Nach einer ersten Schätzung von Ende Juni 2024 können die Landwirte in Deutschland in diesem Jahr eine Getreideernte (ohne Körnermais und Corn-Cob-Mix) von 36,4 Millionen Tonnen erwarten. Damit liegt die Erntemenge um 4 % unter der Erntemenge des Vorjahres. Der Hektarertrag liegt bei 69,1 Dezitonnen und damit um knapp 2 % unter dem Hektarertrag von 2023 (67,9 Dezitonnen).
Die Erntemenge von Winterweizen, der bedeutendsten Getreideart in Deutschland, beläuft sich voraussichtlich auf 18,9 Millionen Tonnen. Das sind 2,3 Millionen Tonnen beziehungsweise 11 % weniger als im Erntejahr 2023. Nach den vorläufigen Ergebnissen der Bodennutzungshaupterhebung werden in diesem Jahr auf 2,5 Millionen Hektar Winterweizen angebaut.
Für den Anbau von Gerste nutzen die Landwirte in 2024 1,7 Millionen Hektar. Die geschätzte Erntemenge liegt bei 11,3 Millionen Tonnen und liegt damit um 265 200 Tonnen über der Erntemenge des Vorjahres.
Die Erntemenge von Roggen und Wintermenggetreide wird voraussichtlich bei 3,0 Millionen Tonnen liegen. Das sind 105 700 Tonnen weniger als im Jahr 2023. Bei Triticale (Weizen-Roggen-Kreuzung) ist mit einer Erntemenge von 1,7 Millionen Tonnen und damit einer Abnahme von 7 % gegenüber dem Vorjahr zu rechnen.
Die Erntemenge von Winterraps wird auf 3,8 Millionen geschätzt. Das sind 11 % beziehungsweise 452 200 Tonnen weniger als im Vorjahr.
Methodische Hinweise:
Diese Ernteschätzung beruht auf einer begrenzten Anzahl von Ernte- und Betriebsberichterstattern in den Bundesländern von Ende Juni 2024 und den vorläufigen Ergebnissen der Bodennutzungshaupterhebung 2024. Ein weiteres Ergebnis zur Getreide- und Rapsernte wird voraussichtlich Ende August 2024 veröffentlicht. In dieses Ergebnis fließen dann auch die Ergebnisse der Besonderen Ernte- und Qualitätsermittlung ein, bei der die tatsächlichen Erntemengen von ausgewählten Feldern (Stichprobenverfahren) gemessen, d.h. gewogen werden.