

Autoren: Marius Bellingen, Simon Felgendreher, Dan Kanmegne, Johannes Oehrlein, Jonathan Reith, Simon Schürz

Wie steht es um die Ökosysteme in Deutschland? Einführung einer regelmäßigen Zustandsbilanzierung

Die Ökosystem­rechnungen des Statistischen Bundesamtes sollen eine bundesweit einheitliche Datengrundlage zu Fläche, Zustand und Leistungen der Ökosysteme schaffen. Sie fungieren als Grundlage für Monitoring und umweltpolitische Analysen und bieten hierfür eine wichtige Datenbasis an der Schnittstelle zwischen Gesellschaft, Wirtschaft und Natur. Die Zustandsbilanz der Ökosysteme ist nach der Flächenbilanz der zweite Baustein dieses Berichtssystems. Sie informiert anhand ausgewählter Variablen und Indikatoren umfassend über die Qualität der Ökosysteme; ihre Ergebnisse werden sowohl in Tabellen­konten als auch teilweise im Kartenformat dargestellt.

Auszug aus der Publikation "WISTA - Wirtschaft und Statistik", 1/2024

Autoren: Marius Bellingen, Simon Felgendreher, Jonathan Reith, Simon Schürz

Ökosystemgesamtrechnungen – Flächenbilanzierung der Ökosysteme (Extent Account)

Im Statistischen Bundesamt begannen im August des Jahres 2020 die Arbeiten zur Berechnung der Ökosystemgesamtrechnungen. Deren Ziel ist eine bundesweit räumlich und zeitlich konsistente Datengrundlage zu Ausmaß, Zustand und Leistungen der Ökosysteme für den Menschen, um politische Entscheidungsfindungen effektiv unterstützen zu können. Die Flächenbilanzierung, welche die Ökosysteme Deutschlands erfasst, klassifiziert und in Kartenform darstellt, bildet den Ausgangspunkt des Berichtssystems. Der Vergleich zwischen den Flächenbilanzen verschiedener Erhebungsjahre bietet zudem die Möglichkeit, Veränderungen zwischen Ökosystemen auszuweisen.

Auszug aus der Publikation "WISTA - Wirtschaft und Statistik", 6/2021

Autoren: Marius Bellingen, Simon Felgendreher, Johannes Oehrlein, Simon Schürz, Stephan Arnold

Umweltökonomische Gesamtrechnungen - Nationale Ökosystemklassifikation für Deutschland

Bei der nationalen Ökosystem­klassifikation handelt sich um eine voll­ständige, einheit­liche Klassifizierung aller in Deutschland potentiell auftretender Öko­systeme. Die Klassifikation ist sowohl mit inter­nationalen Rahmen­werken und Typisierungen als auch den Standards der amtlichen Statistik kom­patibel und ermöglicht eine einfache und effektive Kommu­nikation und Visuali­sierung der Daten. Die Klassifikation orientiert sich zum größten Teil an den methodischen Vorgaben des Rahmen­werks SEEA EA. Da dieses Rahmen­werk jedoch keine einheitliche Ökosystem-Klassifikation für nationale und subnationale Konten festlegt und der lokale Kontext bestmöglich miteinbezogen
werden soll, besteht die Notwendig­keit eine nationale Leitlinie zur Einteilung von Ökosystemtypen zu erstellen.

Umweltökonomische Gesamtrechnungen - Methode der Flächenbilanzierung der Ökosysteme

Die Flächenbilanzierung der Ökosysteme (Ecosystem Extent Accounting) im Rahmen der Umweltökonomischen Gesamtrechnungen (UGR) erfasst das bundesweite Ausmaß der Ökosysteme. Ein Ökosystem bezeichnet dabei einen dynamischen Komplex von Gemeinschaften aus Pflanzen, Tieren und Mikroorganismen sowie deren nicht lebender Umwelt, die als funktionelle Einheit in Wechselwirkung stehen. Die Flächenbilanz stellt die erste Säule der Ökosystemrechnungen dar, einem ökonomisch-ökologischen Berichtssystem, dass die Interaktion zwischen Mensch und Umwelt in einem systemischen Ansatz darstellt und bewertet.

Umweltökonomische Gesamtrechnungen - Methode der Zustandsbilanzierung der Ökosysteme

Die Zustandsbilanz der Ökosysteme (Ecosystem Condition Account) beschreibt den bundesweiten Zustand der Ökosysteme. Sie baut direkt auf der Flächenbilanz der Ökosysteme (Ecosystem Extent Account) auf und informiert über Leistungsfähigkeit, Stabilität, Integrität und Resilienz der Ökosysteme.

Qualitätsberichte

Qualitätsbericht - Umweltökonomische Gesamtrechnungen - Leistungen der Ökosysteme - Feinstaubfilterung

Die Umweltökonomischen Gesamtrechnungen umfassen mehrere Strom- und Bestandsrechnungen, die ein möglichst umfassendes, übersichtliches, hinreichend gegliedertes quantitatives Gesamtbild der Zusammenhänge zwischen dem wirtschaftlichen Geschehen und dem Zustand sowie den Leistungen der Umwelt geben. Die Ökosystemrechnungen haben zum Ziel, das räumliche Ausmaß, den Zustand, sowie die Leistungen der Ökosysteme für den Menschen systematisch zu erfassen und im Zeitverlauf darzustellen.

Die Ökosystemleistung Feinstaubfilterung (PM2.5) durch Vegetation bezieht sich auf die trockene Deposition, wobei sich Partikel mit einem Durchmesser ≤ 2,5 Mikrometer aus der Atmosphäre auf Oberflächen absinken.

Ältere und weitere Qualitätsberichte finden Sie im Bereich Methoden.

Qualitätsbericht - Umweltökonomische Gesamtrechnungen - Leistungen der Ökosysteme - Holzzuwachs

Die Umweltökonomischen Gesamtrechnungen umfassen mehrere Strom- und Bestandsrechnungen, die ein möglichst umfassendes, übersichtliches, hinreichend gegliedertes quantitatives Gesamtbild der Zusammenhänge zwischen dem wirtschaftlichen Geschehen und dem Zustand sowie den Leistungen der Umwelt geben. Die Ökosystemrechnungen haben zum Ziel, das räumliche Ausmaß, den Zustand, sowie die Leistungen der Ökosysteme für den Menschen systematisch zu erfassen und im Zeitverlauf darzustellen.

Die Ökosystemleistung Holzzuwachs ist definiert als der durchschnittliche jährliche Volumenzuwachs an lebenden Bäumen, berechnet aus dem zu Beginn des Jahres vorhandenen Bestand an lebenden Bäumen (wachsender Bestand) abzüglich der durchschnittlichen jährlichen Sterblichkeit.

Ältere und weitere Qualitätsberichte finden Sie im Bereich Methoden.

Qualitätsbericht - Umweltökonomische Gesamtrechnungen - Leistungen der Ökosysteme - Kohlenstoffspeicherung (Nettosequestrierung)

Die Umweltökonomischen Gesamtrechnungen umfassen mehrere Strom- und Bestandsrechnungen, die ein möglichst umfassendes, übersichtliches, hinreichend gegliedertes quantitatives Gesamtbild der Zusammenhänge zwischen dem wirtschaftlichen Geschehen und dem Zustand sowie den Leistungen der Umwelt geben. Die Ökosystemrechnungen haben zum Ziel, das räumliche Ausmaß, den Zustand, sowie die Leistungen der Ökosysteme für den Menschen systematisch zu erfassen und im Zeitverlauf darzustellen.

Die Ökosystemleistung Kohlenstoffspeicherung (Nettosequestrierung) ist definiert als der Ökosystembeitrag zur Verringerung der Treibhausgaskonzentrationen in der Atmosphäre durch Nettobindung von Kohlenstoff. Zur Berechnung werden Daten der LULUCF-Treibhausgasberichterstattung verwendet.

Ältere und weitere Qualitätsberichte finden Sie im Bereich Methoden.

Qualitätsbericht - Umweltökonomische Gesamtrechnungen - Leistungen der Ökosysteme - Ernteerträge von Kulturpflanzen

Die Umweltökonomischen Gesamtrechnungen umfassen mehrere Strom- und Bestandsrechnungen, die ein möglichst umfassendes, übersichtliches, hinreichend gegliedertes quantitatives Gesamtbild der Zusammenhänge zwischen dem wirtschaftlichen Geschehen und dem Zustand sowie den Leistungen der Umwelt geben. Die Ökosystemrechnungen haben zum Ziel, das räumliche Ausmaß, den Zustand, sowie die Leistungen der Ökosysteme für den Menschen systematisch zu erfassen und im Zeitverlauf darzustellen.

Die Ökosystemleistung Ernteerträge von Kulturpflanzen ist definiert als der Ökosystembeitrag zum Pflanzenwachstum. Dieser wird anhand der Menge der geernteten Kulturpflanzen für verschiedene Verwendungszwecke annäherungsweise ermittelt wird. Dazu gehören geerntete Kulturpflanzen die der Erzeugung von Nahrungsmitteln und Fasern, Futtermittel und Energie dienen sowie geweidete Biomasse.

Ältere und weitere Qualitätsberichte finden Sie im Bereich Methoden.

Qualitätsbericht - Umweltökonomische Gesamtrechnungen - Leistungen der Ökosysteme - Kühlung in Städten

Die Umweltökonomischen Gesamtrechnungen umfassen mehrere Strom- und Bestandsrechnungen, die ein möglichst umfassendes, übersichtliches, hinreichend gegliedertes quantitatives Gesamtbild der Zusammenhänge zwischen dem wirtschaftlichen Geschehen und dem Zustand sowie den Leistungen der Umwelt geben. Die Ökosystemrechnungen haben zum Ziel, das räumliche Ausmaß, den Zustand, sowie die Leistungen der Ökosysteme für den Menschen systematisch zu erfassen und im Zeitverlauf darzustellen.

Die Ökosystemleistung Kühlung in Städten bezieht sich auf die mittlere Temperaturreduktion durch Vegetation in Städten in den Sommermonaten Juli und August. Diese Temperaturreduktion der Vegetation wird durch Beschattung, Verdunstung und Blattatmung hervorgerufen.

Ältere und weitere Qualitätsberichte finden Sie im Bereich Methoden.

Qualitätsbericht - Umweltökonomische Gesamtrechnungen - Leistungen der Ökosysteme - Naturnaher Tourismus

Die Umweltökonomischen Gesamtrechnungen umfassen mehrere Strom- und Bestandsrechnungen, die ein möglichst umfassendes, übersichtliches, hinreichend gegliedertes quantitatives Gesamtbild der Zusammenhänge zwischen dem wirtschaftlichen Geschehen und dem Zustand sowie den Leistungen der Umwelt geben. Die Ökosystemrechnungen haben zum Ziel, das räumliche Ausmaß, den Zustand, sowie die Leistungen der Ökosysteme für den Menschen systematisch zu erfassen und im Zeitverlauf darzustellen.

Die Ökosystemleistung Naturnaher Tourismus ist definiert als der Ökosystembeitrag, insbesondere durch die biophysikalischen Merkmale und Eigenschaften von Ökosystemen, der es den Menschen ermöglicht, die Umwelt durch direkte, örtliche, physische und erlebnisorientierte Interaktionen mit der Umwelt zu nutzen und zu genießen.

Ältere und weitere Qualitätsberichte finden Sie im Bereich Methoden.

Erläuterungen

Worin liegt der Unterschied zwischen Ökosystemrechnungen und Flächennutzungsstatistik?

Im Gegensatz zur Flächennutzungsstatistik orientiert sich die Flächenbilanzierung der Ökosysteme hauptsächlich an ökologischen Charakteristiken. Dies bedeutet, dass nicht die Art der Flächennutzung, sondern die ökologische Bedeutung und Relevanz für Ökosystemleistungen im Fokus der Flächenklassifizierung steht. So werden bei der Flächenbilanz der Ökosysteme beispielsweise kleine Straßen und Wege dem umgebenden Ökosystem zugeordnet und nicht als Straßen ausgewiesen. Die Einteilung der Flächen basiert auf der detaillierten nationalen Ökosystemklassifikation mit insgesamt 74 unterschiedlichen Klassen.

Während die Flächennutzungsstatistik auf den Daten des Amtlichen Liegenschaftskatasterinformationssystems (ALKIS) beruht, werden zur Berechnung der Ökosystemflächenbilanz eine Vielzahl zusätzlicher räumlicher Datensätze wie Satellitenbilder, Orthophotos und Biotopkartierungen verarbeitet.

Zusätzlich zum terrestrischen Staatsgebiet umfasst die Flächenbilanz der Ökosysteme auch die Meeresgewässer Deutschlands und die Ausschließliche Wirtschaftszone in Nord- und Ostsee.