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IM FOKUS vom 17.08.2017
Außenhandel mit Venezuela seit 2011 um 73 % zurückgegangen
Venezuela steckt derzeit in einer schweren politischen und wirtschaftlichen Krise, die sich auch auf den Außenhandel auswirkt. Für den deutschen Außenhandel spielt das südamerikanische Land allerdings nur eine untergeordnete Rolle: Im Jahr 2016 beliefen sich die Exporte nach Venezuela auf 251 Millionen Euro, die Importe auf 143 Millionen Euro. Damit lag Venezuela in der Rangfolge der Handelspartner deutlich hinter anderen südamerikanischen Ländern wie Brasilien oder Argentinien.
In den vergangenen Jahren haben sich sowohl die Exporte nach als auch die Importe aus Venezuela stark rückläufig entwickelt: Im Vergleich zum Jahr 2011 fiel der Außenhandelsumsatz 2016 um 73 % geringer aus. Diese Entwicklung zeigt sich auch bei den häufigsten Handelswaren: Beispielsweise sank der Wert der ausgeführten Maschinen – dem wichtigsten Exportgut – zwischen 2011 und 2016 von 226 Millionen Euro auf 76 Millionen Euro (-66 %).
Bei den Einfuhren aus Venezuela waren mineralische Brennstoffe (Erdöl) das wichtigste Importgut: Allerdings ist auch der Wert der importierten Brennstoffe in den vergangenen fünf Jahren stark gesunken – von 564 Millionen Euro im Jahr 2011 auf 96 Millionen Euro im Jahr 2016 (-83 %).
IM FOKUS vom 22.08.2017
Pendeln in Deutschland: 68 % nutzen das Auto für den Arbeitsweg
In Deutschland pendeln tagtäglich Millionen Menschen von ihrer Wohnung zur Arbeit. Dabei ist das Auto für sie das wichtigste Beförderungsmittel: 68 % der Berufspendlerinnen und -pendler nutzen 2016 den PKW für den Arbeitsweg. Im Jahr 2000 hatte der Anteil mit 67 % nur geringfügig niedriger gelegen.
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln fuhren rund 14 % der Erwerbstätigen regelmäßig zur Arbeit. Auch dieser Anteil hat sich im Vergleich zum Jahr 2000 um einen Prozentpunkt erhöht.
Der Zeitaufwand für den täglichen Weg zur Arbeit betrug beim Großteil der Erwerbstätigen weniger als 30 Minuten (70 %). Zwischen 30 und 60 Minuten brauchten 22 % der Pendlerinnen und Pendler. 5 % benötigten eine Stunde und länger für den Weg zur Arbeitsstätte. 3 % der Erwerbstätigen hatten wechselnde Arbeitsstätten und konnten somit keine genauen Angaben zum Zeitaufwand für den Arbeitsweg machen.
IM FOKUS vom 17.08.2017
Schulkinder im Verkehr: Jungen verunglücken häufiger als Mädchen
In den ersten Bundesländern hat die Schule nach den Sommerferien wieder begonnen – Autofahrer sollten deswegen beim Fahren besonders auf Schulkinder Rücksicht nehmen. 2016 verunglückten in Deutschland insgesamt rund 22 400 Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren bei Verkehrsunfällen, 34 von ihnen tödlich. Damit kam aus dieser Altersgruppe im Durchschnitt alle 24 Minuten ein Kind im Straßenverkehr zu Schaden.
6- bis 14-jährige Kinder verunglückten besonders häufig mit dem Fahrrad (39 % aller Unfälle). Zudem kamen 32 % in einem PKW zu Schaden, 24 % waren zu Fuß unterwegs. Jungen hatten dabei ein deutlich höheres Unfallrisiko als Mädchen: Von den mit dem Rad verunglückten Kindern waren 67 % Jungen, von den zu Fuß verunglückten 56 %. Die Gründe dafür liegen vermutlich in der stärkeren Verkehrsbeteiligung von Jungen und der größeren Risikobereitschaft .
Besonders viele 6- bis 14-Jährige, die auf dem Fahrrad oder als Fußgänger unterwegs waren, verunglückten 2016 in den Zeiten, in denen sie sich normalerweise auf dem Weg zur Schule befinden. Gemessen an den Verunglückten des gesamten Tages wurden 16 % dieser Kinder morgens zwischen 7 und 8 Uhr verletzt oder getötet.
WISTA aktuell: Arbeitszeiten und Arbeitszeitwünsche – Vergleich zwischen SOEP und Mikrozensus
Trotz ähnlicher Fragestellung können die Ergebnisse verschiedener Statistiken stark voneinander abweichen. So kommen Auswertungen zu Arbeitszeiten und Arbeitszeitwünschen aus dem Mikrozensus und dem Sozio-oekonomischen Panel (SOEP) zu ganz unterschiedlichen Resultaten.
Dr. Martina Rengers, Julia Bringmann und Dr. Elke Holst analysieren in der Ausgabe 4/2017 unseres Wissenschaftsmagazins WISTA die Unterschiede zwischen SOEP und Mikrozensus bezüglich der Erfassung von Arbeitszeiten und Arbeitszeitwünschen. Dabei überprüfen sie systematisch mögliche Ursachen, Konzepte und Abgrenzungen beider Erhebungen sowie die Auswirkungen der Fragenformulierung.
Aktuelle Publikationen
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Zahl der Woche
558 000 Elektrofahrräder mit einer Leistung von bis zu 250 Watt wurden im Jahr 2016 nach Deutschland importiert.

























